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Der große US-Index Chart-Check

Kaum zu glauben aber wahr: Trotz der zahlreichen Risikofaktoren steht der Dow Jones auf einem Rekordhoch. Für ein wirklich repräsentatives Bild  der US-Börse sind aber andere Charts wesentlich wichtiger.

 

Beginn wir unsere Chart-Serie zunächst mit dem Dow Jones. Das bekannteste Aktienbarometer haderte nach einem starken Jahresauftakt mit der 14000er-Marke und dümpelte für mehrere Wochen auf der Stelle. Kein Wunder, denn knapp oberhalb der runden Schwelle wirkte eine seit Mitte 2011 bestehende Pullbacklinie als Barriere. Der Widerstand wurde in den vergangenen Tagen zusammen mit dem Rekordhoch aus 2007 überwunden, was bullisch zu werten ist. Auch die Bestätigung durch den Transport-Index (oben im Chart) im Rahmen der Dow-Theorie stimmt zuversichtlich. Im charttechnischen Neuland rücken nun runde Kursmarken als potenzielle Widerstände wie die 14.500er-Marke auf die Agenda.

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Ein genaueres Bild über den breiten US-Markt liefert aber nicht der nur 30 Titel umfassende Dow Jones, sondern der S&P 500. Der Börsenwert unterstreicht klar die Relation der beiden Indizes. Während der Dow Jones eine Marktkapitalisierung von rund 3070 Mrd. Euro erreicht, bringen die 500 Unternehmen des S&P rund 10.270 Mrd. Euro auf die Börsenwaage.

 

S&P überzeugt noch nicht

Im Gegensatz zum Dow fehlen dem S&P noch rund 37 Zähler bis zum Rekordhoch vom 11. Oktober 2007 bei 1576,09 Punkten. Mit der frischen Euphorie der vergangenen Tage an der Wall Street sollte der finanzlastigere S&P aber eigentlich keine Probleme haben, ebenfalls ein neues Top zu erreichen. Allerdings ist die Hürde wesentlich herausfordernder als beim Dow Jones. Denn das Rekordhoch aus 2007 lag nur knapp über dem markanten Top aus 2000, während sich das Bild im Dow Jones deutlich anders darstellt. Die entscheidende Frage lautet daher, ob der S&P auch nachhaltig über 1580, besser noch 1600 Punkte ansteigen wird. Zumindest die Indikatoren lassen berechtigte Zweifel aufkommen. Der trendfolgende MACD bestätigt seit 2011 nicht mehr die Bewegungshochs im Index. Diese bearische Divergenz ist als klares Warnzeichen zu sehen.

 

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Tech-Werte haben noch viele Hürden vor sich

Von neuen Rekorden ist der Nasdaq 100 als Auswahlindex der amerikanischen Technologiewerte noch ein gutes Stück entfernt. Mit aktuell 2800 Zählern fehlen dem Index noch mehr als 70 Prozent bis zu den luftigen Höhen aus dem Jahr 2000. Aktuell steht zunächst das 2012er-Hoch bei rund 2870 Punkten zur Disposition. Scheitert der Angriff und setzen deutlichere Gewinnmitnahmen ein, droht sogar ein Dreifach-Top.

 

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Nebenwerte haben die Nase vorn – noch

Abseits von Dow-, S&P- und Nasdaq-Index lohnt sich immer wieder auch ein Blick auf die Entwicklung der US-Schwergewichte im Vergleich zu den Mid Caps. Letztere sind im Russell 2000 zusammengefasst. Ähnlich wie der heimische MDAX lieferten auch die US-Pendants seit Mitte November eine beeindruckende Rally ab und ließen die Schwergewichte deutlich hinter sich.  Im Chart zeigt sich dies deutlich im Ratio-Verhältnis. Die fallende Linie ausgehend von einer sehr ängstlichen Haltung der Investoren im November (Flucht aus den spekulativeren Nebenwerten) zeigt deutlich die Outperformance des Russell 2000, der übrigens kürzlich ebenfalls ein Rekordhoch erreichte. Erst seit rund zwei Wochen scheint sich dieses Verhältnis nun wieder zu Gunsten der Blue Chips zu wenden. Der Russell 1000 knackte bereits sein Jahreshoch, während der Russell 2000 noch hinterherhinkt. Saisonal betrachtet ist dies nicht ungewöhnlich, denn die relative Stärke der Nebenwerte ist im Januar und Februar am stärksten. Bis Juni bleibt das Verhältnis ausgeglichen, bevor die Blue Chips bis September sich meist deutlich besser entwickeln.

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Fazit: Mit den Rekordständen im Transport-Index, Dow Jones und Russell 2000 wurde die Basis gelegt für eine mögliche mittel- bis langfristige Rally. Noch fehlt aber die Bestätigung mit einem nachhaltigen Ausbruch beim S&P 500.

 

 

 

Posted in: Indizes

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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