By 12. April 2016 Read More →

Deutsche Bank, Daimler – Gefahrenbereich rückt näher

Eine Meinung zum Markt zu haben (aufwärts oder abwärts), hat immer eine zu vermutende Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Theoretisch. Denn natürlich helfen ein wacher Blick auf die Fundamentals und die Charttechnik, diese Wahrscheinlichkeit zum eigenen Vorteil zu verschieben.

In der vergangenen Woche hatte ich Ihnen geschrieben, dass ich davon ausging, dass der vier-wöchige Versuch der Haussiers, die 10.000er Marke zu knacken, nun vor seinem Ende stünde. Und ich hatte zum Kauf eines DAX-Puts zur Montags-Eröffnung geraten.

Beides war richtig. In meinem Börsendienst Secretz (www.secretz-online.de) habe ich für den am Montagmorgen gekauften DAX-Put mittlerweile den Stopp auf den Einstandskurs nachziehen können. Was immer schon einmal die „halbe Miete“ ist.

Der „wache Blick“ auf den DAX-Chart zeigt: Das über volle vier Wochen laufende Anstürmen der Haussiers an die „Big Figure“ 10.000 endete immer wieder exakt an der massiven Widerstandsmarke, die durch sie seit Herbst 2011 gebildete Aufwärtstrendlinie und die gleichauf liegenden, horizontale Bremsmarke definiert wird. Bemerkenswert ist auch, dass mein KSB-Trendindikator nun nach einem vielwöchigen Anstieg im nach wie vor negativen Bereich nun erstmals wieder unter den Stand der Vorwoche zurückfiel. Das heißt:

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bullen den DAX doch noch über die 10.000 treiben können, verblasst mehr und mehr. Angriffe nach oben mag es geben. Machen Sie es einfach wie ich: Setzen Sie den Stopp für Ihre Puts auf Ihren Kaufkurs, um das Risiko herauszunehmen.

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Für Börsenneulinge: Ein gesetzter Stopp wird im-mer erst zum nach dem Erreichen dieses Stopps festgestellten Kurs ausgeführt. Haben Sie also bei einem Wertpapier den Stopp auf 100 Euro gesetzt, kann die Ausführung Ihrer Order sowohl ober- als auch unterhalb dieses Kurses erfolgen.

Im nebenstehenden Tageschart des DAX fällt zum einen auf, dass sich der Index zuletzt am gleitenden 50-Tage-Durchschnitt festgebissen zu haben scheint, andererseits ist das 20 Tages-Momentum nun unter seine Mittelpunktslinie und damit auf die Verkaufsseite gerutscht. Ich meine: Mit einem Stopp auf Kaufkurs haben Sie nun (fast) keine Risiken mehr, aber alle Chancen. Und wo wir nun einmal gerade beim DAX sind: Die Durchsicht seiner 30 Titel sind mir gerade drei Aktien ins Auge gefallen, die Sie in den ihrigen meines Erachtens im Auge halten sollten.

1.DAX-Aktie: Daimler

Vor allem die Dividendenrendite ist es, die Anleger in Zeiten der Nullzinspolitik bei Daimler anlockt. Zudem vermeldete das Unternehmen in dieser Woche rundum überzeugende Geschäftszahlen – aber damit eben den sprichwörtlich bekannten „Schnee von gestern“.

Im Automobilbereich ist es nun einmal so, dass die Gewinnmargen bei größeren, höherwertigen Wagen ungleich höher sind als im mittleren oder unteren Segment.

Daimlers Modellpalette und die dadurch bewirkte Nachfrage bewegt sich auf dieser Skala allerdings eher nach unten. Was die Börse auch bereits verstanden hat. Ich meine:

Die Abstrafung der Aktien in dieser Woche lässt weiteres Abwärtspotential vermuten. Puts kommen erst unter 55 Euro in Frage – für aggressive Trader sind dann die 50 Euro so gut wie sicher. Langfristiger orientierte Anleger gehen hier unter 55 in lang laufende Puts mit einem hohen Basispreis (defensive Scheine) und sichern die Position nahe des Kaufkurses ab.

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Falls Sie diesen Satz nicht wirklich verstanden haben und es Ihnen an Basiswissen fehlt, besuchen Sie bitte meine Webseite www.private-profits.de Im Download-Bereich, der nun sukzessive ausgebaut werden wird, finden Sie einen Derivate-Leitfaden, der Ihen natürlich hier noch schneller zugänglich ist: http://www.private-profits.de/.download/Derivate-Leitfaden.pdf

2.DAX-Aktie: Deutsche Bank

Bis wann Gulasch nach seiner Zubereitung verzehrt werden darf (vier Stunden, so unser aller liebe EU), wurde Im Mai 2014 definiert http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article127659744/Die-Tschechen-lassen-sich-nicht-ins-Gulasch-spucken.html

Juckt es irgendjemanden? Nein. Wiewohl ich mir sicher bin (selten der Fall), über das beste Rezept für Glilaschsuppe zu verfügen, muss ich doch zugeben, dass es nicht einer gewissen Schärfe entbehrt. Fragen Sie mich, ich verrate es Ihnen.

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Gewiss noch einen Tick schärfer ist allerdings der Chart der Deutsche Bank-Aktie. Dass das Unternehmen nach Volkswagen als nächstes auf der Liste zerstörungswürdiger deutscher Unternehmen stehen würde, wissen Leser, die schon etwas länger dabei sind. Und ja: Es scheint auch hier zu klappen. Den Chart habe ich langfristig aufgezogen, damit Sie die gesamte Dimension überblicken können. Hier geht es charttechnisch erneut um „Kopf und Kragen“. Fallen die alten Tiefs, sind Puts ein MUSS. Und ich werde sie in www.secretz-online.de auf dem Laufenden halten.

3.DAX-Aktie: Deutsche Börse

Nein, auch das sieht derzeit nicht gerade prickend aus. Eigentlich sonderbar, da die Deutsche Börse AG ja gerade aus Käufen und Verkäufen ihr Blut saugt, wobei es ihr weitgehend egal sein kann, ob Anleger nun kaufen oder verkaufen.

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So oder so: Durchbricht die Aktie die im Chart eingezeichnete, waagerechte Unterstützung, sind auch hier Put-Gewinne vorgezeichnet. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Ich persönlich würde vor auf die Aktie der Deutschen Bank achten …

Pan American Silver: Wird doch!

In meinem Börsenbrief xxx, dessen Namen ich nun nicht erneut nennen möchte, empfahl ich vor geraumer Zeit Pan American Silver zum Kauf. Auch hier habe ich den Stopp auf den Kaufkurs nachgezogen

Anbei einmal ein software-basierter Chart, der Ihnen verdeutlicht, was automatisiertes, charttechnisches Trading heutzutage kann.

Ich selbst, Sie wissen es, bin mittel- und langfristig sehr bullish für Edelmetalle. Erst recht, wenn Goldman Sachs, wie in dieser Woche, zum Verkauf rät.

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Wo können Sie Edelmetalle kaufen, ohne über den Tisch gezogen zu werden? Zwei Adressen sind mir als zuverlässig bekannt: www.proaurum.de und www.coininvest.com/de

Grundsätzlich möchte und werde ich keine Werbung machen. Die bd. genannten Adressen wurden mir von zahlreichen Lesern als vertrauenswürdig benannt. Schön, wenn dieser Newsletter auf diese Art und Weise anderen hilft.

Viel Erfolg und beste Grüße

Axel Retz

About the Author:

Axel Retz ist seit über 25 Jahren als Chefredakteur von Börsenmagazinen und Börsendiensten tätig und betreibt das Portal private-profits. Konservative Anleger finden dort seit Jahren bewährte, treffsichere Strategien zur Outperformance der Märkte in Hausse- und Baissephasen. Aggressivere Trader finden alle notwendigen Tools, um mit kleinem Einsatz kurzfristige Gewinne zu erzielen. „Phasen, in denen sich keine Gewinne erzielen lassen, das sind die Seitwärtsmärkte. Aber sie sind nichts anderes als Unterbrechungen im Trendverhalten. Technische oder fundamentale Analyse? Für mich macht es die Mischung!“

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