By 26. November 2013 Read More →

DAX-Chartanalyse: Von Korrektur keine Spur

Neue Woche, neuer Rekord beim DAX. Auch die obere Aufwärtstrendlinie ist inzwischen Geschichte, der Weg nach oben scheint frei. Die DAX-Chartanalyse für den 26. November 2013.

Stundenanalyse:

Wie bereits in der vergangenen Woche legte der DAX auch am gestrigen Montag einen perfekten Start hin und schraubte die Rekordmarke noch ein wenig höher. In der Spitze wurden Kurse von 9323 aufgerufen, bis zum Handelsschluss blieb ein Zuwachs von knapp 0,9 Prozent auf 9299. Nicht ganz so überzeugend entwickelte sich das Handelsvolumen mit 2,8 Mrd. Euro auf Xetra. Zwar weist die Tendenz seit vier Tagen wieder aufwärts, dennoch bleiben wir vom Niveau her eher unterdurchschnittlich. Dies kann zwei Gründe haben. Entweder trauen sich wegen der fragwürdigen liquiditätsgetriebenen Rally kaum neue Investoren in den Markt oder die großen Akteure haben bereits ihre Bücher geschlossen und wollen keine neuen Risiken mehr eingehen. Immerhin passte gestern die Marktbreite, denn mit Ausnahme von Allianz verzeichneten auch die Indexschwergewichte wie SAP, Siemens und BASF wieder Kapitalzuflüsse. Ob dieser Trend allerdings auch nachhaltig ist, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen.

Wir dürfen gespannt sein, ob der Markt wie in der Vorwoche erneut lustlos seitwärts läuft oder die Kauflaune anhält. Mit dem Sprung über die dunkelgrün eingezeichnete obere Aufwärtstrendlinie hat sich die Situation jedenfalls deutlich verbessert. Bisher bremste die Gerade jede Avancen der Bullen auf der Oberseite aus. Heute verläuft die Trendlinie bei rund 9270 und könnte Anleger, die den gestrigen Ausbruch verpassten, zum Einstieg motivieren. Allerdings muss die Gerade ihre Funktion als Unterstützung erst noch unter Beweis stellen. Knapp darunter verläuft bei 9250 das in der Vorwoche erreichte Rekordhoch sowie die Oberkante einer Aufwärtslücke, die zu Wochenbeginn gebildet wurde. Sollte auch hier keine Stabilisierung gelingen, ist mit Verlusten bis 9170 zu rechnen. Robuster dürfte aber erst die Zone um 9100 sein, denn neben der zuletzt bereits bestätigten 21-Tage-Linie verläuft hier auch eine horizontale Unterstützung.

Grundsätzlich bleibt wegen der intakten Aufwärtsbewegung auf allen Zeitebenen der Blick aber Richtung Norden gerichtet. Neben dem gestrigen Hoch bei 9323 liegen mögliche Ziele bei 9350 und 9400.

 
Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

 

 Tagesanalyse:

Signalgeber noch nicht heiß gelaufen

Auf Basis der Anfang Oktober nach oben aufgelösten Flagge ließ sich in den vergangenen Wochen ein theoretisches Kursziel von rund 9160 ableiten, das der DAX mit dem Intraday-Ausbruch am 7. November abgearbeitet hat. Die Käufer haben nun ihre Pflicht erfüllt, eine Konsolidierung erscheint überfällig, zumal der DAX auch an eine obere Aufwärtstrendlinie gelaufen ist, die aus den Hochpunkten von März 2012 und Mai 2013 abgeleitet werden kann und zuletzt um 9200 exakt bestätigt wurde.

Zusätzliche Würze erfährt das aktuelle Kursniveau durch die Tatsache, dass der DAX an der Schwelle zum nächst höheren Rechteck notiert. Für gewöhnlich sind diese Zone recht umkämpft, schließlich steht viel auf dem Spiel. Sollte der Markt weiter anziehen, würde sich nämlich weiteres Aufwärtspotenzial bis 9680 eröffnen – der oberen Begrenzung des Rechtecks. Aber auch  ein Rücksetzer bis mindestens an die  Mitte des aktuell noch gültigen „weißen“ Rechtecks bei 8800 kann derzeit noch nicht ausgeschlossen werden.

Gut 700 Punkte ist der DAX ausgehend vom letzten Bewegungstief gestiegen, ohne das es bisher zu einer ausgeprägten Konsolidierung kam. Ob die Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen bereits ausreicht, um weiteres Aufwärtspotenzial zu generieren, muss sich erst noch zeigen. Kurzfristig wäre durchaus Luft vorhanden, denn der Abstand zur 21-Tage-Linie liegt deutlich unter dem Extremniveau von mehr als vier Prozent.

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

 

 

 

 

 Wochenanalyse:

Gut abgesichert aufwärts

Auf Wochenbasis zeigt der DAX bereits seit Monaten eine Rally mit einer Serie von steigenden Tiefpunkten und Bewegungshochpunkten. Als sehr zuverlässige Unterstützung gilt die Kombination aus 200-Tage-Linie und einer unteren Aufwärtstrendlinie, die in diesem Jahr bereits dreimal vergeblich von den Bären attackiert wurde und rückblickend ein sehr gutes Einstiegsniveau darstellte.

Rein charttechnisch ist der Blick klar noch oben gerichtet. Zuletzt bestätigte der Deutsche Aktienmarkt auch auf Wochenbasis das jüngst erzielte neue Verlaufshoch. Unmittelbare Widerstände lassen sich im Wochenchart nicht mehr ausmachen. Die Mittellinie (entspricht der oberen Aufwärtstrendlinie im Tageschart) des seit Herbst 2011 bestehenden Trendkanals kann als Orientierungsziel verwendet werden und verläuft nach dem letzten Test im Mai aktuell bei rund 9600. Ob der DAX die Mittellinie noch erreichen wird, ist aber sehr fraglich.

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

 

 

 

 

 

 Monatsanalyse:

Ausbruch erfolgt?

Der Monatschart zeigt deutlich die Bedeutung des Kursbereichs um 8000 / 9000. Ähnlich wie im amerikanischen Leitindex S&P 500 ist bei anhaltender Kaufbereitschaft mit einer längerfristigen und sehr nachhaltigen Aufwärtsbewegung zu rechnen, die den DAX deutlich in dreistellige Kursregionen oberhalb von 10.000 Punkten führen sollte. Eine solche Entwicklung werden die Bären aber nicht ohne Gegenwehr geschehen lassen. Ein Pullback ausgehend von 9000 / 9500 an die 8000er-Region ist auf jeden Fall einzuplanen und eröffnet noch einmal eine gute Nachkaufchance.

Die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch auf der Oberseite ist zumindest auf längerfristige Sicht klar zu favorisieren. Zwar kann es durchaus noch einmal zu einen erneuten Test der unteren Aufwärtstrendlinie bei derzeit rund 5360 Punkten kommen. Die steigenden Bewegungshochpunkte seit 2003 stimmen aber positiv. Kursrückschläge wurden immer früher zum Einstieg genutzt und verstärken den Druck auf der Oberseite eines möglichen aufsteigenden Dreiecks.

Die Indikatoren weisen in der sehr langfristigen Betrachtung bereits teilweise einen überhitzten Zustand auf. Allerdings können die Signalgeber durchaus über mehrere Monate, sogar Jahre, im oberen Extrembereich laufen, ehe ein Verkaufssignal aktiv wird. Beste Beispiele liefern die Jahre 2004/2005 und 2010 (DSS Bressert). Etwas entspannter ist derzeit noch die Lage im trendfolgenden MACD. Aktuell liegt die MACD-Linie noch deutlich unter den oberen Wendepunkten der vergangenen Jahre (grüner Kasten).

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

 

 

 

Posted in: Deutschland

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

Comments are closed.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch die weitere Nutzung der Seite www.chartanalysen-online.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.