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By 24. Oktober 2013 Read More →

Ausgangslage wie 2011

Themen des Tages:  Heiße Zonen +++  Aufgepasst bei zu viel Euphorie +++ Daimler, SAP, Celesio +++

 

 

Eine erste Attacke haben die Bären im S&P gestern abgewendet, mehr aber auch nicht. Insgesamt fiel auf, dass die zuletzt starken Technologiewerte etwas deutlicher verkauft wurden, Nasdaq 100 und Nasdaq Composite büßten um rund 0,6 Prozent ein, während Dow Jones sowie S&P um 0,4 Prozent nachgaben. Unter den Verlierern bei den Blue Chips waren wie bereits am Dienstag erneut Bank-Aktien zu finden, aber auch Tech-Werte wie Microsoft und Cisco tummelten sich  am Indexende. Um kräftige sechs Prozent sackte Caterpillar ab, der Baumaschinenhersteller reduzierte seine Prognose.

Die langsam überkaufte Lage bei den Indizes lässt sich auch unter der Oberfläche beobachten. Rund 77 Prozent der in New York gehandelten Aktien notieren über ihrer kurzfristigen 20-Tage-Linie, ebenfalls 77 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt sowie 76 Prozent über der 150er- und 200er-Mittellinie. Vor allem in der kurzfristigen Einstellung handeln wir auch historisch gesehen auf einem oberen Extremniveau, bei den längerfristigen Durchschnitten beginnt die heiße Zone ab 80 Prozent.

Zwei Charts stehen dabei exemplarisch für die aktuelle Situation an den US-Aktienmärkten. Den ersten Kursverlauf kennen Sie bereits, es handelt sich um den S&P 500, der weiterhin seine Grenzen auf der Oberseite auslotet.

 

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Mindestens genau so wichtig ist es aber auch das Verhalten des spekulativen Kapitals zu beachten. Dazu bietet sich ein Performance-Vergleich zwischen dem Russell 2000 an, in dem die amerikanischen Nebenwerte gelistet sind sowie den Blue Chips im Russell 1000. Ist die Stimmung an den Aktienmärkten gut, zeigen meistens die Mid Caps eine bessere Performance als die Schwergewichte. Allerdings zeigt die Vergangenheit auch, dass eine zu starke Outperformance auf eine Übertreibungsphase hindeutet, die vielfach über eine starke Korrektur bereinigt wird. Genau diese Situation liegt inzwischen vor. Die blaue Linie in der Mitte zeigt das Verhältnis von Russell 2000 zu Russell 1000. Steigt der Signalgeber, entwickeln sich die Nebenwerte besser. Vor allem ab April trifft dies auf den US-Markt zu, inzwischen lässt sich eine deutliche Übertreibung diagnostizieren. Zuletzt handelten wir Mitte 2011 auf einem ähnlichen Niveau, der Chart zeigt deutlich, was danach passierte. Natürlich muss es nicht erneut zu einem crashartigen Rücksetzer kommen. Es empfiehlt sich aber, Positionen nun genau zu verfolgen und abzusichern. Für Neuengagements ist das Chance-Risiko-Verhältnis unattraktiv.

 

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Zum heutigen Handelstag

Daimler hat die hohen Erwartungen erfüllt, erstmals seit fünf Quartal blieb wieder mehr in der Kasse. Das Ebit kletterte auf 2,23 Mrd. Euro und lag damit über den Erwartungen von zwei Mrd. Euro. Auch die Umsatzprognose von 30 Mrd. Euro erfüllten die Stuttgarter, Wachstumstreiber wie die A-, B- und E-Klasse liefern kräftig Rückenwind. Der Jahresausblick wurde bestätigt, die Aktie legt um 2,2 Prozent zu, bleibt aber nach wie vor unter der 60 Euro-Marke. Die Chartanalyse von Mittwoch hat somit weiterhin Gültigkeit (Link). SAP ist nach den Zugewinnen der vergangenen Tage im Mittelfeld zu finden, nachdem die Software AG trotz enttäuschender Zahlen ihre Jahresprognose bestätigten. Deutlich aufwärts geht es für Celesio, der US-Pharmahändler McKesson will die Stuttgarter für 6,1 Mrd. Euro übernehmen.

 

 

 


Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

 

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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