By 31. März 2015 Read More →

Infineon, Merck, Daimler – Vorsicht bei der Flagge!

Der Wochenauftakt zeigte es mal wieder sehr deutlich: Kaum befindet sich der Euro auf dem Rückzug, laufen vor allem Aktien von Unternehmen, die überdurchschnittlich von der Währungsentwicklung profitieren. Vorerst bleibt der Devisenmarkt ein wichtiger Taktgeber für Daimler, Infineon & Co. Aber auch die Charttechnik beim DAX wird nun richtig spannend.

Steigen wir gleich in die Feinheiten der Analyse ein. Am vergangenen Freitag endete die beeindruckende Serie von zehn Gewinnwochen in Folge beim DAX. Dennoch fielen die Gewinnmitnahmen sehr harmlos aus, in der Spitze notierte der Markt nur um rund fünf Prozent unter dem zuvor erreichten Rekordhoch. Im hochaufgelösten Stundenchart wird die Konsolidierung besonders gut deutlich.

Nachdem sich der Index Mitte März um bis zu sieben Prozent von seiner 21-Tage-Linie entfernt hatte, führte die Seitwärtsbewegung der vergangenen Tage zu einer allgemeinen Marktberuhigung. Zum Ende der vergangenen Woche nutzten Schnäppchenjäger den Rücklauf an den Monatsmittelwert erneut zum Einstieg und leiteten eine Gegenbewegung ein. Mit dem Sprung über den kurzfristigen Abwärtstrend zu Wochenbeginn bei 11.920 wurde eine bullische Flaggen-Formation vollendet. Statistiken zufolge liegt die Fehlerquote in einem Aufwärtstrend nur bei 13 Prozent, es war somit sehr wahrscheinlich, dass die Formation in Richtung des übergeordneten bullischen Trends aufgelöst wird. Spannend ist nun die Frage nach dem Kursziel. Meist treten Flaggen in der Mitte einer dynamischen Kursbewegung auf.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Der Aufwärtsimpuls startete am 20. Februar bei 11.000 und führte den Index bis auf 12.200 – eine Rally von elf Prozent. Ausgehend vom jüngsten Tief bei 11.650 würde dies auf eine Zielregion von 12.900 deuten auf Sicht von rund vier Wochen. Das Problem: Die Wahrscheinlichkeit, mit der das Kursziel in einem Aufwärtstrend erreicht wird, liegt nach Angaben des US-Statistikers Bulkowski nur bei 63 Prozent. Kritisch zu sehen ist auch das rückläufige Handelsvolumen. Bereits seit vergangenen Donnerstag sinken die Umsätze und lagen am Montag – und somit zum Ausbruch – mit 3,5 Mrd. Euro auf Xetra deutlich unter dem 6-Monats-Durchschnitt von 3,8 Mrd. Euro. Auch der unverändert sehr weite Abstand zur 200-Tage-Linie und ein frisches Verkaufssignal im MACD stimmen noch vorsichtig.

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Vorbörslich wird der DAX bereits tiefer gehandelt, der Ausbruch über den am 20. März markierten Hochpunkt bei rund 12.090 steht also noch aus. Erst wenn der Markt darüber noch gekauft wird, ist der Weg bis zur Bestmarke bei 12.220 frei. Im Idealfall reicht anschließend die Luft bis an die Oberkante eines Aufwärtskanals bei 12.700. Doch das ist noch Zukunftsmusik, Anleger sollten vorerst die nächsten Unterstützungen im Blick behalten. Der Fokus richtet sich dabei vor allem auf die Zone um 11.750 bis 11.820. Hier verlaufen neben einer horizontalen Unterstützung auch die Unterseite des Aufwärtskanals sowie die 21-Tage-Linie.

Natürlich wird der DAX auch wieder ein Thema sein im heutigen Oster-Chart-Webinar. Abgerundet wird das Programm mit einigen spannenden US-Aktien, anmelden können Sie sich hier:

31.03. Chartwebinar – Beginn: 19 Uhr, Anmeldung hier.

01.04. Gib ihm Sauriß! Beginn: 18 Uhr, Anmeldung hier.

02.04. OpernTurm live – Beginn 18.30 Uhr, Anmeldung hier.

 

 

Posted in: Deutschland, Indizes

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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