By 29. Juni 2013 Read More →

Ende der Erholung?

Erstmals seit vergangenen Sommer hat sich im P&F-Chart des DAX wieder ein kurzfristiger Abwärtstrend ausgebildet. Auch die inneren Indikatoren des Marktes deuten eher auf eine Dominanz der Verkäufer. Beachten Sie ihre Stopp-Kurse.

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

eine spannende Woche hinter uns und aus Sicht der
deutschen Anleger ist wohl das wichtigste Fazit, dass die 200-Tage-
Linie im DAX gehalten hat und der Aufwärtstrend damit intakt bleibt.
Auch die aus Sicht der P & F Technik sehr wichtige Region von etwa
7.750 bis 7.800 hat dem Angriff der Verkäufer standgehalten. Oder
weniger martialisch und in der Sprache des Tennissports würde ich
sagen, die Bären haben ein Spiel gewonnen aber längst noch nicht
das gesamte Match.
Wie immer kann man viele Gründe für den schnellen Stimmungswechsel
der Anleger nach der FED-Sitzung finden. Meiner Meinung
nach liegt die Ursache vor allem im steilen Anstiegswinkel der Indizes
zuvor und in der zyklischen Überhitzung der meisten Börsen.
Gewöhnlich schwappen die Kurse einfach zwischen den überkauften
und überverkauften Marktzuständen hin und her und finden sich
irgendwann wieder in der Gegend des Durchschnitts. Originelle
Gründe finden die Meinungsmacher der Medien immer.

 

Der innere Markt ist gespalten

Jedenfalls war der Verkaufsdruck an den Märkten so stark, dass der
wichtigste Risikoindikator NYSE Bullish Percent in eine 0-Spalte und
unter die Schwelle von 70 % rutschte. Und dies auch noch in seiner
negativsten Ausprägung „bestätigter Bärenmarkt“, also ein klassisches
Verkaufssignal. (Bear Confirmed).
Dem ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen, obwohl natürlich
Fehlsignale immer möglich sind.

 

 

Auf der Gegenseite stabilisiert sich aber der für Trader sehr
interessante 50-Tage-Indikator und deutet auf eine Kaufgelegenheit.
Immerhin war es während der vergangenen Monate immer eine gute
Gelegenheit, die Hände aufzuhalten, wenn dieser Indikator wieder
nach oben dreht. Diesmal spricht aber die Konstellation im übergeordneten
NYSE Bullish Percent eine andere Sprache und ich bin daher
viel zurückhaltender als z.B. im April.

Kurzfristige Stabilisierung

Falls Sie mehr über diese Philosophie erfahren wollen, informieren Sie
sich einfach hier. Auf diesen Regeln des Risiko-Managements basieren
übrigens auch die Ansätze meiner systema-tischen Premium
Handelssignale und der Vermögensverwaltung.
Heute muss man sich also fragen, ob die Erholung weiterläuft und
auch die wichtigen 50-Tage-Linien in den führenden Indizes
zurückerobert werden können. Oder ob wir hier abprallen und in eine
Korrektur übergehen. Der Verlauf der kommenden Wochen steht also
auf Messers Schneide – obwohl ich auf längere Sicht zur optimistischen
Variante und weiteren Kurssteigerungen tendiere.

 

DAX belagert die wichtige Marke

Bekanntlich ist der DAX gestern und am heutigen Freitag bis an die
wichtige Marke von 8.000 Punkten geschossen, hat mit dieser heftig
geschmust, musste sich dann aber wieder zurückziehen. Dies könnte
ein erster Indikator darauf sein, dass die Bären eine zweite Chance
erhalten.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass in der kommenden
Woche mit den Quartalszahlen und Geschäftsausblicken wieder völlig
andere Themen als auf den Markt treffen. Die unendliche Geschichte
von lockerer Geldpolitik und „QE“ könnte also unterbrochen werden
und ein frischer Wind wehen. Vielleicht natürlich auch von vorne.

Gut erkennt man, dass die wichtige Unterstützungszone mit Ach und
Krach gehalten hat und der Trend intakt bleibt. Aber – und dies gab
es seit dem vergangenen Sommer nicht mehr – es hat sich ein kurzfristiger
Abwärtstrend mit einer negativen Begrenzungslinie gebildet.
Sie erkennen eine Serie mit tieferen Hochs und Tiefs, was man auf
jeden Fall beachten sollte. Vor allem in Verbindung mit der deutlichen
Warnung des Risikoindikators NYSE Bullish Percent. Diese signalisiert,
daß die defensive und nicht die offensive Mannschaft aufs Feld
gehört. Beachten Sie also in den kommenden Tagen sorgfältig ihre
gesetzten Stopps obwohl es keinen Grund zur Panik gibt.
Die konkreten Handelsanweisungen und Möglichkeiten, wie Sie sich
nun in den Märkten bewegen ohne dabei zu große Risiken
einzugehen, entnehmen Sie bitte meinem neuen Premium-Dienst.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erholsames und hoffentlich
nicht zu feuchtes Wochenende.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Klaus Buhl

 

 

Klaus Buhl ist seit über 15 Jahren als Portfoliomanager und Analyst tätig und betreibt u.a. das Portal www.libra-invest.de. Dort erhalten Sie praktische Hinweise über die sinnvolle Kombination von marktneutralen bzw. vermögensverwaltenden Strategien in Abhängigkeit vom jeweiligen Börsenzyklus. Ein kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen. „Ich verspreche Ihnen keinen schnellen Reichtum, aber konstante Performance und regelmäßige Erträge in jeder Marktphase. Aber vor allem: Keine Verluste mehr!”

About the Author:

Klaus Buhl ist seit über 15 Jahren als Portfoliomanager und Analyst tätig und betreibt u.a. das Portal www.libra-invest.de. Dort erhalten Sie praktische Hinweise über die sinnvolle Kombination von marktneutralen bzw. vermögensverwaltenden Strategien in Abhängigkeit vom jeweiligen Börsenzyklus. Ein kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen. „Ich verspreche Ihnen keinen schnellen Reichtum, aber konstante Performance und regelmäßige Erträge in jeder Marktphase. Aber vor allem: Keine Verluste mehr!”

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