By 4. Februar 2013 Read More →

Weltleitindex vor der Bewährungsprobe

Ohne die Wall Street geht auch in Frankfurt wenig. Zeitweise kann sich der DAX zwar vom großen Bruder ein wenig abkoppeln und reagiert erfahrungsgemäß etwas volatiler. Die Grundrichtung wird aber in New York bestimmt. Und hier könnte es nun ungemütlich werden.

 

Übergeordnet ist natürlich alles in Butter. Denn dank der monetären Unterstützung durch die US-Notenbank und der niedrigen Zinsen kam es in den vergangenen Wochen zu einer beeindruckenden Kursrally. Vor allem seit Jahresbeginn lassen sich keine Kurskorrekturen ausmachen, was für eine enorme Trendstärke spricht und durchaus das Potenzial hat, im Rahmen einer Übertreibung länger anzuhalten als vermutet. Zugleich liegt das Rekordhoch im S&P 500 nur noch rund fünf Prozent entfernt und wirkt allmählich wie ein Magnet.

 

Die Bullen stehen nun aber vor einer großen Herausforderung. Gemeint ist eine obere Aufwärtstrendlinie, die sich aus drei markanten Tops seit August 2011 ableiten lässt und bisher jeden Angriff standhielt. Zugleich läuft das Aktienbarometer aktuell am oberen Rand eines seit Mitte November bestehenden Trendkanals. Der Schnittpunkt von Aufwärtstrendlinie und Range liegt bei knapp 1520 Punkten und deckelt somit den S&P 500 nach oben.

 

Dazu passt auch die Entwicklung bei den Indikatoren. Der DSS Bressert lieferte bereits ein deutliches Verkaufssignal und auch beim trendfolgenden MACD wird es nun sehr kritisch. Sollten die Verluste heute etwas deutlich ausfallen, springt bei beiden Signalgebern die Börsenampel auf Rot.

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Sollte die Mittellinie des Trendkanals bei 1493 Punkten unterschritten werden, rückt sofort das September-Hoch bei 1474 Zählern auf den Prüfstand. Da diese Marke aber nur knapp zwei Prozent vom Jahreshoch entfernt ist und eine gesunde Korrektur meist kräftiger ausfällt, ist eher mit einem Anlauf der unteren Begrenzung des Kurskanals bei 1445 Punkten zu rechnen. Grundsätzlich wären auch Verluste bis 1430 Punkte noch akzeptabel. Übergeordnete Bedeutung kommt dem Bereich um 1400 Zähler zu. Bereits im August 2012 setzte der Markt mehrfach von oben auf der runden Schwelle auf. Hervorzuheben ist aber auch die technisch starke Aufwärtsbewegung zum Jahreswechsel bei exakt 1400 Punkten. Kippt der S&P darunter, rutscht der Index in die Verlustzone, was zu einem deutlichen Umdenken im aktuell stark bullischen Sentiment führen dürfte.

Posted in: Indizes

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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