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DAX-Chartanalyse: War der 10. April ein wichtiger Wendepunkt an der Börse?

Trotz der Erholungsbewegung im DAX zur Wochenmitte ändert sich an den kurzfristigen Perspektiven nichts, denn der Markt notiert weiter unter der entscheidenden Marke bei 7950 Punkten. Dennoch war der gestrige Handelstag vielleicht richtungsweisend. Die Chartanalyse für den 11. April 2013.  

 

Während die Rally des Dow Jones auf ein neues Rekordhoch in den Medien für fette Schlagzeilen sorgte, scheint sich für das gestern erreichte neue Top im S&P 500 auf Intradaybasis kaum jemand zu erwärmen. Dabei ist die Entwicklung des marktbreites US-Indexes wesentlich aussagekräftiger. Das Kursbarometer aus den Aktien von 500 US-Unternehmen bildet noch mehr als der lediglich 30 Werte umfassende Leitindex die Stärke des derzeitigen Bullenmarktes ab. Ein Blick auf die Marktkapitalisierung unterstreicht den Unterschied: Während der Dow knapp 3500 Mrd. Dollar auf die Börsenwaage bringt, steht der S&P für mehr als 10.700 Mrd. Dollar. Fassen wir somit zusammen: Nach dem Dow Jones Tranport Index, dem Russell 2000 und dem Dow Jones knacke nun auch der S&P 500 als letzter wichtiger US-Index seine Rekordmarke.

Bis zur Schlussglocke schraubte sich der S&P um 1,2% auf 1587,73 Punkte nach oben und beendete den Tag nur knapp unter dem neuen Top bei 1589,07 Zählern. Das bisherige Hoch notierte vom 11. Oktober 2007 und lag bei 1576 Zählern.

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Der Langfristchart zeigt deutlich, warum das Kursverhalten auf dem aktuellen Niveau von großer Bedeutung ist. Seit dem Jahr 2000 scheiterte der Markt an einer nachhaltigen Ausbruchsbewegung über den Kursbereich. Wer genau hinschaut, sieht aber auch, dass der S&P 2007 das rund sieben Jahre zuvor erreichte Hoch nur kurzzeitig knackte und unter dem Strich nur einen Fehlausbruch ablieferte.

Aktuell könnte sich diese Entwicklung wiederholen. Erst wenn an der Börsentafel auch Kurse oberhalb von 1600 Punkten aufgerufen werden, steigt die Wahrscheinlichkeit auf einen nachhaltigen Ausbruch nach oben deutlich an.

 


Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

 

Die kurzfristig deutlich überverkaufte Lage im DAX wurde zur Wochenmitte von einigen Schnäppchenjägern genutzt und führte nach den Zugewinnen von Ende März zur zweiten Gegenbewegung innerhalb des kurzfristigen Abwärtstrends. Unter dem Strich ist die Kursentwicklung in den vergangenen beiden Tagen recht positiv zu werten. Zunächst drehte der DAX bereits rund 70 Zähler über der mittelfristig entscheidenden horizontalen Unterstützungszone um 7550 Punkten wieder Richtung Norden. Gestern eroberte der Markt einige kleinere horizontale Hürden zurück sowie die 55-Tage-Linie.

Ein erster Erfolg, aber auch nicht mehr. Denn unterhalb des April-Hochs bei 7950 Punkten sind alle Kurserholungen nur als temporäre Gegenbewegungen innerhalb des übergeordneten Abwärtstrends einzuordnen. Bereits heute wird sich zeigen, wie nachhaltig die gestrige Gegenbewegung wirklich ist. Eine harte Prüfung, denn zwischen 7860 bis 7920 Punkten verlaufen zahlreiche horizontale Barrieren, die einer Rückeroberung der 7950er-Marke zunächst noch im Weg stehen. Im Bereich um 7900 Punkte könnte der Markt einen bearischen Pullback an die vor wenigen Tagen nach unten  durchbrochene mittelfristige Aufwärtstrendlinie zeigen.

Zu Handelsbeginn wird der Markt im Bereich der 7800er-Marke erwartet. Bleiben heute Anschlusskäufe aus, liegt die nächste schwache Unterstützung bei 7750 Punkten. Als zuverlässiger wird sich aber erst das jüngste Bewegungstief um die 100-Tage-Linie bei rund 7660 Zählern erweisen.

 

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Kennzahlen:

DAX-Pivot-Punkte für den 11. April:

 

Für einige Anleger sind Pivot Punkte vielleicht noch Neuland. Kurz zur Erklärung: Die Pivot Punkte dienen der Kurszielbestimmung und haben ihren Ursprung in den Futures-, Termin- und Forexmärkten. Grundannahme ist, dass die Kursbewegungen des vorherigen Handelstages Einfluss auf den neuen Börsentag haben. Berechnungsgrundlage sind daher Tageshoch, Tagestief und Schlusskurs vom Vortag. Als Ergebnis erhält man drei Widerstandsmarken (Resist R 1-3) sowie drei Unterstützungsniveaus (Support S 1-3).

 

wichtige Chartmarken:

 

 

 



 

 

 

200-Tage-Linie rückt näher

Bereits in der Vorwoche hinterließ der DAX im Tageschart einen angeschlagenen Eindruck, hielt sich aber noch mit viel Mühe bis vergangenen Freitag über der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie. Kurz vor dem Wochenende wurde die Haussegerade aber deutlich nach unten verletzt. Der DAX setzte zugleich wie vermutet seine seit dem Jahreshoch bestehende Serie von fallenden Hoch- und Tiefpunkten fort, was kurzfristig für eine Dominanz der Bären spricht.

Bisher korrigierte der DAX ausgehend vom Jahreshoch maximal um rund fünf Prozent und zeigte im übergeordnet intakten langfristigen Aufwärtstrend auf Wochenbasis nur eine gesunde Korrektur. Unter dem Strich besteht somit kein Grund zur Panik, denn der Index baut lediglich seinen überhitzten Zustand ab. Als gutes Barometer dient der Abstand zur 200-Tage-Linie. Im ersten Quartal waren historisch hohe Werte von bis zu zwölf Prozent fast die Regel. Aktuell liegt die  Differenz bei 6,5 Prozent und lässt somit noch etwas Luft nach unten.

Richtung Norden gilt unverändert das letzte Bewegungshoch bei 7950 Punkten als Schlüsselstelle, die der DAX für ein zaghaftes Kaufsignal überwinden müsste. Darüber käme erst wieder das Jahrshoch und später das Rekordhoch in Schlagdistanz. Eine solche Gegenbewegung zeichnet sich derzeit aber nicht ab, sodass vorerst die Abwärtsrisiken üerwiegen. Richtung Süden gilt es die wichtige Leitplanke an der im Februar bereits mehrfach bewährten Unterstützung um 7560 Punkten im Blick zu behalten. Sollte der DAX ein neues Jahrestief ausbilden, findet sich um 7435 bis 7480 Zählern eine weitere veritable Unterstützungszone. Allerdings hat der Bereich seine Qualität als Nachfragegebiet bisher noch nicht unter Beweis gestellt.

Für eine Fortsetzung der Korrektur sprechen weiterhin auch die Indikatoren. Trendfolgende Indikatoren wie der MACD bildeten in den vergangenen Wochen negative Divergenzen aus, die nun ihre Wirkung entfalten. Zudem verläuft seit Ende der vergangenen Woche die MACD-Linie unter der Signallinie – ein deutlicher Hinweis auf eine nachlassende Trenddynamik.

 

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DAX bleibt im ersten Halbjahr in der Range gefangen

Ende vergangenen Jahres lieferte der DAX mit der Rückeroberung der 7500/7550er-Marke das letzte wichtige Kaufsignal. Vor allem im Feburar wurde die Kursregion mehrfach von oben angelaufen und bestätigt, was grundsätzlich für eine nachhaltige Bewegung spricht. Als nächste Hürde lauert das Rekordhoch bei 8151 Punkten. Unmittelbar bevorstehende charttechnische Hürden lassen sich nicht erkennen.

Der erste Anlauf des Marktes an das Top Mitte März scheiterte bereits deutlich unter dem Top und bestätigt zunächst die an dieser Stelle seit Jahresbeginn vermutete Überlegung, dass der DAX zumindest in der ersten Jahreshälfte ein ähnliches Kursverhalten zeigen wird wie im Frühjahr / Sommer 2007. Bereist damals war der DAX über Monate in der Spanne zwischen 7500 / 8200 Zähler gefangen. In den kommenden Monaten wäre somit übergeordnet zunächst nicht mit keiner klaren Trendbewegung zu rechnen. Produkte, die über den Zeitwert zulegen, sind daher zu favorisieren. Erst wenn der DAX per Wochenschlusskurs die Ober- oder Untergrenze deutlich hinter sich lässt, entsteht wieder ein deutlicheres Bild über die weitere Entwicklung.

Etwas Rückenwind kommt von Seiten der Indikatoren. Nach der Winter-Rally wurde der deutlich überhitzte Marktzustand über die Zeitebene abgebaut. Der DSS Bresser verläuft ausgehend vom überverkauften Niveau wieder ansteigend.

 

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DAX über 10.000 möglich, wenn…

Der Monatschart weckt viel Kursfantasie, denn sehr langfristig betrachtet besteht durchaus die Chance auf Auflösung eines sehr großen aufsteigenden Dreiecks. Fünfstellige DAX-Kurse sind somit auch charttechnischer Sicht durchaus in Reichweite. Zwingende Voraussetzung dafür ist aber, dass der DAX auch neue Rekordstände markiert.

Ob dies bereits während der laufenden Aufwärtsbewegung erfolgt oder erst nach einem Rücksetzer (bis maximal an die noch nicht bestätigte untere Trendlinie bei knapp 5000 Punkten), lässt sich aktuell nicht vorhersagen. Immerhin spielt die zeitliche Komponente den Bullen in die Karten. Seit dem Jahr 2000 verkürzen sich die Hausse- und Baissephasen. So dauerte die erste Abschwungphase beginnend Anfang 2000 rund drei Jahre. Der scharfe Rücksetzer ab Anfang 2008 stoppte rund 15 Monate später, in 2011 kapitulierten die Bären nach 5 Monaten. Ähnlich verhält es sich auch mit den Aufwärtsbewegungen.

Auch von Seiten der Indikatoren ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Der trendfolgende MACD notiert aktuell noch deutlich unter den Extremwerten in 1998, 2000 und 2007, ab denen jeweils die Baissephasen einsetzten.

 

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About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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