By 17. Februar 2015 Read More →

Doppel-Top-Gefahr im DAX – was machen Nordex, Aixtron & Co?

Bisher verteidigen die deutschen Indizes ihre kräftigen Gewinne der vergangenen Wochen. Doch erst in den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob der Ausbruch auch wirklich nachhaltig ist.   

Nach der feiertagsbedingten Pause in den USA dürfte der Handel ab heute wieder wesentlich lebhafter werden. Während die erste Euphorie wegen des überraschend umfangreichen EZB-Programms allmählich ausläuft, bleiben politische Faktoren derzeit das beherrschende Thema. Dies erschwert eine genaue Analyse, zudem steigt die Gefahr von Fehlausbrüchen auf der Ober- und Unterseite.

Festzuhalten bleibt zumindest, dass trotz der kräftigen Gewinne seit Jahresbeginn kaum Profite realisiert werden. Dies ist grundsätzlich ein positives Signal. Anleger, die investiert sind, rechnen offenbar mit weiter steigenden Kursen und geben daher kaum Papiere aus der Hand. Auf der anderen Seite hoffen die zahlreichen noch nicht oder zu gering engagierten Akteure auf eine Korrektur, um zu günstigeren Kursen einzusteigen. Im Ergebnis führt dies zu einer Konsolidierung, bei der jeder noch so kleine Rücksetzer sofort gekauft wird. Klettert der DAX hingegen auf frische Rekordmarken, geraten die bisher unterinvestierten Anleger unter Zugzwang, um nicht in Performancerückstand zu geraten.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Als nächste Hürde auf der Oberseite gilt die Region um 11.000. Bisher scheiterte der DAX zwei Mal an der runden Schwelle, die zunächst nur als psychologische Barriere einzustufen war. Ein neues Kaufsignal liefert der deutsche Aktienmarkt erst wieder, wenn der Markt auch darüber nach gekauft wird. Da mit der harmlosen Konsolidierung seit Monatsbeginn auch die kräftig überkaufte Lage abgebaut wurde, sind weitere Gewinne durchaus möglich. Dennoch wäre es zu früh, bereits jetzt Entwarnung zu geben. Unter so manchen Bullen-Kostümen könnten schon  bald ein paar Bären zum Vorschein kommen.

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Vorbörslich wird der DAX wegen der Causa Griechenland nur bei 10.840 gehandelt. Im Tagesverlauf ist mindestens ein Rücklauf bis an die nächste schwache Haltemarke um 10.800 zu erwarten. Entscheidend aus charttechnischer Sicht ist aber erst die in den vergangenen drei Wochen mehrfach bewährte, horizontale Unterstützungsregion um 10.500 / 10.600. Erst wenn der DAX hier nicht mehr gekauft wird, verdichten sich die Anzeichen einer oberen Umkehrformation (Doppel-Top). Noch ist es aber zu früh, aggressiv mit Short-Produkten auf dieses Szenario zu setzen.

Unter der Oberfläche sieht die Lage hingegen unverändert angespannt aus. Von den 30 Indexmitgliedern im DAX notieren mit Bayer, Beiersdorf, Fresenius, FMC, Henkel, Lufthansa, Merck und Siemens nur acht Werte unter ihrer 21-Tage-Linie. Die Quote ist in den vergangenen fünf Handelstagen kontinuierlich gestiegen, nachdem vor rund zwei Wochen nur ein oder zwei Papiere ihren Monatsmittelwert nicht behaupteten. Im vergangenen Jahr waren solche Extremwerte ein sehr zuverlässiges Signal für eine bevorstehende Umkehrbewegung. Für eine anhaltende Konsolidierung spricht auch die Tatsache, dass derzeit lediglich die Papiere der Lufthansa in einem kurz- bis mittelfristigen Abwärtstrend notieren. Bei den schwankungsfreudigeren und somit spekulativeren TecDAX-Werten liegt eine ähnlich überhitzte Situation vor. Im heutigen Webinar steht die zweite Reihe verstärkt im Fokus (kostenlose Anmeldung gerne hier).

 

Posted in: Deutschland, Indizes

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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