By 17. Februar 2014 Read More →

Gold beendet Abwärtstrend

Ein Strohfeuer war die jüngste Erholung an den Aktienmärkten mit Sicherheit nicht. Ob der DAX aber in den kommenden Wochen ein Doppel-Top ausbildet, ist noch nicht entscheiden. Klare Signale kommen hingegen von den Edelmetallmärkten.  

Liebe Leserinnen und Leser,

da war ich in der vergangenen Woche wohl etwas zu vorsichtig, bzw. habe mich zu sehr auf die Risiken des übergeordneten inneren Marktes konzentriert. Zum Glück habe ich Ihnen aber dafür umgekehrt die großen Chancen, die die Minenaktien derzeit bieten, ebenfalls an einem Modell des inneren Marktes gezeigt (quasi zur Wiedergutmachung). Aber Spaß bei Seite, wenn Sie langfristig zu den Gewinnern an der Börse gehören wollen, sollten Sie sich stets auf die Risiken konzentrieren – dann kommen die Gewinne von alleine. Hier geht es zu meinem informativen Newsletter, falls Sie keine Signale des inneren Marktes mehr verpassen wollen.

Der Wegweiser rotiert

Keine Frage, die charttechnische Situation hat sich in den vergangenen Tagen stark aufgehellt. Mehr als die Hälfte der Verluste wurden an den meisten Indizes wieder aufgeholt. Dies ist ein Zeichen von Stärke und mindert ganz deutlich das Risiko, dass wir aktuell nur ein Strohfeuer inmitten einer Umverteilungsphase sehen. Trotz bzw. wegen des positiven Impulses bleibt es schwierig, die äußeren Charts mit dem inneren in Einklang zu bringen. Bezüglich des von mir hier eng verfolgten NYSE Bullish Percent bleiben wir in einer negativen 0-Spalte, was darauf deutet, dass wir längerfristig noch nicht „über den Berg sind“. Dafür bessert sich aber der „kleine Bruder“ dieses Indikators sehr stark auf, der die Aktien zählt, die oberhalb Ihrer 50-Tage-Linie handeln.

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Quelle: Quelle: stockcharts.com

Die untere extreme Zone haben wir sehr schnell wieder verlassen. Erneut hat sich diese Region als perfekte Trading-Chance gezeigt – wenn man beherzt gehandelt hat. Spannend wird es hier in den kommenden Tagen.

Dann könnte schon eine Vorentscheidung fallen, falls der Indikator die fallende negative Widerstandslinie knackt. Diese verläuft heute bei etwa 68 %. Insgesamt hat der zyklische 50-Tage-Indikator noch Luft nach oben. Erst oberhalb von 75 % wurde in den vergangenen Monaten die Luft regelmäßig dünner.

Gold springt über die Hürde

Kaum war der Goldpreis unter die angeblich entscheidende Marke von 1.200 $ gerutscht und kaum hatten sich alle Bären, die es immer schon wussten gemeldet, da zog der Goldpreis auch schon wieder an. Erst langsam und in Form einer Bodenbildung. Ende Januar wurde dann die 50-Tage Linie geknackt und von oben bestätigt. Heute handelt Gold bereits unmittelbar vor dem Bollwerk der fallenden 200-Tage-Linie (die man im Chart nicht sieht), die zu einer harten Probe für die Bullen werden könnte.

Quelle: stockcharts.com

Quelle: stockcharts.com

 

Zwei Dinge fallen sofort auf: erstmals seit November (Buchstabe B) handeln wir wieder über 1.300 $ und oberhalb der fallenden Widerstandsgeraden. Außerdem hat sich erstmals seit vielen Monaten wieder eine Aufwärtstrendgerade gebildet. Im Sinne der P & F Technik ist der Abwärtstrend beendet. Deshalb werde ich im Premiumbrief weiter nach Investitionsmöglichkeiten in diesem Sektor suchen.

DAX: wichtige Widerstände geknackt

Die hier in der Vorwoche beschriebene „zarte Bodenbildung“ hat sich zu einer dynamischen Rallye gemausert. Schneller als erwartet haben die Käufer die vermeintlichen Widerstände zwischen 9.350 und 9.450 Punkten geknackt. Die meisten Charttechniker zögern noch und warten lieber, ob die alten Hochs bei 9.800 überboten werden. Dann wäre zwar die Sicherheit vermeintlich höher – aber auch ein großer Teil der Rallye schon gelaufen. Im P & F Chart erkennen Sie an der langen X-Säule das starke Übergewicht der Käufer auf jetzigem Niveau. Komplett hat sich die Situation im Vergleicht zum Jahresende gedreht. Diese starke Konzentration auf das Ergebnis des Kampfs zwischen Angebot und Nachfrage ist der große Vorteil dieser Technik.

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Quelle: stockcharts.com

 

Ich vermute, daß der DAX nun eine gewisse Ruhephase benötigt, bevor er das alte Hoch in Angriff nimmt. Bitte achten Sie darauf, ob sich in der Umgebung des alten Hochs nicht doch ein Doppeltop bildet. Dann würden die Karten neu gemischt und das Projektionsziel von über 10.000 Punkten würde in weite Ferne rücken.

Herzliche Grüße aus dem Rheinland,

Ihr Klaus Buhl

 

Posted in: Gastbeiträge

About the Author:

Klaus Buhl ist seit über 15 Jahren als Portfoliomanager und Analyst tätig und betreibt u.a. das Portal www.libra-invest.de. Dort erhalten Sie praktische Hinweise über die sinnvolle Kombination von marktneutralen bzw. vermögensverwaltenden Strategien in Abhängigkeit vom jeweiligen Börsenzyklus. Ein kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen. „Ich verspreche Ihnen keinen schnellen Reichtum, aber konstante Performance und regelmäßige Erträge in jeder Marktphase. Aber vor allem: Keine Verluste mehr!”

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