200-Tage-Linie liefert noch kein Warnzeichen

Themen des Tages: Indikator auf Basis Gleitender Durchschnitte +++ Berichtssaison nimmt an Fahrt auf +++ Chancen bei geringem Handelsvolumen

 

 

Auf Schlusskursbasis erreichte der DAX am vergangenen Freitag bereits mit 8122,29 Punkten einen neuen Rekord. Jetzt fehlt nur noch der Sprung über das Intraday-Hoch bei 8151,57 Punkten vom 13. Juli 2007. Die wichtigsten US-Indizes sind in diesem Punkt bereits einen deutlichen Schritt weiter. Kurz vor dem Wochenende kletterte der Dow Jones erstmals in seiner Geschichte über die 15.000 Punkte-Marke und markierte ähnlich wie der marktbreitete S&P 500 erneut einen Höchststand.

Betrachtet man aktuell nur den Abstand des S&P 500 zu den wichtigsten langfristigen Durchschnitten und damit der 100- und 200-Tage-Linie, so ist durchaus noch etwas Luft nach oben. Im Chart ist der prozentuale Abstand dargestellt sowie rot eingefärbt die Zone, in der es in den vergangenen Jahren häufig zu einer Konsolidierung im amerikanischen Leitindex kam. Vor allem der viel beachtete 200-Tage-Durchschnitt lieferte dabei recht gute Signale und warnte vor einer Überhitzung. Demnach sollten Anleger vorsichtig werden, wenn sich der S&P um mehr als 12,5 Prozent von der Durchschnittslinie nach oben hin entfernte. Aktuell liegt die Differenz bei rund 10,3 Prozent.

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In den kommenden Tagen stehen die Chancen für eine Fortsetzung der auf einer Liquiditätsschwemme basierenden Rally nicht schlecht. Von der Konjunkturseite gibt es zwar kaum Impulse, dafür könnte die in Fahrt gekommene Berichtssaison den DAX stützen. Der Fahrplan für diese Woche: Heute präsentierte bereits Linde seine Bilanz (besser als erwartet), am Dienstag folgen die Commerzbank und Munich Re (Prognose: Gewinn je Aktie plus 19,5 Prozent auf 5,25 Euro), zur Wochenmitte kommen Deutsche Telekom (Umsatzrückgang von 3,7 Prozent auf 13,9 Mrd. Euro), Henkel, Lanxess, HeidelbergCement und Eon (Analysten rechnen mit Gewinn je Aktie von neun Euro). Auf den ersten Blick deutlich unter die Räder kommen heute die Aktien von Eon. Doch der kräftige Abschlag von knapp acht Prozent ist auf den Dividendenabschlag zurückzuführen. Anleger erhalten heute 1,10 Euro je Aktie.

Als Hilfreich könnte sich auch die eher gering erwartete Handelsaktivität in den kommenden Tagen erweisen. Am Donnerstag ist zwar ein bundesweiter Feiertag (Christi Himmelfahrt), die Börse ist dennoch geöffnet. Die Bullen könnnten somit leichtes Spiel haben, den DAX weiter nach oben zu bewegen.

 

 


Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

 

Posted in: Marktanalysen

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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