By 13. März 2013 Read More →

DAX-Chartanalyse: DAX im Bann des Hexensabbat

Zum Wochenauftakt gönnte sich der DAX eine Pause, ab heute ist aber wieder mit mehr Schwung zu rechnen. US-Daten und Italien rücken in den Mittelpunkt. Die schweren Jungs positionieren sich hingegen bereits für den anstehenden Hexensabbat. Eine neue DAX-Chartanalyse für den 13. März.

 

So ganz allmählich gehen wohl auch den Dow-Bullen die Argumente für eine Fortsetzung der Rally aus. Zwar markierte der Index im frühen Geschäft am Dienstag mit 14.478,80 Punkten den sechsten Tag in Folge ein Rekordhoch, anschließend ging es aber wieder leicht abwärts. Fehlende Impulse und die Unsicherheit über den nach wie vor schwelenden US-Haushaltsstreit lassen Zweifel aufkommen. Mit etwas Glück kommt heute neuer Schwung in die Verhandlungen. Berichten zufolge wollen die Republikaner Vorschläge für Ausgabenkürzungen präsentieren, für morgen wird mit einem Maßnahmepaket der Demokraten – ein Mix aus Kürzungen und Steuererhöhungen – gerechnet.

Bisher haben sich die seit dem 1. März wirksamen automatischen Ausgabenkürzungen noch nicht negativ auf die Wirtschaft ausgewirkt. Auch bei den für 13.30 Uhr terminierten Einzelhandelsumsätzen rechnen Volkswirte noch mit einem robusten privaten Konsum. Experten erwarten für Februar eine Fortsetzung des Aufwärtstrends und verweisen auf die guten wöchentlichen Umsatzstatistiken und die benzinspreisbereingt steigenden Tankstellenerlöse. In den kommenden Wochen dürfte sich das Bild aber eintrüben. Vor diesem Hintergrund könnten die Zahlen zum Konsumentenvertrauen der Uni Michigan am Freitag bereits ein Signal liefern.

Freitag ist ein gutes Stichwort, denn kurz vor dem Wochenende steht auch noch der dreifache Verfall an den Terminmärkten – auch Hexensabbat genannt – auf der Agenda. Nach Angaben der  Helaba entfiel gestern der größte Options-Umsatz an der Eurex auf den 8.000er-Call, während das größte „open interest“ auf den 8.050er-Strike entfällt. „Auf dieser Basis liegt die Vermutung nahe, dass ein Großteil der Marktteilnehmer der Meinung ist, dass der Dax beim Settlement in etwa auf dem aktuellen Kursniveau notieren wird.“

In den Vordergrund rückt heute auch wieder Italien. Nach der Herabstufung durch Fitch wagt sich das Land heute mit je zwei fest und variabel verzinslichen Anleihen über 7,25 Mrd. Euro an den Bond-Markt. Strategen zufolge sollte der Verkauf keine Probleme bereiten, jedoch wird mit höheren Zinsen gerechnet. (Negative) Überraschungen nicht ausgeschlossen.

 


Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

 

Nach dem kräftigen Kurssprung in der vergangenen Woche schiebt der DAX nun eine etwas ruhigere Kugel. Am Dienstag lag die Handelsspanne bei lediglich 50 Punkten. Damit verbunden fällt seit einigen Tagen auch wieder das Handelsvolumen auf Xetra. Während am 6. und 8. März Papiere für rund 3,2 Mrd. Euro den Besitzer wechselten, lag der Wert am Montag und Dienstag bei nur noch 2,1 bzw. 2,5 Mrd. Euro. Wenig überraschend, schließlich sprang der DAX zuvor um rund 350 Punkte nach oben.

Zugleich hat der Markt noch Respekt vor dem nachhaltigen Anstieg über die 8000. Aus charttechnischer Sicht hat die runde Marke zwar keine Bedeutung. Das Jahreshoch bei 8015 sowie vor allem die beiden Aufwärtstrendlinien bei aktuell rund 8030 und 8065 Zählern wirken aber bremsend. Die gestrige Tageskerze in Form eines Long-legged Doji steht gewöhnlich für Unentschlossenheit – und passt perfekt in die aktuelle Situation beim DAX.

Kursfristig muss mit Blick auf die leicht überkaufte Situation mit Gewinmitnahmen gerechnet werden, die in den kommenden Tagen durchaus noch einmnal zu einem Retest des Ausbruchsniveaus bei 7870 Punkten führen könnten. Wichtig ist aber erst das Kursverhalten am ehemaligen Widerstand bei rund 7870 Zählern. Jeglicher Handel über dieser Marke ist positiv zu werten und deutet auf einen Test des Rekordhochs. Finden sich hier genügend Nachkäufer, dürfte der zweite Anlauf an die 8000er-Marke erfolgreich sein. Kritischer wird es hingegen, wenn der DAX nach unten kippt und somit einen Fehlausbruch auf der Oberseite erzeugen würde. Einen verlässlicheren Halt bietet dann erst wieder die Kombination aus 28- und 55-Tage-Linie, Aufwärstrend und Umsatzhäufung bei 7720 Zählern.

 

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Kennzahlen:

DAX-Pivot-Punkte für den 13. März:

 

Für einige Anleger sind Pivot Punkte vielleicht noch Neuland. Kurz zur Erklärung: Die Pivot Punkte dienen der Kurszielbestimmung und haben ihren Ursprung in den Futures-, Termin- und Forexmärkten. Grundannahme ist, dass die Kursbewegungen des vorherigen Handelstages Einfluss auf den neuen Börsentag haben. Berechnungsgrundlage sind daher Tageshoch, Tagestief und Schlusskurs vom Vortag. Als Ergebnis erhält man drei Widerstandsmarken (Resist R 1-3) sowie drei Unterstützungsniveaus (Support S 1-3).

 

wichtige Chartmarken:

 

 

 



 

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Kaufinteresse noch etwas zaghaft

Die gute Nachricht: Der DAX erreichte in den vergangenen Tagen neue Bewegungs- und Jahreshochs. Dennoch sollte die Entiwcklung seit dem Ausbruch aus der Trading-Range genau verfolgt werden. Vor allem die Tageskerzen mahnen derzeit noch zur Vorsicht. Am vergangenen Mittwoch und Freitag bildete sich ein Shooting Star, d.h. nach einem positiven Aufwärtsimpuls kam es im Tagesverlauf wieder zu einem Abverkauf. Im Tageschart wird dies durch Kerzen mit einem langen oberen Schatten, auch Docht genannt, deutlich. Auch die Volumenentwicklung weckt Zweifel an der Nachhaltigkeit der Bewegung.

Eine Pull-back Bewegung bis an das Ausbruchsniveau bei 7870 Punkten ist somit noch nicht vom Tisch und eröffnet für Investoren, die den Sprung des DAX aus der Range verpasst haben die Chance, noch einmal „günstig“ in den Markt einzusteigen. Die alte Obergrenze des Rechtecks sollte nun einen Rollentausch von einem Widerstand hin zu einer Unterstützung vollzogen haben. Allerdings ist die Zuverlässigkeit derzeit noch offen, da ein Test bisher noch nicht erfolgte.

Fällt der DAX hingegen wieder in die alte Schiebezone zurück, könnten sich einige kurzfristig ausgerichtete Anleger zügig wieder aus dem Markt verabschieden und den Abwärtsdruck verstärken. Eine etwas verlässlichere Haltezone liegt um 7720 Punkten. Aktuell verlaufen hier die 28- und 55-Tage-Linie sowie ein seit Juni 2012 bestehender Aufwärtstrend. Geht es noch eine Etage tiefer, rückt erneut die Zone um das Jahrestief bei 7560 Punkten auf die Agenda.

Diese eher bearische Sicht auf die Kursentwicklung ist derzeit aber nicht zu favorisieren. Da sowohl wichtige internationale Indizes neue Bewegungs- oder Rekordhochs markieren und auch im DAX die wichtigsten Trendlinien aufwärts zeigen, bleibt der Blick Richtung Norden gerichtet.

 

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Bis ins Frühjahr keine klare Trendbewegung

Auf den ersten Blick vermittelt der Wochenchart ein positives Bild, denn bis an das im Sommer 2007 erreichte Allzeithoch bei rund 8151 Zählern finden sich keine nennenswerten Widerstände. Solange der DAX die Range 7500 / 8200 Zähler aber nicht signifikant durchbricht, kann das Kursmuster ab der zweiten Jahreshälfte aus 2007 als Blaupause genutzt werden. Demnach wäre in den kommenden Wochen mit einer Fluktuation innerhalb der Spanne zu rechnen.

Ganz allmählich kommt zumindest von Seiten der Indikatoren wieder etwas Rückenwind. Nach der Winter-Rally wurde der deutlich überhitzte Marktzustand über die Zeitebene abgebaut. Der DSS Bresser notiert im leicht überverkauften Terrain und deutet nach den jüngsten Kurszuwächsen ein Kaufsignal an.

 

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DAX auf dem Weg in fünfstellige Regionen

Recht entspannt zeigt sich derzeit noch der Monatschart. So ganz allmählich robbt sich der DAX an die historischen Höchststände heran. Damit verbunden ist auch die Chance auf Auflösung eines sehr großen aufsteigenden Dreiecks. Fünfstellige DAX-Kurse sind somit auch charttechnischer Sicht durchaus möglich. Zwingende Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der DAX auch neue Rekordstände markiert.

Ob dies bereits während der laufenden Aufwärtsbewegung erfolgt oder erst nach einem Rücksetzer (bis maximal an die noch nicht bestätigte untere Trendlinie bei knapp 5000 Punkten), lässt sich aktuell nicht vorhersagen. Immerhin spielt die zeitliche Komponente den Bullen in die Karten. Seit dem Jahr 2000 verkürzen sich die Hausse- und Baissephasen. So dauerte die erste Abschwungphase beginnend Anfang 2000 rund drei Jahre. Der scharfe Rücksetzer ab Anfang 2008 stoppte rund 15 Monate später, in 2011 kapitulierten die Bären nach 5 Monaten. Ähnlich verhält es sich auch mit den Aufwärtsbewegungen.

Auch von Seiten der Indikatoren ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Der trendfolgende MACD notiert aktuell noch deutlich unter den Extremwerten in 1998, 2000 und 2007, ab denen jeweils die Baissephasen einsetzten.

 

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About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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