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By 15. März 2013 Read More →

DAX-Analyse: Diesen Chart sollten Sie kennen

Der DAX startet in Reichweite der magischen 8151 Punkte-Marke in den Handel. Auch wenn die Trends klar auf neue Hochs zeigen, könnte es gerade heute zu einer Weichenstellung kommen. Die Geschichte lehrt, nun besonders vorsichtig zu sein. Mehr in der neuen DAX-Chartanalyse für den 15. März 2013.  

 

Derzeit gibt es wohl kaum eine Börsenseite, auf der nicht ein Artikel mit der Überschrift „Rekord….“ zu finden ist. Nur der DAX will noch nicht so ganz mitspielen, bisher ist der deutschen Leitindex „nur“ in Reichweite seines Rekordhochs gestiegen. Aber es fehlt nicht mehr viel, genauer gesagt nur noch rund 1 Prozent oder 81 Punkte, wenn man die vorbörsliche Indikation als Basis nimmt. In den USA sind die Bullen auf den ersten Blick schon weiter. Am Donnerstag setzte der Dow seine längste Gewinnserie seit 1996 fort und schloss den zehnten Tag in Folge höher. Ganz nebenbei wurde auch ein neues Rekordhoch erreicht (14.539, 29 Zähler). Allerdings ist der Dow nicht repräsentativ für den US-Aktienmarkt. Ein genaueres Bild liefert der 500 Werte umfassende S&P 500. Der Börsenwert unterstreicht die Relation der beiden Indizes. Während der Dow Jones eine Marktkapitalisierung von rund 3070 Mrd. Euro erreicht, bringen die 500 Unternehmen des S&P rund 10.270 Mrd. Euro auf die Börsenwaage.

Wichtiger ist daher die Frage, ob der S&P sein Top vom 11. Oktober 2007 bei 1576,09 Punkten (auf Schlusskursbasis bei 1565 Punkte) nachhaltig überwindet. Gestern ging es um 0,56% auf 1563,23 Zähler aufwärts. Zwischenfazit: Sowohl der S&P als auch der DAX könnten bereits an einem guten Börsentag die Rekordmarken sprengen. Dabei gilt es natürlich zu berücksichtigen, dass der DAX ein Performance-Index ist und der S&P ein Kurs-Index.

Beim Blick über den Tellerrand schauen wir heute – passend zum dreifachen Verfallstag an den Terminmärkten – etwas genauer auf die Kursentwicklungen nach einem Hexensabbat. Im Chart sehen Sie den Verlauf des DAX seit Anfang 2011 sowie mit einem blauen Pfeil eingezeichnet den großen Abrechnungstag für Futures und Optionen. Es zeigt sich deutlich, dass Verfallstage auch häufig Tage waren, an denen der Markt Bewegungshochs ausbildete. Nicht gerade selten kam es auch zu einer neuen mittelfristigen Trendbewegung.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Interessant erscheint vor allem ein Vergleich mit dem ersten großen Verfall vor einem Jahr. Im Februar 2011 bissen sich die Käufer an der 7000er-Marke die Zähne aus. Anfang März kam es noch einmal zu einem Rücksetzer, eher ein dynamischer Impuls den DAX unter Ausbildung von einigen kleineren Kurslücken über die runde Schwelle hievte. Kommt Ihnen diese Kursentwicklung irgendwie bekannt vor? Richtig. In den vergangenen Wochen haben wir eine sehr ähnliches Verhalten erneut erlebt.

Kurz vor dem Wochenende will ich Sie nicht mit schlechten Aussichten quälen. Dennoch sollten Sie diesen Indikator trotz aller Rekordeuphorie im Hinterkopf behalten. Denn nach dem Bewegungshoch vor einem Jahr sackte der DAX bis Anfang Juni um rund 1300 Zähler ab. Natürlich könnten wir in diesem Jahr etwas glimpflicher davonkommen. Saisonale Muster wie der Präsidentschaftszyklus deuten nun aber ebenfalls auf etwas schwächere Notierungen.

Quelle: wellenreiter-invest.de

Quelle: wellenreiter-invest.de

 


Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

 

Na endlich, es geht doch – wird sich so mancher Trader gedacht haben, als der DAX am Donnerstag mit einem schönen Aufwärtsgab in den Handel startete und sich deutlich von der 8000 nach oben hin absetzte. Im Tagesverlauf schwankte der Index mehrfach um die mittelfristige Aufwärtstrendlinie und beendete die Sitzung schließlich über der Geraden auf Tageshoch. Einige Beobachtungen: Im Tageschart sehen wir eine lange weiße Kerze mit nur sehr wenig Schatten – ein bullisches Zeichen. Dazu passt die deutliche Kurslücke über der 8000er-Marke. Offen ist derzeit allerdings noch, um welche Art von Gab es sich handelt. Fortsetzungs-Gab oder Erschöpfungs-Gap? Die deutlich Zunahme beim Handelsvolumen –  gestern wechselten auf Xetra Aktien im Volumen von 3,6 Mrd. Euro den Besitzer, der 3 Monats-Durchschnitt liegt bei 2,8 Mrd. Euro – könnte eher als Hinweis auf ein Erschöpfungs-Gap gewertet werden. Dazu passt auch die aktuell herrschende Überzeugung auf dem Parkett, dass die Luft für den DAX über dem Rekordhoch wohl sehr dünn wird und Gewinnmitnahmen einsetzen werden.

Doch das sind aktuell nur mögliche Szenarien, bleiben wir bei den Fakten. Hier gilt es auf der Oberseite die seit Anfang Februar bestehende kurzfristige Aufwärtstrendlinie im Auge zu behalten. Die Gerade erweist sich als recht hartnäckig und wurde bisher auf Stundenschlusskursbasis noch nicht überboten. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass sich der DAX nun in unmittelbarer Reichweite zum Rekordhoch aufhält. Ganz nach dem Motto „der Markt will das Rekordhoch sehen“, wäre auch eine kurzzeitige Trendbeschleunigung über die Aufwärtsgerade nicht überraschend. Pro Tag klettert die Begrenzungslinie um rund 15 bis 20 Punkte und erreicht am Nachmittag die 8100er-Marke. Als kleine Hürde könnte sich zu Beginn noch das 161,8% FibonacciRetracement abgeleitet aus der Rechteckformation bei knapp 8080 Punkten erweisen.

Investierte Anleger sollten auf dem erhöhten Niveau aber auch die Risiken beachten. Zuverlässige Unterstützungen in unmittelbarer Umgebung sind derzeit Mangelware. Eher kurzfristig ausgerichtete Anleger setzen auf eine verstärkte Nachfrage bei 8000, 7940 oder 7920 Zählern. Einen besseren Eindruck und damit eine gute Orientierung für etwas länger ausgerichtete Trades erweckt aber erst die Zone um 7870 Punkte.

 

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Kennzahlen:

DAX-Pivot-Punkte für den 15. März:

 

Für einige Anleger sind Pivot Punkte vielleicht noch Neuland. Kurz zur Erklärung: Die Pivot Punkte dienen der Kurszielbestimmung und haben ihren Ursprung in den Futures-, Termin- und Forexmärkten. Grundannahme ist, dass die Kursbewegungen des vorherigen Handelstages Einfluss auf den neuen Börsentag haben. Berechnungsgrundlage sind daher Tageshoch, Tagestief und Schlusskurs vom Vortag. Als Ergebnis erhält man drei Widerstandsmarken (Resist R 1-3) sowie drei Unterstützungsniveaus (Support S 1-3).

 

wichtige Chartmarken:

 

 

 



 

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Kaufinteresse noch etwas zaghaft

Eine Pull-back Bewegung bis an das Ausbruchsniveau bei 7870 Punkten ist noch nicht vom Tisch und eröffnet für Investoren, die den Sprung des DAX aus der Range verpasst haben die Chance, noch einmal „günstig“ in den Markt einzusteigen. Die alte Obergrenze des Rechtecks sollte nun einen Rollentausch von einem Widerstand hin zu einer Unterstützung vollzogen haben. Allerdings ist die Zuverlässigkeit derzeit noch offen, da ein Test bisher noch nicht erfolgte.

Fällt der DAX hingegen wieder in die alte Schiebezone zurück, könnten sich einige kurzfristig ausgerichtete Anleger zügig wieder aus dem Markt verabschieden und den Abwärtsdruck verstärken. Eine etwas verlässlichere Haltezone liegt um 7720 Punkten. Aktuell verlaufen hier die 28- und 55-Tage-Linie sowie ein seit Juni 2012 bestehender Aufwärtstrend. Geht es noch eine Etage tiefer, rückt erneut die Zone um das Jahrestief bei 7560 Punkten auf die Agenda.

Diese eher bearische Sicht auf die Kursentwicklung ist derzeit aber nicht zu favorisieren. Da sowohl wichtige internationale Indizes neue Bewegungs- oder Rekordhochs markieren und auch im DAX die wichtigsten Trendlinien aufwärts zeigen, bleibt der Blick auf das Rekordhoch gerichtet.

 

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Bis ins Frühjahr keine klare Trendbewegung

Auf den ersten Blick vermittelt der Wochenchart ein positives Bild, denn bis an das im Sommer 2007 erreichte Allzeithoch bei rund 8151 Zählern finden sich keine nennenswerten Widerstände. Solange der DAX die Range 7500 / 8200 Zähler aber nicht signifikant durchbricht, kann das Kursmuster ab der zweiten Jahreshälfte aus 2007 als Blaupause genutzt werden. Demnach wäre in den kommenden Wochen mit einer Fluktuation innerhalb der Spanne zu rechnen.

Ganz allmählich kommt zumindest von Seiten der Indikatoren wieder etwas Rückenwind. Nach der Winter-Rally wurde der deutlich überhitzte Marktzustand über die Zeitebene abgebaut. Der DSS Bresser notiert im leicht überverkauften Terrain und deutet nach den jüngsten Kurszuwächsen ein Kaufsignal an.

 

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DAX auf dem Weg in fünfstellige Regionen

Recht entspannt zeigt sich derzeit noch der Monatschart. So ganz allmählich robbt sich der DAX an die historischen Höchststände heran. Damit verbunden ist auch die Chance auf Auflösung eines sehr großen aufsteigenden Dreiecks. Fünfstellige DAX-Kurse sind somit auch charttechnischer Sicht durchaus möglich. Zwingende Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der DAX auch neue Rekordstände markiert.

Ob dies bereits während der laufenden Aufwärtsbewegung erfolgt oder erst nach einem Rücksetzer (bis maximal an die noch nicht bestätigte untere Trendlinie bei knapp 5000 Punkten), lässt sich aktuell nicht vorhersagen. Immerhin spielt die zeitliche Komponente den Bullen in die Karten. Seit dem Jahr 2000 verkürzen sich die Hausse- und Baissephasen. So dauerte die erste Abschwungphase beginnend Anfang 2000 rund drei Jahre. Der scharfe Rücksetzer ab Anfang 2008 stoppte rund 15 Monate später, in 2011 kapitulierten die Bären nach 5 Monaten. Ähnlich verhält es sich auch mit den Aufwärtsbewegungen.

Auch von Seiten der Indikatoren ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Der trendfolgende MACD notiert aktuell noch deutlich unter den Extremwerten in 1998, 2000 und 2007, ab denen jeweils die Baissephasen einsetzten.

 

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Posted in: Indizes

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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