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By 8. Juni 2015 Read More →

Größere Korrektur oder nur ein Atempause?

Ähnlich wie von mir hier schon vermutet, geht das „Gewurschtel“ in die nächste Runde, da der IWF Griechenland einen Aufschub bis Ende des Monats gegeben hat. Damit bleibt uns die Unsicherheit erhalten – und bekanntlich gibt es nichts, was Investoren so sehr verabscheuen wie Unsicherheit.

Liebe Leserinnen und Leser,

Ein paar Dinge im Markt gefallen mir ganz und gar nicht. Vor allem natürlich, dass es nach wie vor keine Entscheidung und damit keine Sicherheit für uns Börsianer wegen der griechischen Schuldenproblematik gibt. Ebenfalls problematisch sind die Signale des inneren Marktes, der von innen her aufweist. Wie hier schon häufig geschrieben, ist dies zwar „nur“ ein Risikoindikator und kein unfehlbares Prognoseinstrument. Immerhin wird aber deutlich, dass JETZT große Anleger systematisch Kapital abziehen. Nur wer versteht, was heute im Markt geschieht, kann daraus wertvolle Folgerungen für die Zukunft ableiten.

Vola erhöht sich

Was mir ebenfalls als Investor nicht gefällt, ist die steigende Volatilität. Ausgelöst wird diese auch von den jüngst wieder deutlich steigenden Zinsen. Still und leise haben jüngst z.B. die Renditen in den USA ein neues Jahreshoch markiert. Aber auch der europäische Bund Future signalisiert steigende Zinsen, was bestimmt nicht spurlos an den Märkten vorübergeht.

Am Freitag wurden sehr überzeugende Daten (na ja, wenn man der offiziellen Statistik folgt) des US- Arbeitsmarktes veröffentlicht. Demnach steigen die Löhne leicht an und da die Energiepreise sich ebenfalls langsam befestigen, muss mit einer steigenden Inflation gerechnet werden. Ich gehe davon aus, dass die altbekannte Diskussion, wann die USA langsam die Zinsen erhöhen, jetzt neu gestartet wird.

Genau diese Unsicherheit spiegelt sich in den Aktienmärkten, bzw. im wichtigen inneren Markt. Es schadet also nichts, Positionen abzusichern oder einen Put ins Depot zu nehmen. Auf jeden Fall aber sollte man die Kassenposition erhöhen – meiner bescheidenen Meinung nach.

Natürlich ist das Instrument des „inneren Marktes“ nicht unfehlbar. Jede größere Konsolidierung oder Korrektur wird aber von einem Aufweichen des Marktes von innen her begleitet – auch wenn natürlich jeder Markt blitzschnell wieder drehen kann.

Hier ist die Relation der Titel des S & P 500 Index abgebildet, die auf einem Kaufsignal der P & F Technik notieren. Deren Anzahl verringert sich nun schon (mit Gegenbewegungen ) seit dem Sommer 2014. Heute handeln nur noch etwa 64 % der Index-Mitglieder auf einem Kaufsignal.

Wie Sie sehen, befindet sich der Bullish Percent für den S & P 500 in einer negativen 0-Spalte, was bedeutet, dass systematisch Kapital aus dem breiten Markt abgezogen wird. Vor allem aber hat sich ein lupenreines Verkaufssignal der P & F Technik gebildet, da die aktuelle 0-Spalte von oben kommend die wichtige 70 % -Schwelle unterschritten hat. Vom heutigem Niveau aus ist die potentielle Fallhöhe also relativ groß und der Markt ist noch längst nicht überverkauft – gemessen nach dieser Methode.

DAX auf Messersschneide

Zum Wochenauftakt macht es der DAX mal wieder richtig spannend und hat sich exakt auf die aufsteigende Trendgerade gelegt. Auf diesem Niveau ist außerdem eine wichtige Unterstützung in Form des Zwischentief von Anfang Mai ( Verlängerung der roten Linie, die ich Ihnen eingezeichnet habe).

Nun müssen die Investoren „liefern“ – oder der DAX wird seit langer Zeit erstmals wieder unter seine Aufwärtstrendgerade rutschen. Natürlich kann es auch hier immer wieder Fehlsignale geben – vor allem an wichtigen und umkämpften Punkten sind diese nicht einmal selten- aber in den kommenden Tagen sollten wir Investoren etwas genauer hinsehen und unsere Positionen gut im Blick behalten.

Falls Sie Fragen zu meinem Text haben, sich für die Philosophie des inneren Marktes interessieren oder wissen wollen, wie man diese Technik sinnvoll für Ihre Altersvorsorge nutzen kann, wenden Sie sich einfach an mich. Denn schließlich  gibt es kaum etwas wichtigeres für einen Investor als ein Instrument in den Händen zu halten, welches systematisch Vorschläge macht, ob man sein Portfolio entweder offensiver oder defensiver ausrichten sollte. Auch wenn die Presse und die Lobbyisten der Banken und ETFs mit großem Aufwand behaupten, Market-Timing wäre unmöglich, bin ich trotzdem davon überzeugt, dass es sinnvoll ist, an gewissen Punkten in den Markt einzugreifen. Auch für langfristig orientierte Investoren ist es ein Unterschied, ob man kurz nach oder kurz vor einer größeren Korrektur einsteigt. Wegen der zunehmenden Schwankungen von Aktien und der Risiken beim Rentenmarkt, will ich Sie noch einmal auf den Windfonds hinweisen, den ich Ihnen etwas weiter unten kurz beschreibe und den ich für sehr aussichtsreich halte.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Erfolg mit ihren Positionen.

Mit sommerlichen Grüßen aus Bonn,

Ihr Klaus Buhl

Posted in: Gastbeiträge

About the Author:

Klaus Buhl ist seit über 15 Jahren als Portfoliomanager und Analyst tätig und betreibt u.a. das Portal www.libra-invest.de. Dort erhalten Sie praktische Hinweise über die sinnvolle Kombination von marktneutralen bzw. vermögensverwaltenden Strategien in Abhängigkeit vom jeweiligen Börsenzyklus. Ein kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen. „Ich verspreche Ihnen keinen schnellen Reichtum, aber konstante Performance und regelmäßige Erträge in jeder Marktphase. Aber vor allem: Keine Verluste mehr!”

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