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By 30. Oktober 2013 Read More →

Wo ist das Haar in der Suppe?

Themen des Tages:  Tapering-Start erst im April 2014 +++  Euro profitierte eher wenig von der neuen Erwartungshaltung +++ ADP-Daten und Inflationsrate

Es ist mal wieder soweit, heute steht wieder eine US-Notenbankentscheidung auf dem Programm. In den vergangenen Monaten, eher schon Jahren, haben die Erwartungen an die amerikanische Geldpolitik wesentlich das Geschehen an den Finanzmärkten dominiert. Daran wird sich auch so schnell nichts ändern. An den Aussichten auf das FOMC-Statement hat sich in den vergangenen Tagen eigentlich wenig geändert. Nachdem auf der letzten Sitzung Mitte September die von der Fed selbst geschürten Andeutungen einer Verringerung der monatlichen Anleihekäufe enttäuscht wurden ist mit den zuletzt durchwachsenen US-Konjunkturdaten (langsame Erholung am Arbeitsmarkt, Unsicherheit über die realwirtschaftlichen Folgen des Haushaltsstreits vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft; eine zu geringe Inflationsrate und ein niedriges BIP-Wachstum)  sowie dem politischen Chaos die Wahrscheinlichkeit deutlich gesunken, dass die Notenbanker noch in diesem Jahr einen restriktiveren Kurs einschlagen werden. Die Tauben haben somit gute Argumente in der Hand.

Die Commerzbank zeigt dazu in ihrem heutigen Tagesausblick ein interessantes Details auf. Umfragen unter Marktteilnehmern zeigen, dass im Durchschnitt die Befragten einen Tapering-Start erst im April 2014 erwarten. Vor dem letzten FOMC-Meeting im September herrschte fast schon Konsens, dass die Fed eine Verringerung beschließen wird. Damals stand der Euro bei 1,335 Dollar. Aktuell werden 1,375 Dollar aufgerufen. Anders formuliert: Sind sieben Monate Verzögerung wirklich nur vier Cents wert? Wohl kaum, zumal sich ein Tapering-Start nach wie vor nicht abzeichnet. „Solange die Bedenkenträger-Mehrheit im FOMC irgendein Haar in der Suppe findet, wird’s kein Tapering geben“, schreibt Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. Dem kann man wohl nur zustimmen.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Vor dem FOMC-Statement stehen am frühen Nachmittag noch einige Konjunkturdaten auf der Agenda. Zunächst gilt den ADP-Arbeitsmarktdaten die Aufmerksamkeit, auch wenn diese oft nur eine unzureichende Tendenz für den offiziellen Arbeitsmarktbericht liefern. Wegen des Shutdown werden die Zahlen aber nicht wie üblich am ersten Freitag des Monats und somit am 1. November veröffentlicht, sondern erst am 8. November. Die ADP-Daten bekommen daher ein größeres Gewicht, im Durchschnitt wird mit 150.000 neuen Stellen gerechnet. Bei den Verbraucherpreisen wird der Blick wahrscheinlich weiter abwärts gerichtet bleiben.

 


Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

 

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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