By 4. Februar 2013 Read More →

DAX-Chartanalyse: Statistik spricht für fallende Kurse

Seit der vergangenen Nacht steht für einige Anleger die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten in diesem Jahr fest: es geht abwärts. Woher diese Erkenntnis kommt und welche Faktoren es kurzfristig zu beachten gilt: Der DAX-Chart-Check für den 4. Februar 2013 liefert die Antwort.

 

Zu Beginn der Woche schiebt der DAX zunächst eine ruhigere Kugel und pendelt um den Schlusskurs vom Freitag bei 7833 Punkten. Anhänger der Statistik verweisen auf den Sieg der Baltimore Ravens im Super Bowl-Finale. Nicht nur die Sportfans auf der ganzen Welt hält die Meisterschaft im American Football in Atem, sondern auch die Börsianer. Denn die Trefferquote des sog. im Super Bowl-Indikators kann sich mit einem Wert von rund 75 Prozent durchaus sehen lassen, auch wenn vor allem in den vergangenen Jahren die Zuverlässigkeit nicht mehr ganz so hoch war. Gewinnt ein Team aus der National Football Conference (NFC), können Anleger auf ein gutes Aktienjahr hoffen. Die Bären jubeln hingegen bei einem Triumpf einer Mannschaft aus der American Football Conference (AFC). Da sich die Baltimore Ravens aus der AFC gegen die San Francisco 49ers (NFC) durchsetzten, bleiben die Aussichten eher mau.

 

Wer hingegen eher auf Fakten vertraut, dürfte sich für eine vorläufige Bilanz der laufenden US-Berichtssaison interessieren. Von den bisher berichteten Unternehmen übertrafen gut 63 Prozent die Gewinnerwartungen der Analysten. Hält die erfreuliche Entwicklung an, so wäre dies nach Angaben von Jefferies die höchste Rate seit dem 4. Quartal 2010. Auch von der Umsatzseite kommen gute Nachrichten. Nachdem die Erlöse zuletzt eher enttäuschten, macht die aktuelle Quote von 62 Prozent über den Prognosen Mut.

 

 

Von der Konjunktur- und Unternehmensseite bleibt der Wochenauftakt eher ruhig. Am Nachmittag kommen aus den USA Zahlen zum Auftragseingang der Industrie. Etwas mehr Spannung verspricht der Dienstag mit den Bilanzen der Munich Re, UBS, Toyota und Walt Disney sowie dem ISM-Index.

 

 

 


Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

Charttechnisch sorgte sowohl der US-Arbeitsmarktbericht am vergangenen Freitag als auch der heutige Wochenauftakt kaum für neue Erkenntnisse. Für ein erstes zaghaftes Kaufsignal sollte der DAX mindestens das bisherige Jahreshoch bei 7872 Punkten überwinden. In diesem Fall wäre Luft bis 7945 Punkte. Die Kursmarke lässt sich aus der Höhe der Seitwärtsbewegung abtragen, die im Januar ausgebildet und nach oben hin aufgelöst wurde.

Neigen die Kurse hingegen zur Schwäche, bildet ein möglicher Aufwärtstrend bei 7820 Punkten eine erste Anlaufstellte. Kommt es zum Trendbruch, droht der DAX in die erwähnte Schiebezone aus dem Januar zurückzufallen. Einen ersten Hinweis darauf würde ein Tagesschluss unter dem jüngsten Korrekturtief bei 7765 Punkten geben. In diesem Fall wäre mit einem erneuten Test der unteren Begrenzung der Range bei 7636 Zählern zu rechnen.

 

 

Ab sofort können Sie hier auch einen Realtime-Chart des DAX sehen. Zusammen mit den Handelsmarken und Terminen beste Voraussetzungen für einen guten Handelstag.

 

Kennzahlen:

DAX-Pivot-Punkte für den 4. Februar:

Für einige Anleger sind Pivot Punkte vielleicht noch Neuland. Kurz zur Erklärung: Die Pivot Punkte dienen der Kurszielbestimmung und haben ihren Ursprung in den Futures-, Termin- und Forexmärkten. Grundannahme ist, dass die Kursbewegungen des vorherigen Handelstages Einfluss auf den neuen Börsentag haben. Berechnungsgrundlage sind daher Tageshoch, Tagestief und Schlusskurs vom Vortag. Als Ergebnis erhält man drei Widerstandsmarken (Resist R 1-3) sowie drei Unterstützungsniveaus (Support S 1-3).

 

wichtige Chartmarken:

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Neue Trendlinien als Orientierung

Die Aufwärtsbewegung im DAX flacht seit Jahresbeginn doch deutlich ab. Keine überraschende Entwicklung, schließlich spurtete der Index ausgehend vom November-Tief auch um gut 800 Punkte aufwärts. Eine Pause ist somit überfällig und lässt sich im Chart durch einen frischen und recht flach ansteigenden Trendkanal belegen. Bisher wurden die Extremzonen noch kaum getestet, so dass die Zuverlässigkeit noch recht gering ist. Dennoch sollte man die Marken von aktuell 7892 Punkten nach oben und 7670 Zählern auf der Unterseite im Hinterkopf behalten. Gleiches gilt auch für einen möglichen Aufwärtstrend bei derzeit 7763 Zählern.

Grundsätzlich bleiben die mittelfristigen Aussichten für den DAX aber weiterhin sehr gut. Dies würde sich erst mit einem Rücksetzer unter das Dezember-Ausbruchsniveau bei 7400 bis 7500 Punkten ändern. Da hier auch die steigende 100-Tage-Linie verläuft, würde ein weiterer Rücksetzer den Aufwärtstrend in große Gefahr bringen. Nachdenklich stimmt weiterhin der recht große Abstand zur 200-Tage-Linie. Trotz der jüngsten Seitwärtsentwicklung im DAX verläuft der viel beachtete Durchschnitt rund 15 Prozent unter dem aktuellen Niveau  – historisch ein recht weiter Abstand, der eine Korrektur überfällig erscheinen lässt.

 

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Vorsicht heiß

Mit dem nachhaltigen Sprung über die Marke von 7600 Zählern legte der DAX zum Jahreswechsel die Basis für weiter steigende Kurse. Bis an das im Sommer 2007 markierte Rekordhoch bei rund 8151 Zählern findet sich im Wochenschart nun keine nennenswerten Widerstände mehr. Ob allerdings auch über dieser psychologisch wichtigen Marke noch genügend Anschlusskäufe für weiter steigende Notierungen erfolgen, erscheint eher fraglich. Mindestens genauso wahrscheinlich ist auch eine Seitwärtsbewegung, wobei das Kursmuster ab der zweiten Jahreshälfte aus 2007 als Blaupause genutzt werden kann. Nach einem möglichen Fehlausbruch oder Pullback um 8150 Zähler wäre eine Rückkehrbewegung bis 7500 Punkten zu erwarten, ehe der DAX unter Schwankungen den nach wie vor übergeordneten Aufwärtstrend fortsetzt und nach oben hin ausbricht.

Dafür spricht auch der inzwischen wieder überhitzte Marktzustand. Indikatoren wie der DSS Bressert verlaufen bereits seit einigen Wochen in der oberen Extremzone. Dieser Zustand kann durchaus noch einige Zeit anhalten, irgendwann kommt es aber zu einer Korrektur. Diese kann entweder über die Preisachse und damit fallende Kurse oder die Zeitebene in Form einer Seitwärtsbewegung abgebaut werden.

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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DAX arbeitet an dem großen Ausbruch

Der Monatschart zeigt deutlich, welches Potenzial an den Aktienmärkten aus charttechnischer Sicht schlummert. Mit der Auflösung des symmetrischen Dreiecks liegt ein rechnerisches Kursziel in Reichweite, welches den Abschluss des im Monatskursverlauf eingezeichneten übergeordneten aufsteigenden Dreiecks zur Folge hätte. Fünfstellige DAX-Kurse sind somit auch charttechnischer Sicht durchaus möglich. Zwingende Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der DAX auch neue Rekordstände markiert.

Ob dies bereits während der laufenden Aufwärtsbewegung erfolgt oder erst nach einem Rücksetzer, lässt sich aktuell nicht vorhersagen. Immerhin spielt die zeitliche Komponente den Bullen in die Karten. Seit dem Jahr 2000 verkürzen sich die Hausse- und Baissephasen. So dauerte die erste Abschwungphase beginnend Anfang 2000 rund drei Jahre. Der scharfe Rücksetzer ab Anfang 2008 stoppte rund 15 Monate später, in 2011 kapitulierten die Bären nach 5 Monaten. Ähnlich verhält es sich auch mit den Aufwärtsbewegungen.

Auch von Seiten der Indikatoren ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Der trendfolgende MACD notiert aktuell noch deutlich unter den Extremwerten in 1998, 2000 und 2007, ab denen jeweils die Baissephasen einsetzten.

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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