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By 18. April 2016 Read More →

Apple – vom Wachstumstitel zum Value-Investment

Die schönen Frühlingstage erinnern uns daran, dass die US-Berichtssaison nun so richtig losgeht. Zwar waren die ersten Ergebnisse von Alcoa und JP Morgan nicht gerade berauschend, aber immerhin ausreichend, um die sehr bescheidenen Erwartungen der Investoren zu befriedigen.

Im Durchschnitt wird mit einem Rückgang von etwa 8- 10 % gerechnet. Die Erwartungen sind also gering – und dies ist eine gute Nachricht für uns Investoren. Sollten die Ergebnisse in etwa wie erwartet ausfallen, vielleicht sogar geringfügig besser und mit zuversichtlichen Ausblicken der Geschäftsleitung verbunden, dann müssen wir uns keine besonderen Sorgen um den weiteren Kursverlauf machen. Denn bekanntlich wird an der Börse die Zukunft und nicht die Gegenwart gehandelt. Da die Erwartungen gering sind – Analysten rechnen für den S & P 500 mit dem fünften Rückgang der Quartalsgewinne infolge – wird es also nicht schwer sein, die Erwartungen zu übertreffen. Vielleicht war der Sprung des DAX über die wichtige Barriere von 10.000 Punkten insofern schon ein positives Anzeichen für die neue Wochen.

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Dies ist meiner Meinung nach der wichtigste Grund für die Kurssteigerungen der vergangenen Tage. Obwohl natürlich die konjunkturelle Entspannung in China, die steigenden Rohstoffpreise und der wohlwollende Bericht der US-Notenbank FED auch nicht geschadet haben.

Jedenfalls wird in diesen Tagen und wegen der extremen Kursschwankungen im ersten Quartal deutlich, dass es nicht schadet, sich als Investor ein wenig von der nervösen Masse der Anleger zu distanzieren. Wer von uns hätte Anfang Februar wirklich darauf gewettet, dass bereits Mitte April die starken Kursverluste wieder fast ausgebügelt sein könnten? In Zeiten einer Geldpolitik mit extrem hoher Liquidität und Negativ- Zinsen, in der sich die Bewertung von Sachwerten relativ verschiebt, wird es immer wichtiger, Volatilität nicht nur als Risiko sondern auch als Chance zu betrachten. Und genau dafür will ich Ihnen heute ganz speziell die Risikomodelle des so inneren Marktes empfehlen.

Denn obwohl viele Indizes kurzfristig etwas „warm gelaufen“ sind und erst gestern der Internationale Währungsfonds IWF vor größeren Turbulenzen und Risiken im Finanzsystem gewarnt hat, ist die Lage an den Märkten besser als die Stimmung.

Der innere Markt zeigt den Vorteil der Käufer

Die folgende Grafik zeigt Ihnen den wichtigsten Risikoindikator des inneren Marktes. Abgebildet sehen Sie die Relation der an der New Yorker Börse NYSE  gehandelten Aktien, die auf einem Kaufsignal der P & F Technik handeln. 66 % der notierten Aktien befinden sich auf einem Kaufsignal, was auf eine sehr breite und positive Marktbeteiligung deutet. Außerdem zeigt Ihnen die rechte, positive und dynamische X- Spalte, die die vorhergehende X Spalte überragt, dass sich der US- Aktienmarkt in seiner positivsten Ausprägung befindet. Diese wird als „Bull Confirmed“ bezeichnet, also als ein bestätigter Bullenmarkt. Dies bedeutet, dass die Anzahl der Kaufsignale nicht nur hoch ist, sondern die positive Dynamik weiter zunimmt. Immer mehr Aktien aus immer weiteren Sektoren geraten also unter den Einfluss der Nachfrage und notieren oberhalb ihrer wichtigsten Unterstützung im Sinne der P & F Philosophie.

Bitte beachten Sie, dass jeder Aktienmarkt sich möglichst lange im neutralen Bereich zwischen den beiden extremen Bereichen (oberhalb von 70 % und unterhalb von 30 %) aufhält. Die guten Kaufgelegenheiten finden Sie in der unteren Zone. Oberhalb von 70 % sollten Sie eher nach zurückgebliebenen Einzeltiteln suchen, als in der Breite dem Markt hinterher zu jagen. Kritisch wird es aber erst, falls sich der gezeigte Indikator in einer negativen 0- Spalte aus der oberen Zone nach unten wieder verabschiedet. Davon sind Sie aber heute noch ein Stück weit entfernt.

Interessant ist, wie schnell sich Anfang Februar die Anzahl der Aktien, die auf einem Kaufsignal der P & F Technik notieren, wieder erholt hat. Fast wie von einem Gummiband gezogen, schoss der Indikator in die Höhe und signalisierte ihnen die Stabilisierung des Marktes.

Per heute werden etwa 66 % der an der NYSE notierten Aktien von der Nachfrage gelenkt, bzw. bilden ein Kaufsignal der P & F Technik. Dies ist eine positive Marktbreite, da sich die Nachfrage quer über die meisten Sektoren erstreckt. Eine wichtige Ausnahme ist in diesem Zusammenhang übrigens der wichtige Bankensektor.

Bitte beachten Sie, dass dieser Indikator in erster Linie ein Risikoindikator ist und kein Timing-Instrument. Trotz der positiven Marktbeteiligung befinden wir uns aber von einer für uns Anleger übergeordnet kritischen Überhitzung noch weit entfernt. Diese beginnt zwar bei 70 %, wirkt sich aber erst schädlich aus, wenn dieses Niveau mit einer negativen 0-Spalte unterschritten wird. Dann würde sich auf diesem Niveau der Verkaufsdruck systematisch erhöhen, was den breiten Markt in Gefahr bringen könnte. Trotzdem zeigt der heutige Blick auf diesen wichtigen Risikoindikator, dass „Stock-Picking“ und die Beachtung der attraktiven Sektoren immer wichtiger wird. Deshalb konzentriere ich mich im Premium-Brief grundsätzlich auf attraktive Sektoren und Aktien mit relativer Stärke.

 Apple mit erneutem Kaufsignal

Aus ihren regelmäßig wiederkehrenden Fragen zu Apple und anderen bekannten Technologietiteln weiß ich, wie sehr Sie daran interessiert sind. Übrigens ist für mich in der Vermögensverwaltung und auch in meinem Premiumbrief Apple immer wieder ein interessanter Wert – alleine schon wegen der hohen Finanzierungskraft der Aktie.

Auch an der Börse leben totgesagte länger als man denkt. Ein gutes Beispiel dafür ist der Tech-Gigant Apple, der meiner Meinung nach dabei ist, den Übergang von einem Wachstumstitel zu einem Value-Wert zu meistern. Obwohl die Kritiker seit etwa zwei Jahren befürchten, dass sich die Liebe der „wahren“ Apple Fans abkühlen könnte und diese nicht mehr bereit sein werden den hohen Preisaufschlag im Vergleich zu anderen Geräten zu bezahlen, hat sich die Aktie erneut stabilisiert.

Immerhin hat der Titel seine bei etwa 110 USD verlaufende 200-Tage-Linie mit einem Gap überwunden und oberhalb geschlossen. Trotz des langsameren Wachstums des Konzerns wächst das Interesse der Value-Anleger – vor allem an dem  stetigen steigenden Cash-Betrag und der überraschenden Konstanz des Geschäftsmodells.

Wie Sie sehen, verbessert sich aber auch die charttechnische Situation deutlich und die drohende Gipfelbildung ist abgewendet. Die massive Unterstützung bei 92, die vor allem der gelassene P & F Chart deutlich zeigt, wurde verteidigt. Rasch bildeten sich bereits im Februar (Ziffer 2) zwei  Kaufsignale mit jeweils höheren X-Spalten. Diese wurden im März (Ziffer ) eindrucksvoll bestätigt, als die aktuelle und dynamische X-Spalte eindrucksvoll die Widerstandsgerade von unten durchbrach.

Nun wünsche ich Ihnen weitere angenehme Frühlingstage

Ihr Klaus Buhl

 

About the Author:

Klaus Buhl ist seit über 15 Jahren als Portfoliomanager und Analyst tätig und betreibt u.a. das Portal www.libra-invest.de. Dort erhalten Sie praktische Hinweise über die sinnvolle Kombination von marktneutralen bzw. vermögensverwaltenden Strategien in Abhängigkeit vom jeweiligen Börsenzyklus. Ein kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen. „Ich verspreche Ihnen keinen schnellen Reichtum, aber konstante Performance und regelmäßige Erträge in jeder Marktphase. Aber vor allem: Keine Verluste mehr!”

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