By 25. März 2015 Read More →

Barrick Gold: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Nicht nur der DAX reagiert derzeit auf nahezu jede Bewegung beim Währungspaar EUR/USD, auch am Goldmarkt verfolgt man die Devisenkursentwicklung sehr genau. Fast auf den Tag genau bildeten sowohl EUR/USD als auch der Goldpreis ihren jüngsten Tiefpunkt aus. Doch ist gibt noch zahlreiche weitere Einflussfaktoren zu beachten, auch bei Goldminenaktien.  

Die Logik dahinter ist einleuchtend: Eine Dollar-Aufwertung macht das Edelmetall für Investoren außerhalb der USA teurer, entsprechend sinkt die Nachfrage. Aber nicht nur die Währungsentwicklung beeinflusst den Kurs des Edelmetalls. Auch die Zinsentwicklung spielt eine wichtige Rolle. Dazu ein Beispiel: Ende vergangenen Jahres lagen die Zinsen für 10 jährige US-Staatsanleihen bei 2,1 Prozent. Unter Berücksichtigung einer Inflationsrate von 0,8 Prozent entsprach das einem realen Zinsniveau von 1,3 Prozent. Inzwischen sind die Verbraucherpreise in den negativen Bereich gelaufen, die reale Verzinsung ist auf 2,3 Prozent gestiegen. Weil Gold im Gegensatz zu Anleihen keine Zinsen abwirft, büßt das Edelmetall an Attraktivität ein. Sollte die US-Notenbank Fed im Laufe des Jahres 2015 mit ihrem Zinserhöhungszyklus starten, dürften weltweit die Renditen anziehen.

Auch die Entwicklung an den Aktienmärkten gilt es zu beachten. Erreichen die Dividendenwerte neue Bestmarken in Serie, verliert das Edelmetall an Attraktivität. Die beeindruckende Rally der vergangenen Wochen in Europa stellte somit auch einen Belastungsfaktor dar.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Schließlich gilt es noch die physische Nachfrage und die Entwicklung beim „Papier-Gold“ (ETFs) zu berücksichtigen. Hier gab es in den vergangenen Monaten nicht selten sehr gegenläufige Entwicklungen. In den USA hat zuletzt das Interesse an Gold spürbar nachgelassen. Nach Angaben der US-Münzanstalt wurden im Februar nur 18,5 Tsd. Unzen Goldmünzen verkauft, rund 40 Prozent weniger als im Vorjahr. Dem steht die Nachfrage durch Notenbanken entgegen. In vielen Schwellenländern haben die Währungshüter ihre Goldbestände zur Diversifizierung der Währungsreserven weiter aufgestockt. Zudem verlagert sich die Nachfrage immer weiter nach Asien. Aktuell belaufen sich die Auslieferungen auf dem größten Handelsplatz Chinas für physisches Gold, der Shanghai Gold Exchange, bereits auf rund 60 Tonnen pro Woche. Gold-ETFs waren hingegen in den vergangenen rund drei Wochen weit oben auf der Verkaufsliste zu finden. In den vergangenen 18 Tagen kam es zu Abflüssen von rund 53 Tonnen.

Anleger die beim begehrten Edelmetall einsteigen, müssen daher zahlreiche Einflussfaktoren beachten. Dies gilt verstärkt für Engagements bei den Goldminenwerten wie Barrick Gold. Beim Branchenprimus steht der Schuldenabbau (Nettoschulden Ende 2014 von 10,1 Mrd. Dollar) ganz oben auf der Agenda. Zudem wird eine höhere Profitabilität angestrebt, die Bezahlung der wichtigsten Manager wird an die Rendite der jeweiligen Mine gekoppelt.

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Für die Aktie sprechen die niedrigen Vollkosten von 860 bis 895 Dollar  je Unze, die großen Konkurrenten arbeiten mit 980 Dollar je Unze. Der Chart zeigt zudem die enge Korrelation der Aktie mit dem Goldpreis (horizontale Markierungen). Im Chart-Webinar haben wir uns weitere Goldminenwerte angeschaut und auch den Ölpreis genauer analysiert. Um die Aufzeichnung zu sehen, bitte einfach auf das Bild klicken:

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About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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