By 21. Januar 2013 Read More →

Goldpreis nimmt Anlauf

Seit September ist das begehrte Edelmetall in einem Abwärtskanal gefangen. Seit einigen Tagen nähert sich die Notierung wieder der oberen Begrenzung. Bei einem Ausbruch eröffnet sich viel Kurspotenzial.

Allmählich wird es wieder spannend bei Gold. Wie bereits hier beschrieben, bewegt sich die Feinunze seit rund fünf Monaten in einer Abwärtsrange, die bereits mehrfach auf der Ober- und Unterseite bestätigt wurde. Zuletzt testete Gold die südliche Begrenzung während des scharfen Intraday-Rücksetzers am 4. Januar. Seitdem hat sich der Kurs deutlich erholt und strebt nun wieder den oberen Extrembereich an. Zusammen mit einer inneren Aufwärtstrendlinie bildet der Kursbereich um 1700 Dollar einen robusten Widerstand. Das Kursverhalten von Gold an dieser Marke sollte genau verfolgt werden, da hier wahrscheinlich die Weichen für die kurz- bis mittelfristige Entwicklung gestellt werden.

 

Die Chancen stehen durchaus gut, dass die Korrekturflagge nach oben hin aufgelöst wird. Dank der jüngsten Zugewinne steht der trendfolgende MACD seit rund einer Woche auf Kaufen. Schließt Gold per Tagesschluss deutlich über 1700 Dollar, liegt das theoretische Kursziel bei knapp 1800 Dollar. Zu Wochenbeginn werden Preise von 1688 Dollar aufgerufen, was einem unveränderten Niveau gegenüber dem Schlusskurs vom Freitags entspricht. Dabei gibt es durchaus Rückenwind. Zuletzt setzten einige Investoren darauf, dass die Bank of Japan (BoJ) bei ihrer bis Dienstag laufenden Sitzung das Inflationsziel auf zwei Prozent verdoppeln und daher weitere Anleihenkäufe in Aussicht stellen wird. „Wenn in Japan erst einmal Inflationsdruck aufkommt und die Zinsen weiter ins Negative rutschen, werden sich die Anleger überlegen, wie sie ihr Erspartes schützen können“, erklärte ein Händler. Auch die spekulativen Finanzanleger zeigen sich wieder zuversichtlicher und bauten zuletzt ihre Wetten auf einen steigenden Goldpreis aus. In der Woche zum 15. Januar legten die Netto-Long-Positionen um 4,3 % auf 91,1 Tsd. Kontrakte zu.

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Für den Wochenkursverlauf hat die Erholung der vergangenen Tage natürlich keine Auswirkungen. Maßgeblich ist hier nach wie vor die rund 270 Dollar breite Handelsspanne zwischen rund 1530 bis 1800 Dollar. Inzwischen pendelt die Feinunzen seit dem dritten Quartal 2011 in dieser Range. Auch die 200-Tage-Linie verläuft seit rund neun Monaten seitwärts und zeigt deutlich, dass Gold nach der Rally von 1000 Dollar auf 1900 Dollar kräftig an Schwungkraft einbüßte.

 

Auch wenn die Seitwärtsrange die Nerven der Investoren arg strapaziert, lässt sich aus der Entwicklung auch etwas Positives ableiten. Denn die überfällige Konsolidierung im Anschluss an den 2010/11er-Rally erfolgte nicht über die Preisachse sondern über die Zeitkomponente. Mit Kursen von aktuell 1689 Dollar notiert Gold um lediglich elf Prozent unter dem Rekordhoch.

 

So lange der Preis nicht die untere Barriere bei 1530 Dollar unterschreitet, bestehen berechtigte Hoffnungen auf einen Ausbruch auf der Oberseite. Dafür spricht auch der DSS Bressert. In den vergangenen 15 Monaten notierte der Indikator drei Mal im deutlich überverkauften Bereich. Rückblickend erwiesen sich die Signale für kurzfristige Positionstrader innerhalb der Range als guter Einstiegszeitpunkt. Aktuell liegt erneut eine untere Extremsituation vor. Kommt es nun zum Ausbruch aus der Abwärtsrange dürften beide Kaufsignale für genügend Schwung bis mindestens an die 1800er-Zone sorgen. Wir die Tradingrange nach oben aufgelöst, lässt sich aus der Höhe der gebildeten Schiebezone ein Kursziel von 2100 Dollar ableiten.

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About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.
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