By 5. Mai 2014 Read More →

Vorlaufindikator mit Signalen für S&P und DAX

Sowohl der S&P als auch der Deutsche Aktienmarkt halten sich recht gut, aber nicht gut genug, um neue Kaufsignal zu liefern. Es gibt aber einen Index, mit dem eine gute Einschätzung über die weitere Entwicklung möglich ist.  

Liebe Leserinnen und Leser,

hoffentlich hatten Sie einen schönen Mai-Feiertag und ähnlich viel Glück mit dem Wetter wie wir hier im Rheinland. Damit wären wir auch schon beim Thema, denn auf unser Glück wollen wir uns mit unseren Anlagen lieber nicht verlassen.

Ohne Überraschung verlief die FED-Sitzung, die US-Notenbank reduziert die Anleihekäufe weiterhin kontinuierlich und mit einer Zinserhöhung ist vor dem Frühjahr 2015 nicht zu rechnen. Im Gegensatz zu früheren FED-Sitzungen reagierten die US-Indizes praktisch überhaupt nicht und schlossen auf neuen Hochs. Im Umfeld der Hochs von Anfang März und Anfang April geht es auch zu Beginn des neuen Monats wieder „um die Wurst“. Oder eher um die Frage, ob wir ein negatives Doppeltop oder ein stabiles neues Hoch sehen, was den Käufern ganz neue Perspektiven aufzeigen würde. Im Chart jedenfalls zeigten sowohl der Dow Jones als auch der für mich viel wichtigere S & P 500 einen unentschlossenen „Doji“. Diese Formation zeigt Ihnen deutlich das Patt zwischen Käufern und Verkäufern. Das kann einerseits am langen Wochenende in vielen Ländern liegen, aber auch mit ganz anderen Dingen und potentiellen Problemen zusammenhängen. Wie z.B. den drohenden Sanktionen gegenüber Russland, dem US-Arbeitsmarktbericht oder auch der Furcht vor deflationären Tendenzen.

US-Aktien ohne Orientierung

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Quelle: stockcharts.com

Gut erkennen Sie die drohende Gipfelbildung an den US-Börsen – aber auch die große Chance, die sich nach einem stabilen neuen Hoch ergeben würde. Das Anschlußpotenzial daraus sehe ich bei knapp 2000 Punkten. Wahrscheinlich würden wir aber noch in diesem Jahr in den Sog der runden Zahl von 2.000 Punkten geraten.

Die häufig zutreffende abgedroschene Börsenregel „Sell in May…..“ wäre dann in diesem Jahr kein guter Ratgeber. Darauf deutet in diesem Jahr übrigens auch die Markttechnik, vor allem das von mir verfolgte Histogramm des MACD und auch der wichtige Transportindex.

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Transportindex deutet auf positiven Börsenverlauf

Vor allem wenn die bekannten Indizes wie aktuell an wichtigen Marken oder Hürden der Charttechnik handeln, lohnt der Blick auf den Transportsektor. Entsprechend der Theorie von Charles Dow sollten sich nämlich die Industrieaktien und die Transportaktien gegenseitig abwechselnd bestätigen.  Sowohl der Dow Jones als auch der breite S & P 500 Index kleben in unmittelbarer Nähe ihrer Hochs und sind insofern positiv einzuschätzen. Wie aber steht es um den konjunktursensitiven Transportsektor?

Dieser hat kürzlich bei 7.750 Punkten ein neues Hoch generiert, konnte es aber nicht verteidigen. Es könnte also das Risiko einer Top-Bildung bestehen, obwohl es heute noch zu früh wäre, diese Gefahr zu diskutieren. Der besonnene und wenig aufgeregte P & F Chart zeigt jedenfalls einen eindeutigen Aufwärtstrend, den Sie gut an der steigenden Unterstützungsgeraden erkennen.

Die kurzfristige Perspektive zeigt anhand der beiden temporären negativen 0-Spalten (im rechten Bereich), dass sich in den vergangenen Wochen die Kauflaune der Bullen reduziert hat.

Zuletzt haben sich aber die Käufer zurück gemeldet und der Chart zeigt erneut eine positive X-Spalte. Knapp oberhalb von 7.700 Punkten ist also aus irgendwelchen Gründen die Nachfrage größer als in der Vorwoche.

Das bisherige Kaufsignal bei 7.750 Punkten bleibt intakt und wurde sogar bestätigt. Ebenso das übergeordnete Projektionsziel von 8.600 Punkten. Auch wenn dieses Kursziel mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ohne Schnörkel erreicht wird, sollten wir darin einen wichtigen Fingerzeig für das Bullenlager sehen. Trotz aller Sorgen um den Verlauf des Aufwärtstrends an den Aktienmärkten, die Geldpolitik oder was auch immer:  Die übergeordnete Perspektive für den wichtigen US-Aktienmarkt sieht im Sinne der Dow-Theorie wirklich nicht schlecht aus. Während die bekannten US-Indizes noch knapp unterhalb ihrer Hochs verharren, hat der Transportsektor dieses bereits geknackt und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit den Weg für uns Anleger geebnet.

DAX: Deckel drauf

Ende der vergangenen Woche wurde der DAX auch von der Münchener Rück ausgebremst, deren Quartalsergebnisse die Mehrheit der Anleger nicht überzeugen kann. Ich halte den Abschlag übrigens für übertrieben angesichts der angehoben Dividende und des Rückkaufs von eigenen Aktien. Zumal man als geduldiger Investor nicht in allen Branchen das Ergebnis eines Quartals linear prolongieren sollte.

Quelle: stockcharts.com

Quelle: stockcharts.com

Jedenfalls handelt der DAX unterhalb des im P & F Charts sehr wichtigen Widerstands von 9.600 Punkten. Immerhin umgekehrt aber über der Marke von 9.500, die stark umkämpft war und deren Überwindung ich als Hinweis für die Stärke des Bullenlager halte.

Der Aufwärtstrend bleibt natürlich eindeutig intakt. Trotzdem sollten Sie beachten, daß die Würfel für den DAX erst oberhalb der markanten Widerstandszone bei 9.700 und vor allem beim Top von 9.750 Punkten fallen.

Die Bullen halten im DAX eindeutig die Trümpfe in der Hand und dürfen weiterhin vom Projektionsziel bei 10.450 Punkten träumen. Brenzlig würde es erst unterhalb von 9.400 werden.  Dort würde ein negatives Verkaufssignal ausgelöst und die dann bei etwa 9.350 Punkten verlaufende Unterstützungsgerade käme in Sichtweite.

Doch warten wir lieber besonnen ab und lassen den Markt entscheiden.

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Ich verbleibe mit herzlichen Grüßen

Ihr Klaus Buhl

Posted in: Gastbeiträge

About the Author:

Klaus Buhl ist seit über 15 Jahren als Portfoliomanager und Analyst tätig und betreibt u.a. das Portal www.libra-invest.de. Dort erhalten Sie praktische Hinweise über die sinnvolle Kombination von marktneutralen bzw. vermögensverwaltenden Strategien in Abhängigkeit vom jeweiligen Börsenzyklus. Ein kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen. „Ich verspreche Ihnen keinen schnellen Reichtum, aber konstante Performance und regelmäßige Erträge in jeder Marktphase. Aber vor allem: Keine Verluste mehr!”

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