K+S – Thomas Nöcker liefert Signal

Rund ein Dutzend der 30 DAX-Mitglieder haben im laufenden Jahr bereits eine neue Bestmarke erreicht. Trotz der Rekordjagd seit 2009 finden sich in der ersten Liga aber auch zahlreiche Aktien, die weit unter ihrem bisherigen Allzeithoch notieren. Dazu zählt auch K+S.

Vor rund sieben Jahren erreichte der Hype um die Papiere von K+S seinen vorläufigen Höhepunkt. Der Rohstoffkonzern beflügelte die Fantasie der Analysten, immer mutigere Kursziele wurden genannt. Mit der höheren Marktkapitalisierung gelang schließlich der Sprung in den DAX. Wie so häufig erwies sich aber auch für K+S der Aufstieg in die erste Liga nicht als gutes Omen. Im Juni erreichte die Aktie bei knapp 92 Euro ihre Bestmarke, aktuell steht der Kurs 68 Prozent tiefer. Mit 30 Euro notieren die Papiere auf einem ähnlichen Niveau wie zum Höhepunkt der Finanzkrise im Frühjahr 2009. Eine enttäuschende Bilanz.

Kurzfristig sieht die Sache hingegen deutlich besser aus. Seit dem Absturz 2013 hat sich der Kurs nahezu verdoppelt, mit Gewinnen von rund 38 Prozent führen die Papiere auch die Performance-Rangliste seit Jahresbeginn an. Trader die auf Aktien mit einer hohen Relativen Stärke setzen, haben daher auch K+S stetig im Blick.

Insider nutzt Gelegenheit

Aber nicht nur spekulative Anleger bauten zuletzt ihre Positionen aus, auch Thomas Nöcker, Mitglied des Vorstands bei K+S, sieht offenbar Potenzial. Am 12. Mai orderte er jeweils 2000 Papiere zu 30 und 30,37 Euro. Insgesamt kaufte er für knapp 121.000 Euro ein. Bereits Mitte Oktober 2014 bewies der Manager ein gutes Händchen. Damals hatte sich der Kurs vom vorherigen Absturz erst leicht erholt. Nöcker stieg bei 19,69 und 19,87 Euro mit knapp 100.000 Euro ein. Bereits drei Monate  später wurden 25 Euro aufgerufen.

Trend noch intakt

Ob sich der jüngste Einstieg ebenso erfolgreich entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Der gelungene Start in das laufende Jahr gab zuletzt von fundamentaler Seite Rückenwind und überzeugte viele Analysten. Charttechnisch ist die Gefahr hingegen noch nicht gebannt. Bereits seit Anfang März laufen die Papiere in einer möglichen Flagge, die noch nicht in Trendrichtung aufgelöst wurde. Die bereits wieder fallende 21-Tage-Linie unterstreicht, dass kurzfristig die Verkäufe dominieren. Dem steht eine unverändert steigende 200-Tage-Linie entgegen. Erfahrungsgemäß ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sich der übergeordnete Trend durchsetzt. Dafür spricht auch der seit Oktober bestehende und noch intakte Aufwärtstrend. Am vergangenen Freitag und Montag wurde die Gerade bei 28,50 / 28,80 Euro exakt bestätigt. Diese Marke darf nun nicht mehr unterschritten werden. Falls doch, verläuft um 27,50 / 27,80 Euro eine letzte Haltemarke, an der es zu einer Stabilisierung kommen kann. Darunter wäre der Aufwärtsimpuls vorerst Geschichte Verluste bis 25 Euro müssten einkalkuliert werden.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Richtung Norden ist das Potenzial derzeit ebenfalls begrenzt, die Oberkante der potenziellen Flagge verläuft bei 32 Euro. Erst wenn diese Marke überwunden wird und anschließend auch das Jahreshoch um 33,50 Euro fällt, springt die charttechnische Börsenampel wieder eindeutig auf Grün. Wer mutig ist, baut bereits jetzt eine erste Position auf und sichert diese eng unter den erwähnten Unterstützungen ab. Liegt das Kaufsignal vor, wird das Engagement entsprechend ausgebaut. Der Aufwärtstrend liefert dabei gute Orientierung für den Stoppkurs.

Ähnliche spannende Charts haben wir gestern im Webinar ausführlich besprochen. Um die Aufzeichnung zu sehen, einfach auf das Bild klicken:

wenbinar2005

Posted in: Aktien, Deutschland

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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