By 12. April 2013 Read More →

DAX-Projektionsziel liegt bei 7.300 Punkten

Die Bank of Japan will pro Jahr rund 400 Mrd. Euro aufkaufen. Sehr zur Freude des Aktienmarktes, der zuletzt eine Erholung startete. Eine Erholung, die auf sehr tönernen Füßen steht. 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

beim aktuellen Blick auf die wichtigsten Indizes kann einen wirklich etwas mulmig werden. Mindestens muss man sich als kritischer Investor aber ganz ernsthaft überlegen, ob die Börsianer nicht entweder schizophren oder gar größenwahnsinnig geworden seien? Liebe Leserinnen und Leser – ich will diesbezüglich keine Prognose abgeben. Aber auf jeden Fall versuche ich mich in die Lage der Käufer zu versetzen und Suche nach Gründen für die erneute Aufwärtsbewegung. Habe ich vielleicht etwas ganz simples und positives übersehen?

Jedenfalls waren die volkswirtschaftlichen Daten der vergangenen Tage keine Offenbarung für das Bullenlager. Alleine der US-Arbeitsmarkt hat mehr als enttäuscht – aber natürlich die Phantasie der Käufer für weiteres billiges Geld und tonnenweise frische Liquidität am Leben erhalten. Gleichzeitig drucken die Japaner noch mehr Geld. Die unglaubliche Menge von 400 Mrd. Euro wird nun– pro Jahr wohlgemerkt – von der Bank of Japan aufgekauft.  Mit der Brechstange soll die Inflationierung auf zwei Prozent gehoben werden und um die Eigentümer von Anleihen, Bankeinlagen und Versich-erungen macht man sich wenig Gedanken. Da kann ich wirklich nur hoffen, dass dies keine Blaupause für Europa ist. Gleichzeitig will ich Sie aber daran erinnern, dass Aktien, Fonds und ETF`s meiner Meinung nach eine simple Möglichkeit sind, in Sachwerte zu investieren. Die zwangsläufig höhere Volatilität eines gut diversifizierten Depots gegenüber der trügerischen Ruhe von Bankeinlagen müssen Sie in Kauf nehmen.  Falls Sie sich für sinnvolle Depotkombinationen interessieren, befragen Sie mich einfach. Ebenfalls wegen meiner neuen Premium Handelssignale.

 

DAX: der nächste Versuch

Weiter geht es in die nächste Runde. Oder vielmehr sieht es so aus, als ob die Käufer wieder im Vorteil wären und nun der nächste Angriff auf die alten Hochs nur eine Frage der Zeit ist. Wirklich? Sehr gut zeigt der wenig aufgeregte P & F Chart die Ausgangslage.

Quelle: stockcharts.com

Quelle: stockcharts.com

Der mittelfristige Aufwärtstrend ist intakt – trotz meiner Skepsis in den vergangenen beiden Wochen.

Aber umgekehrt: in dieser klassischen Einstellung von 50 Punkten je Kästchen hat sich jüngst ein Verkaufssignal ereignet. Dieses wird zwar gerade korrigiert und könnte sich als Fehlsignal erweisen. Aber immerhin: die letzte 0-Säule hat die vorhergehende unterschritten. Dies ist ein Warn-signal – auch wenn es sich als Fehlsignal herausstellen könnte. Auch ist das letzte Projektionsziel von 9.300 Punkten nicht mehr aktuell. Die Systematik deutet auf einen Test der Region bei 7.300 Punkten hin. Bleiben Sie also wachsam und bremsbereit – trotz der hohen Liquidität im Markt kann es zu heftigen Korrekturen kommen.

Wegen der gestrigen negativen Veröffentlichungen über den Kollaps des PC-Marktes ist der heutige Tag gut für einen Blick auf den inneren Markt geeignet.  Meiner Meinung nach ist dieser Bericht keine Überraschung, sondern eher eine vorgeschobene Begründung für Gewinnmitnahmen. Der Vormarsch des Tablets und die Verdrängung des Desktop ist doch keine Neuigkeit, die einen vorausschauenden Investor überraschen würde? Auch die heutige Meldung über den neuen Kapitalbedarf Zyperns ist nur für hartgesottene Optimisten eine Überraschung – Oder wie sehen Sie das?

Da in den vergangenen Tagen endlich auch der breite US-Markt in Form des wichtigen S & P 500 ein neues Hoch generiert hat, zeige ich Ihnen erst dessen äußeren Chart – und dann den „inneren“.

 

S & P: frisches Kaufsignal

Nun ist auch der breite US-Markt dem bekannteren Dow Jones gefolgt und hat das alte Hoch des Sommers 2007 geknackt. Ganz nebenbei hat der P & F Chart ein frisches Kaufsignal generiert. Die aktuelle rechte X-Säule ist weiter angewachsen und hat die vorhergehende überboten.

 

Quelle: stockcharts.com

Quelle: stockcharts.com

Unschwer erkennt man auch an der steigenden Unterstützungsgeraden, dass der Markt eindeutig von der Nachfrage dominiert wird. Trotz aller Bedenken muss man dies akzeptieren, denn der Preis ist wichtiger als jeder meist sowieso rückwärts gerichteter Indikator der Markttechnik. Beachten Sie auch das neue Projektionsziel der P & F Technik, welches nun auf die Region von 1.800 Punkten deutet. Der Kursrücksetzer der Vorwoche, den ich hier in wichtigen Sektoren beschrieben habe, wurde also viel schneller als erwartet als Kaufgelegenheit gesehen.

Damit baut der US-Markt übrigens wieder deutlich Stärke gegenüber dem heimischen DAX auf, der heute erneut mit der wichtigen gleitenden 50-Tage-Linie kämpft

Bleiben Sie also wie üblich bremsbereit – obwohl der Chart sehr positiv ist.

 

Die Marktinterna bleiben positiv

Im inneren Markt hat sich in den vergangen Tagen eine Überraschung ereignet. Während ich kürzlich noch die längst überfällige und normale Konsolidierung erwartet habe, da sich der innere Markt verschlechtert hatte, dreht sich nun das Bild wieder (fast) komplett.

Quelle: stockcharts.com

Quelle: stockcharts.com

Hier sehen Sie den Prozentsatz der Aktien im S & P 500 die oberhalb ihrer wichtigen 50-Tage-Linie handeln. Nach dem deutlichen Verlust an Markt-breite schnellt jetzt wieder die Zahl der Aktien nach oben, die ihre wichtigste Unterstützung zurückerobern. Wirklich kein schlechtes Anzeichen, denn hier erkennen Sie, ob viele oder nur wenige Titel eine Bewegung mittragen. Dennoch bleibt der Markt natürlich überkauft – wenn nun auch nach oben wieder etwas mehr Platz sein mag.

Kritisch will ich noch hinzufügen, dass nun wieder die für Aktien saisonal ungünstige Jahreszeit beginnt. Viele Hochpunkte im inneren Markt der vergangenen Jahrzehnte fallen auf das Frühjahr. Dies sollten Sie beachten. Auf der anderen Seite aber scheint der Appetit auf Sachwerte und das Unbehagen gegenüber Geldwerten ungebrochen.  Da kann die EU-Spitze und andere wichtige Politiker noch so lange behaupten, Zypern wäre keine Blaupause.

Bitte beachten sie auch meine neuen Premium Handelssignale.

Herzliche Grüße

 

Ihr Klaus Buhl

 

 

Klaus Buhl ist seit über 15 Jahren als Portfoliomanager und Analyst tätig und betreibt u.a. das Portal www.libra-invest.de. Dort erhalten Sie praktische Hinweise über die sinnvolle Kombination von marktneutralen bzw. vermögensverwaltenden Strategien in Abhängigkeit vom jeweiligen Börsenzyklus. Ein kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen. „Ich verspreche Ihnen keinen schnellen Reichtum, aber konstante Performance und regelmäßige Erträge in jeder Marktphase. Aber vor allem: Keine Verluste mehr!”

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Klaus Buhl ist seit über 15 Jahren als Portfoliomanager und Analyst tätig und betreibt u.a. das Portal www.libra-invest.de. Dort erhalten Sie praktische Hinweise über die sinnvolle Kombination von marktneutralen bzw. vermögensverwaltenden Strategien in Abhängigkeit vom jeweiligen Börsenzyklus. Ein kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen. „Ich verspreche Ihnen keinen schnellen Reichtum, aber konstante Performance und regelmäßige Erträge in jeder Marktphase. Aber vor allem: Keine Verluste mehr!”

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