By 10. Juni 2014 Read More →

DAX klopft an die magische Marke

Wer hätte zu dem Zeitpunkt als die Krimkrise eskalierte von uns gedacht, dass wir heute bei 10.000 Punkten im DAX notierten? Werfen wir daher einen nüchternen Blick auf den DAX. Dafür sind speziell die wenig aufgeregten Charts der P & F Technik sinnvoll.

Liebe Leserinnen und Leser,

Die letzten Tage waren geprägt von dem nervigen Getöse um die bevorstehende Sitzung der europäischen Zentralbank. Ich freue mich nun wirklich, daß wieder andere Themen in den Vordergrund geraten und ich vermute, daß es ihnen nicht anders geht. Denn offenbar gab es ja in den vergangenen Tagen gar kein anderes Thema und die langfristige Perspektive der Aktienmärkte schien vollkommen in Vergessenheit zu geraten. Und dabei sieht das übergeordnete Bild der wichtigsten internationalen Indices gar nicht mal so schlecht aus. Trotz allen Unkenrufen vieler Börsenexperten und natürlich auch der allseits bekannten Crash Propheten. Ganz offensichtlich ist die Risikotragfähigkeit der Internationalen Meute der Anleger viel größer, als von den meisten Beobachtern vermutet. Ich selber will gerne zugeben, ebenfalls zu skeptisch gewesen zu sein und habe auch heute noch das Gefühl, dass die Gefahr relativ groß ist, dass wir bald einen „Sell on good News“ erleben.

Der DAX nach der Zinsentscheidung

Natürlich gibt es immer Dinge die man kritisieren kann. Aber die Charttechnik kann niemals eindeutig sein, ist vielmehr ein abwägen von Wahrscheinlichkeiten und hat auch gar nicht den Anspruch, eine exakte Wissenschaft zu sein. Auf jeden Fall sollten wir uns aber daran erinnern, dass erfolgreiche Investoren danach handeln und investieren was sie sehen, und keinesfalls entsprechend dem was sie denken oder zu wissen glauben.

Dafür ist meiner Meinung nach speziell die heutige Verfassung der Börsen und die charttechnische Lage ein gutes Beispiel.

Im rechten Bereich erkennen Sie an der Länge der X-Achse die langsam steigende Dynamik des jüngsten Kursauftriebs. Interessant ist, dass sich das aktuelle Kaufsignal in Form der rechten X-Achse in unmittelbarer Umgebung der positiven Trendgeraden bildete. Man kann also im Sinne der P & F Technik nicht von einer Überhitzung der Kurse sprechen, da sich der DAX trotz neuer Rekordhochs in der Umgebung seiner Trendgeraden aufhält.

Das meist sehr zuverlässige Projektionsziel deutet auf die Region von 10.400 Punkten. Demnach würden die Bullen also nicht nur demnächst die magische Marke von 10.000 knacken, sondern es würde noch ein Anschlusspotential von vier Prozent vor uns liegen.

Doch ebenfalls stellt sich heute die Frage, welche Marken nach unten hin zu beachten sind für den Fall, dass sich jetzt nach der EZB-Sitzung Ernüchterung unter den  Marktteilnehmern ausbreitet? Immerhin muss man bekanntlich nach jedem deutlichen Kursanstieg ein sogenanntes „Retracement“, also eine gewisse Gegenreaktion der Kurse von bis zu 50 % der Bewegung einplanen. Nach der gestrigen Sitzung wäre ein „Sell on good News“ keineswegs untypisch.

Bis etwa 9.700 darf der DAX fallen ohne größeren Schaden anzurichten. Kritisch wird es erst unterhalb von 9.550. Hier würde sich nicht nur ein frisches Verkaufssignal bilden, sondern auch die positive Unterstützungsgerade geriete in Gefahr.  Der mittelfristige Aufwärtstrend stünde zur Disposition und die etwaige Korrektur könnte sich zunächst  bis 9.200 oder auch 8.900 Punkten ausweiten.

Wie könnte heute eine clevere Asset Allocation aussehen? Harvard und Yale als Vorbild

Wie kürzlich bereits erwähnt, will ich verstärkt auf Ihre Fragen eingehen und  in diesem Gratis-Börsenbrief bei Bedarf deutlicher auf die Praxis der Geldanlage eingehen.

Vielleicht haben Sie bereits von den sensationellen Erfolgen der Stiftungsfonds der Universitäten von Harvard und Yale gehört. Diese halten seit Jahrzehnten an ihrer bekannten Diversifikationsstrategie fest und haben diese auch während der Finanzkrise praktisch nicht verändert. Dazu gab es ja auch bei einer durchschnittlichen Rendite von 15 % keinen Grund.

Während der vergangenen Jahre wurden die Positionen im Portfolio (beider Stiftungen) nur sehr geringfügig verändert. Gehalten werden neben US Aktien und Anleihen auch internationale Aktien, Absolute-Return-Fonds und einige Rohstoffe. Erhöht wurde etwas die Quote bei Privat-Equity- und von echten Sachwerten („Real Assets“) wie Wald und Energieprojekten.

Wegen des großen Anlageerfolgs der beiden Stiftungen sollten also auch wir Privatanleger durchaus bedenken, einen guten Anlagemix zu erreichen. Doch dies ist natürlich leichter gesagt als getan, denn einige der beschriebenen Sachwerte kann  man als Privatanleger nicht so einfach halten. Aber immerhin einfacher als Sie vielleicht jetzt denken werden.

Dazu ein praktischer Hinweis von mir

Bis zum 30. Juni 2014, können Sie noch mit mir in einen sehr attraktiven  Frankreich Wind-Fonds investieren. Das Investitionsobjekt, ein 25,3 MW großer Windpark liegt nahe dem offenen Meer und ist mittlerweile fast fertiggestellt. Die geplante Laufzeit der Beteiligung beträgt nur ca. 3,5 Jahre, die prognostizierte Gesamtausschüttung insgesamt 124 Prozent.

Durch die konsequente Ausnutzung des Doppelbeteuerungsabkommens konnte die prognostizierte Nachsteuerrendite auf über 123 Prozent optimiert werden.

Mit dem Verlauf der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 kam es bekanntlich nicht nur zunächst zu drastischen Kursverlusten an praktisch allen Vermögensmärkten, sondern auch zu großen Verwerfungen. Z.B. hat sich gezeigt, dass Aktien in Folge von Liquiditätsverknappung stärker unter Druck geraten können, als von der Masse der Anleger eingeplant.

Noch größer als bei Aktien waren aber die Verwerfungen bei den Staatsanleihen. Denn im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise  hat sich gezeigt, dass die bislang als sicher geltenden Staatsanleihen einem hohen Ausfallrisiko ausgesetzt sind. Heute hat zwar die Angst vor einem Ausfall von Staatsanleihen wieder abgenommen. Aber natürlich nur, weil das Problem unter den Teppich gekehrt und mit Liquidität erstickt wurde, und nicht weil sich die öffentliche Verschuldung verbessert hätte. Ebenfalls ist das Risiko gesunken, weil die vermeintlich besser gestellten Staaten für die ärmeren im Rahmen der Währungsunion bzw. des ESM „bürgen“.

Als Folge dieser wahrscheinlich alternativlosen aber dennoch unseriösen Geldpolitik haben sehr viele Anleger, vor allem in Deutschland, ihr Vertrauen in die Märkte verloren und fürchten nun künftig steigende Inflationsraten. Daher stellt sich vielen Menschen heute die Frage, wie sie das eigene Vermögen vor den gestiegenen Risiken schützen können.

Die einfachste Alternative zu Anleihen sind für geduldige Anleger Aktien und andere Sachwerte, die heute als Anlage quasi an jedem Bankschalter empfohlen werden. Immerhin waren Aktien über Jahrzehnte die erfolgreichste Anlage – wenn man geduldig war. Außerdem schützen sie vor Inflation und ihre Wertentwicklung ist meist relativ konstant mit anderen Anlagen korreliert. Da Sie als Leser dieses Briefes die Vorteile von Aktien und Aktienfonds kennen, und hier wahrscheinlich auch ausreichend investiert sind, werden Sie sich wahrscheinlich für Alternativen interessieren. Eine solche sind natürlich Immobilien – vor allem selbstgenutzte. Die Frage ist aber heute, ob wir zumindest in attraktiven Lagen wegen der geringen Kreditkosten nicht allmählich in eine Preisblase geraten?

Gold und Rohstoffe

Bei der Höhe der Beimischung von  Gold in ein privates Portfolio scheiden sich die Geister. Die meisten Experten werden Ihnen wohl zu einer Quote von etwa 5-10 % raten. Vor allem müssen Sie sich gut überlegen, ob ihr Bestandteil an physischem Gold oder Silber der Absicherung im Krisenfall dient, oder eine Spekulation ist. Natürlich ist der Gedanke bestechend, einen Vermögenswert zu besitzen, dessen Menge begrenzt ist. Bedenken Sie aber auch, dass Gold Ihnen keine Zinsen einbringt und sogar Lagerungskosten verursacht. Aber wie gesagt, eine gewisse Beimischung, eventuell auch in Minenaktien, ist nicht verkehrt. Denn wir alle wissen nicht, wie das gegenwärtige Experiment der Notenbankpolitik ausgeht.

Auch Rohstoffe können eine interessante Alternative sein, obwohl ich persönlich kein Fan dieser Diversifikation bin. Ganz einfach finde ich diese sehr riskant und halte Rohstoffe für den Geschmack der Mehrheit  meiner Kunden für zu volatil. Auch sind sie in Krisen stärker mit Aktien korreliert als von der „Wissenschaft“ geplant und sie weisen extrem lange Zyklen auf. Insgesamt übersteigen sie die Geduld der meisten mir bekannten Anleger.

Infrastrukturprojekte und andere „Real Assets“

Wegen der großen Finanzierungslücke der öffentlichen Hand ist der Bedarf für den Aufbau und die Verbesserung von Infrastruktur enorm. Die Finanzierunglücke für den Auf- und Ausbau von Infrastruktur beträgt schätzungsweise mehr als zwei Billionen US-Dollar jährlich. Deshalb gewinnen privat finanzierte und betriebene Infrastrukturprojekte immer mehr an Bedeutung und werden zu einer interessanten Portfoliobeimischung. Eine interessante Portfoliobeimischung für Sie könnte daher auch der besagte  Windpark sein, den Sie noch bis Ende Juni zeichnen können.

Bis zum 30. Juni 2014 können Sie noch in den Frankreich Windfonds von Leonidas investieren. Das Investitionsobjekt, ein 25,3 MW großer Windpark liegt nahe dem offenen Meer, befindet sich bereits im Bau und wird noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Die geplante Laufzeit der Beteiligung beträgt nur ca. 3,5 Jahre, die prognostizierte Gesamtausschüttung insgesamt 124 Prozent.

Durch die konsequente Ausnutzung des Doppelbeteuerungsabkommens konnte die prognostizierte Nachsteuerrendite auf über 123 Prozent optimiert werden. Die Eckdaten im Überblick:

•  Investition in 25,3 MW Windpark in Frankreich

•  Windreicher Standort: Nur ca. 35 km von der Küste entfernt

•  Kurze Laufzeit: geplant bis 2017

•  Hohe Investitionsquote: 97 Prozent

•  Ausschüttungsprognose: 124 Prozent vor und 123 Prozent nach Steuern

•  Mindestbeteiligung: EUR 10.000 + 5 Prozent Agio regulär, Rabatte über mich möglich.

Ihr Klaus Buhl

Posted in: Gastbeiträge

About the Author:

Klaus Buhl ist seit über 15 Jahren als Portfoliomanager und Analyst tätig und betreibt u.a. das Portal www.libra-invest.de. Dort erhalten Sie praktische Hinweise über die sinnvolle Kombination von marktneutralen bzw. vermögensverwaltenden Strategien in Abhängigkeit vom jeweiligen Börsenzyklus. Ein kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen. „Ich verspreche Ihnen keinen schnellen Reichtum, aber konstante Performance und regelmäßige Erträge in jeder Marktphase. Aber vor allem: Keine Verluste mehr!”

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