By 4. November 2013 Read More →

Chart-Check Allianz – 17 Prozent Potenzial, wenn die Käufer aktiv werden

Um rund 15 Prozent verteuerte sich die Allianz-Aktie seit Jahresbeginn und behauptet sich in der Performance-Rangliste knapp im oberen Drittel. Charttechnisch steht die Börsenampel eigentlich auf Grün. Dennoch drängt sich ein Einstieg noch nicht auf.

 

Im Kursverlauf der Allianz-Aktie auf Tagesbasis fallen zunächst steigende Bewegungstiefpunkte auf der Unterseite auf. Jeder Kursrücksetzer wurde jeweils immer früher wieder aufgekauft, was als klares Indizes für einen sich verstärkenden Kaufdruck spricht. Zugleich war die Aktie seit Mai im Bereich um 121 / 122 Euro gedeckelt. Mitte und Ende Mai drehte die Aktie auf diesem Niveau wieder nach unten, auch ein zweiter Anlauf im August scheiterte. Mitte Oktober erfolgte schließlich der sich abzeichnende Ausbruch auf der Oberseite. Allerdings blieben Anschlussläufe oberhalb von 125 Euro aus. Die Aktie arbeitete somit nahezu perfekt das Projektionsziel aus der nach oben aufgelösten Flaggenformation ab.

Grundsätzlich erscheinen die Chancen auf der Oberseite derzeit noch größer, denn mit dem Sprung über die Barriere um 122 Euro löste die Aktie ein aufsteigendes Dreieck nach oben hin auf. Aus der Höhe dieser Formation errechnet sich ein potenzielles Zielgebiet von 142 Euro, entsprechend rund 17 Prozent abgetragen auf den Ausbruchspunkt. Auch mit Blick auf den Wochenkursverlauf lassen sich keine unmittelbaren horizontalen Barrieren ausmachen. Erst bei rund 134 / 135 Euro liegt eine mögliche Barriere, wobei diese in 2008 ausgebildet wurde und inzwischen nur noch eine untergeordnete Relevanz besitzen sollte.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.
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Dennoch müssen die Käufer nun weiter am Ball bleiben, um neue Aufwärtsfantasie am Leben zu  halten. Als mögliches Einstiegssignal für eine neue Aufwärtswelle könnte die runde Marke von 125 Euro dienen, die zugleich auch das erste Zielgebiet der Flaggenformation ist. Wird das Niveau per Tagesschluss nachhaltig übersprungen, könnte die Aktie bis 134 Euro, mittelfristig auch 140 Euro steigen. Auf der Unterseite gilt es allerdings genau das Ausbruchsniveau um 121 / 122 Euro im Auge zu behalten. Ein Tagesschluss unter 121 Euro erhöht deutlich die Gefahr einen Fehlausbruchs auf der Oberseite. Auch die Markttechnik stimmt eher vorsichtig, denn der MACD steht bereits auf „Verkaufen“.

Neue Long-Engagements oberhalb von 125 Euro sollten somit eng mit einem Stopp bei rund 119 – 121 Euro abgesichert werden, um ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis zu sichern. Auf der Short-Seite bietet sich noch kein Einstieg an, da im Chart noch keine eindeutigen Verkaufssignale aktiviert wurden.

Wer sich die Aktie auf die Beobachtungsliste setzen möchte, sollte den 8. November rot markieren. Der Versicherungskonzern wird an diesem Tag den Zwischenbericht für das dritte Quartal präsentieren. Mögliche Fehlausbrüche auf der Ober- und Unterseite wären dann nicht überraschend.

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Bildquelle: Allianz AG

Posted in: Aktien, Deutschland

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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