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Die Fallhöhe ist nicht zu unterschätzen

Themen des Tages: ein Wetterfähnchen für die Fed-Politik +++ Performance-Vergleich der wichtigsten Indizes +++ Ifo-Index schafft die Trendwende 

 

Zeit zum Durchatmen bleibt den Anlegern nicht. Kaum ist die unter dem Strich durchwachsene Berichtssaison Geschichte, wendet sich der Fokus auf die Konjunkturseite. Denn gerade die vergangenen Tage haben deutlich gezeigt, dass das Tempo der Anleihekäufe durch die Fed erst dann reduziert wird, wenn die US-Konjunktur Signale einer nachhaltigen Erholung sendet. Von daher ist es wichtig, die US-Konjunkturdaten nun genau zu verfolgen, denn sie haben einen großen Einfluss auf die geldpolitischen Erwartungen. Den Auftakt machen heute die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter. „Vor allem das kräftige Bestellplus bei Boeing lässt einen deutlichen Auftragsanstieg erwarten, wobei die Konsensschätzung übertroffen werden kann“, schreiben die Experten der Helaba. Unter dem Strich ist derzeit davon auszugehen, dass jeweils besser als erwartete Wirtschaftsdaten die Spekulationen über eine Reduzierung der Anleihekäufe ab dem Spätsommer tendenziell verstärkt. Entsprechend könnte der Druck auf die Aktienmärkte zunehmen, während enttäuschende Konjunkturdaten eher für Rückenwind sorgen sollten.

Behalten Sie vor diesem Hintergrund das „Wetterfähnchen“ USD/JPY etwas genauer im Auge. Sollte sich am erfahrungsgemäß sehr gut informierten Devisenmarkt die Meinung durchsetzen, dass die Fed bereits ab dem Sommer die expansive Geldpolitik einschränken wird, dürfte der Greenback seine Rally gegenüber dem Yen und damit einer Währung, die stark geschwächt werden soll, weiter fortsetzen.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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An den Aktienmärkten bleibt die potenzielle Fallhöhe trotz des Rücksetzers vom Donnerstag natürlich weiterhin sehr hoch. Der Chart zeigt die Performance wichtiger Indizes seit Jahresbeginn. An der Wall Street liegen die wichtigsten Indizes, Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq Composite aktuell zwischen 14,6 bis 16,7 Prozent über dem Stand von Ende 2012. Eine sehr gute Performance – in einem Jahr (!). Vielleicht kommt nun der ein oder andere Fondsmanager, der die gesamte Rally mitgemacht hat auf den Gedanken, bereits jetzt die Bücher erst einmal zu schließen und die im langjährigen Durchschnitt schwächeren Börsenmonate Juli bis September von der Seitenlinie aus zu verfolgen. Mit der Aussicht auf eine Jahresendrally könnte das Börsenjahr 2013 richtig erfolgreich werden. Aber auch der heimische DAX hat mit Zugewinnen von gut zehn Prozent bereits ordentlich Speck angesetzt. Noch gefährlicher sieht die Lage beim Schweizer SMI aus, der mit 20 Prozent ähnlich stark zulegte wie der MDAX. Sollte es zu einer ausgedehnteren Konsolidierung kommen, werden sich die Marktteilnehmer natürlich zunächst von den Positionen mit den höchsten Buchgewinnen trennen.

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Zum heutigen Tag:

Gute Nachrichten kommen zum Wochenschluss aus den deutschen Chefetagen. Denn nach Angaben des Ifo-Geschäftsklimaindex hat sich die Stimmung in der Wirtschaft im Mai wieder aufgehellt. Vor allem die Geschäftslage wird aktuell wesentlich besser beurteilt als noch im April, während die Erwartungen sich per Saldo kaum veränderten. Der Ifo-Index klettert leicht von 104,4 auf 105,7 Punkten und beendet zugleich die rückläufige Tendenz seit Februar.

 

An den Rohstoffmärkten steht Öl der Sorte Brent unter Druck, während Edelmetalle wie Gold und Silber gefragt bleiben. Auch der DAX hält sich über der Nulllinie und profitiert von Gewinnen bei Siemens, Bayer und Linde. Verluste verzeichnen hingegen Aktien der Deutschen Bank. Für Ungewissheit sorgte die Ankündigung des Euro-Gruppenchefs Jeroen Dijsselbloem, der einen erneuten Schuldenschnitt für Griechenland nicht ausschließt. Hoffen wir, dass diese leidige Thema nicht schon wieder auf die Tagesordnung rückt.

 

 


Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

 

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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