By 5. November 2014 Read More →

Commerzbank – Platz 1 unter den DAX-Aktien

Während die amerikanischen Indizes auch bei der jüngsten Erholungsbewegung ihre Relative Stärke ausspielten und neue Rekorde erreichten, bleiben die heimischen Märkte angeschlagen. Nur wenige Einzelwerte trumpfen mit einer klaren Outperformance auf. Doch auch hier sollte man vorsichtig sein.   

Rund neun Prozent steht der DAX aktuell über dem Tief von Mitte Oktober. Gut, aber es geht noch deutlich besser. Unter den Blue Chips weisen immerhin acht Aktien Kurszuwächse von mehr als zehn Prozent auf. Commerzbank, Deutsche Telekom sowie K+S zählen zu den Top-Performern, die sich am stärksten von dem Mini-Crash erholt haben (Kursgewinne von 13 bis 14,8 Prozent). Bemerkenswert ist auch die kräftige Erholung bei der VW-Aktie. Die Papiere des Autobauers sind der einzige Wert, der seit Jahresbeginn prozentual zweistellig einbüßte, zugleich aber seit Mitte Oktober um mehr als 10 Prozent zulegte. Dennoch sollten Anleger trotz der Relativen Stärke vorsichtig agieren. Denn charttechnisch stehen einige Blue Chips vor richtungsweisenden Handelsmarken. Die genauen Daten und Charts haben wir im gestrigen Webinar besprochen – und natürlich auch die möglichen Auswirkungen der US-Kongresswahlen auf die Aktienmärkte. Klicken Sie einfach auf das Bild:

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DAX: Stunden- und Tagesanalyse

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Die Ausgangslage für den deutschen Aktienmarkt hat sich mit den gestrigen Verlusten nur marginal verschlechtert. Ab 16 Uhr kam verstärkter Verkaufsdruck auf und schickte den Leitindex wieder unter die Marke von 9200. Damit wurde zugleich eine zuvor gerissene Aufwärtslücke nahezu geschlossen. Per Tagesschluss bestätigte der Markt aber zumindest die erste, wenn auch schwache Unterstützung bei rund 9150. Im Webinar bin ich ausführlich auf die technische Verfassung eingegangen und habe ein mögliches Szenario für die kommenden Wochen bzw. ersten sechs Monate skizziert. Demnach steht uns zunächst eine Konsolidierungsphase bevor, die frühestens Ende November in einen neuen Aufwärtsimpuls übergehen wird.

Kurzfristig dürfte der DAX keine charttechnisch relevanten Handelsmarken verletzen. Mit der EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag sowie dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag stehen bis zum Wochenschluss zwei Termine von übergeordneter Bedeutung in der Agenda. Kaum ein Investor wird sich mit größeren Positionen im Vorfeld aus der Deckung wagen, entsprechend gering dürften die Bewegungen ausfallen.

Unter dem Strich wird der Leitindex wohl vorerst in der Range zwischen 8900 bis 9400 laufen. Kursbewegungen innerhalb der Zone sind eher willkürlich. Erst bei einem Ausbruch ist mit neuen Impulsen in Richtung der Bewegung zu rechnen.

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Wochenanalyse:

Ampel bleibt auf Orange

Die technische Lage im mittel- bis langfristigen Wochenchart bleibt unverändert angespannt. Mit dem Mitte Oktober erfolgten Mini-Crash löste der Markt zugleich eine breite Schiebezone zwischen 9000 bis 10.000 nach unten hin auf und lieferte ein klassisches Verkaufssignal. Abgeleitet aus der Höhe dieser Formation wäre eigentlich mit weiteren Verlusten bis in den Bereich um 7750 (roter Balken) zu rechnen. Dieses Kursziel wurde mit der jüngsten Abwärtsbewegung aber nicht erreicht. Der DAX drehte bereits knapp über den 2000 / 2007er-Hochs und eroberte zum Monatswechsel sogar die alte Seitwärtszone zurück. Wie haben somit eine klassische Patt-Situation, Verkaufs- und Kaufsignal heben sich mit dem erneuten Sprung über die 9000 per Wochenschluss auf. Der DSS Bressert zeigt deutlich eine bullische Divergenz, auch der MACD ist derzeit eher überverkauft. Technisch belastet aber unverändert eine Serie von fallenden Bewegungshoch- und Tiefpunkten. Die Tendenz bleibt somit eher negativ. Dies ändert sich erst mit Kursen über dem September-Hoch um 9891.

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Monatsanalyse:

Die Würfel sind offenbar gefallen

Im langfristigen Monatschart standen zwei Szenarien bisher im Blickpunkt: Entweder eine kurze Konsolidierung bei 10.000 mit anschließend weiter steigenden Kursen oder ein klassischer Retest der 2000 / 2007er-Hochs. Gerade die bearische Variante erschien zuletzt deutlich wahrscheinlicher, und so kam es nun auch. Der MACD leistete erneut sehr gute Dienste und warnte frühzeitig vor einer Korrektur. Ich hatte zuletzt mehrfach auf die erhöhten Risiken hingewiesen.

Für Anleger, die den Ausbruch Mitte 2013 verpassten, eröffnete sich somit auf den ersten Blick noch einmal eine gute Gelegenheit zum Einstieg. Allerdings hat sich die Lage im MACD noch längst nicht abgekühlt, wir handeln unverändert auf einem erhöhten Niveau, dass Verkaufssignal ist intakt. Bis in den Bereich um 7750 / 8000 bleibt das Szenario einer Retest-Bewegung noch möglich. Darunter wird es dann deutlich bearischer, Kursverluste bis an die gestrichelte Aufwärtstrendlinie (Hilfslinie) bei rund 6000 wären denkbar, wenn auch das Kursziel aus der Wochenanalyse unterboten werden sollte. Noch aber besteht Grund zur Hoffnung, dass wir diese Kursregionen nicht sehen werden.   

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Posted in: Deutschland, Indizes

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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