Commerzbank landet Volltreffer, Höhepunkt der Woche

Themen des Tages:  Ifo-Index könnte für neuen Impuls sorgen +++ Facebook geht durch die Decke +++ Commerzbank setzt auf die falsche Stadt

 

Sind die gestern veröffentlichten Stimmungsdaten aus der Eurozone mehr als nur der viel zitierte Silberstreif am Horizont? Vielleicht, zumindest die Aktienmärkte zeigten sich doch überrascht von den soliden Werten. Der PMI-Einkaufsmanagerindex für die Eurozone legte im Juli auf 50,4 Zähler zu und zeigt damit zum ersten Mal seit Januar 2012 wieder eine Expansion der Wirtschaft an. Auf Länderebene bleibt die deutsche Wirtschaft der entscheidende Faktor: Der PMI kletterte kräftig von 50,4 auf 52,8 Punkte und sendet gute Vorgaben für den am Vormittag anstehenden Ifo-Geschäftsklimaindex. Auch die Stimmungsumfrage Sentix sowie der stabile ZEW-Index lassen durchs eine positive Überraschung auf der Oberseite zu. Nach 105,9 Punkten rechnen Volkswirte mit einer Verbesserung auf 106,1 Stellen. Damit liegt die Stimmung der Unternehmen aber weiter über ihrem langfristigen Durchschnitt (rund 101 Punkte) und deutet auf ein solides Wachstum in der 2. Jahreshälfte 2013 hin. Die Luft nach oben wird aber langsam dünn, denn wir bereits gestern an dieser Stelle beschrieben belasten Sorgen vor einer schwächeren Wirtschaftsentwicklung in China, dass in der jüngeren Vergangenheit einer der Haupttreiber für den wichtigen deutschen Export war.

 

 

 

Zum heutigen Handelstag

Während Microsoft und Google mit ihren mauen Bilanzen im Technologiesektor zunächst für lange Gesichter sorgten, wendet sich nun offenbar das Blatt. Gestern feierten die Investoren das Zahlenwerk von Apple (+5,1 Prozent auf 440 Dollar), nachbörslich legte Facebook mit überraschend starken Daten nach. Sowohl der Gewinn je Aktie (0,19 Dollar) als auch der Umsatz (1,81 Mrd. Dollar) lagen deutlich über den Konsensschätzungen (0,19 Dollar / 1,62 Mrd. Dollar). Facebook-Aktie schossen im späten Geschäft um 16 Prozent in die Höhe.

Ganz andere Sorgen haben mal wieder die Aktionäre der Commerzbank. Zuletzt zeigte der Wert eine deutliche Erholung, führt sogar mit Kursgewinnen von acht Prozent in den vergangenen fünf Handelstagen die Hitliste im DAX an. Auch gestern erobert die Nummer Zwei in Deutschland den Spitzenplatz und beendete die Sitzung gut drei Prozent höher. Erstmals seit Januar eroberte die Aktie sogar die 21-Tage-Linie, also den monatlichen Durchschnittskurs, zurück. Heute droht hingegen ein empfindlicher Rücksetzer. Nach Informationen der FAZ hat die Commerzbank mal wieder einen Volltreffer gelandet – im negativen Sinn. Demnach zählt das Institut zu den Hauptgläubigern der jüngst pleite gegangenen US-Autometropole Detroit, noch vor Hypo Real Estate und Dexia. Angeblich hat die Coba der insolventen Stadt rund 400 Mio. Dollar geliehen. Immerhin: Die FAZ meldet auch, dass  die Commerzbank schon in früheren Jahren einen Teil der Nominalforderung an Detroit von offenbar gut 400 Millionen Dollar abgeschrieben hat. Dadurch könnte sich der Schaden auch  in Bezug auf die Quartalszahlen am 8. August in Grenzen halten.

 

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About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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