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By 28. Oktober 2013 Read More →

Woche der Wahrheit

Themen des Tages:  Apple und Facebook +++  Deutsche Bank, Linde, VW und Bayer +++ positive Statistik spricht für den DAX

In den vergangenen Tagen haben einige Konjunkturdaten aus der Eurozone enttäuscht. Erstmals seit fünf Anstiegen in Folge legte der ifo-Index und somit Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer den Rückwärtsgang ein. Weder Aktien- noch Devisenmarkt zeigten sich beeindruckt, auch die durchwachsenen Einkaufsmanagerindizes wurden nahezu ignoriert. Von daher ist nicht zu erwarten, dass die anstehenden Stimmungsindizes die Märkte beeinflussen werden.

Der Fokus bleibt zu Wochenbeginn auf die USA gerichtet. Allmählich läuft die Berichtssaison aus, mit Apple (heute um 21 Uhr) sowie Facebook am Mittwoch stehen noch zwei Höhepunkte auf der Agenda. Hierzulande geht der Zahlenreigen hingegen richtig los. Morgen erscheint die mit Spannung erwartete Bilanz der Deutschen Bank (eine Analyse finden Sie HIER), zudem melden Linde und die Deutsche Börse. Am Mittwoch folgt Volkswagen, am Donnerstag  stehen Bayer und die Lufthansa unter verschärfter Beobachtung.

Zur Wochenmitte wird die Zinssitzung der amerikanischen Notenbank für Gesprächsstoff sorgen. Allerdings ist derzeit nicht mit einem größeren Einfluss auf die Märkte zu rechnen, denn die Fed wird in dieser Woche wohl kaum die Rückführung der Anleihekäufe beschließen. Zuletzt äußerten sich sogar einige Verfechter einer restriktiveren Geldpolitik wesentlich moderater und befürworteten eine Fortsetzung der aktuellen Aufkäufe. Der Haushaltsstreit ist noch lange nicht gelöst und bereits im Januar oder Februar droht ein ähnlicher Akt wie vor wenigen Wochen. Zudem wird die Fed zunächst den belastenden Einfluss des Stillstands in der ersten Monatshälfte auf die Wirtschaft abwarten und analysieren. Auch die jüngsten Inflationsdaten sprechen klar für eine Beibehaltung der Geldpolitik. Am Mittwoch wird ebenfalls die Inflationsrate für September veröffentlicht, Analysten rechnen mit einer Teuerungsrate von 1,2 Prozent. Im Oktober dürfte der Wert aufgrund fallender Rohstoffpreise (Öl) weiter fallen und die kritische ein-Prozent-Marke erreichen. Deflation ist eher ein Thema als Inflation, von daher wäre es sogar nicht überraschend, wenn noch expansivere Maßnahmen gefordert werden.

Zum heutigen Handelstag

Die gute Stimmung dürfte weiter anhalten, zumindest wenn man statistische Daten heranzieht. Erfahrungsgemäß verzeichnen die Aktienmärkte an den letzten Handelstagen eines Monats und den ersten Tagen des Folgemonats eine erfreuliche Performance. Berücksichtigt man diese Daten, sollte sich der DAX zumindest kurzzeitig über der 9000 etablieren können.

Einzelwerte stehen unter dem Einfluss der Berichtssaison und neuer Analystenstudien. Nach den durchaus soliden, aber nicht berauschenden Zahlen von BASF äußerten sich vor Handelsbeginn bereits zahlreiche Experten. Eine Tendenz lässt sich nur schwer erkennen. S&P Capital erhöhte das Kursziel von 72 auf 80 Euro, die Societe Generale von 70 auf 76 Euro, Barclays passte das Kursziel von 79 auf 81 Euro an, die Deutsche Bank stuft die Aktie mit Kaufen und Kursziel 85 Euro ein. Aber es sind auch Molltöne zu hören. JPMorgan siedelt den fairen Wert nur bei 56 Euro an, Goldman Sachs sprach eine Verkaufsempfehlung aus mit Kursziel 69 Euro. Auch auf Basis der Credit Suisse-Analyse hätte die Aktie mit 75 Euro kaum noch Kursfantasie. Charttechnisch bleibt es daher spannend, ob der Widerstand und damit das Rekordniveau um 76 Euro in den kommenden Tagen überwunden wird.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

 

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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