By 11. März 2013 Read More →

DAX-Chartanalyse: Trendlinien als Spaßbremse

Der DAX startet etwas verhalten in die neue Handelswoche. Kein Wunder, denn Richtung Norden lauern einige Hürden – eine neue Stunden, Tages- und Wochenanalyse.

 

Glückwunsch an den Dow Jones: Während der DAX am Freitag erstmals seit rund fünf Jahren für kurze Zeit wieder über die 8000er-Marke schaute, schloss der Dow zum vierten Mal in Folge auf einem Rekord. Der Start in die neue Woche dürfte aber etwas ruhiger erfolgen. Erst ab morgen könnten einige Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten wieder für etwas mehr Schwung sorgen. Aus Deutschland berichten in den kommenen Tagen u.a. K+S, HeidelbergCement, Munich Re, E.ON und VW sowie die Lufthansa übr das abgelaufene Geschäftsjahr. Ansonsten bleibt der Blick  natürlich auf die USA gerichtet. Auf der Agenda stehen die amerikanische Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung, US-Konsumentenpreise, Verbrauchervertrauen und der Empire State Index, der die Geschäftstätigkeit des verarbeitenden Gewerbes im Raum New York misst.

Wer an den US-Märkten handelt, sollte die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit beachten. Vom 11. bis 29. März startet die Wall Street bereits um 14.30 Uhr und endet um 21 Uhr. Auch die Konjunkturdaten werden etwas früher als gewohnt über die Ticker laufen.

 


Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

 

Zu Wochenbeginn bleibt natürlich die runde 8000er-Marke im Blickpuntk der Anleger. Dabei hat der Schwellenwert für sich alleine betrachtet aus charttechnischer Sicht keine Bedeutung. Nur zufällig verlaufen hier zwei Trendlinien, die den Aufwärtsdrang der Bullen derzeit ein wenig ausbremsen. So lässt sich über die steigenden Bewegungshochs seit Anfang Februrar eine Aufwärtstrendlinie einzeichnen, die in den vergangenen Tagen bereits mehrfach exakt im Tageshoch angelaufen und damit bestätigt wurde. Zu Wochenbeginn verläuft die Linie bei rund 8030 Zählern und steigt mit rund 15 Punkten pro Tag. Im längerfristigen Zeitfenster kann über die Tops seit September 2012 ebenfalls eine Trendlinie konstruiert werden, die einen etwas geringeren Steigungswinkel aufweist und derzeit bei rund 8020 Punkten zu finden ist. Isoliert betrachtet stellen beide Trendlinien keine starken Barrieren dar – in Kombination ist die Relevanz hingegen höher. Zugleich verläuft bei rund 8000 Punkten auch das 138,2% Fibonacci Extension aus der aufgelösten Schiebezone.

Fazit: Auch wenn die Bullen nun wieder deutlicher Regie führen, erscheint ein weiterer Anstieg über 8025/ 8030 Punkten heute eher unwahrscheinlich.

 

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Kennzahlen:

DAX-Pivot-Punkte für den 11. März:

 

Für einige Anleger sind Pivot Punkte vielleicht noch Neuland. Kurz zur Erklärung: Die Pivot Punkte dienen der Kurszielbestimmung und haben ihren Ursprung in den Futures-, Termin- und Forexmärkten. Grundannahme ist, dass die Kursbewegungen des vorherigen Handelstages Einfluss auf den neuen Börsentag haben. Berechnungsgrundlage sind daher Tageshoch, Tagestief und Schlusskurs vom Vortag. Als Ergebnis erhält man drei Widerstandsmarken (Resist R 1-3) sowie drei Unterstützungsniveaus (Support S 1-3).

 

wichtige Chartmarken:

 

 

 



 

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Kaufinteresse noch etwas zaghaft

Die gute Nachricht: Der DAX erreichte in den vergangenen Tagen neue Bewegungs- und Jahreshochs. Dennoch sollte die Entiwcklung seit dem Ausbruch aus der Trading-Range genau verfolgt werden. Vor allem die Tageskerzen mahnen derzeit noch zur Vorsicht. Am vergangenen Mittwoch und Freitag bildete sich ein Shooting Star, d.h. nach einem positiven Aufwärtsimpuls kam es im Tagesverlauf wieder zu einem Abverkauf. Im Tageschart wird dies durch Kerzen mit einem langen oberen Schatten, auch Docht genannt, deutlich. Auch die Volumenentwicklung weckt Zweifel an der Nachhaltigkeit der Bewegung.

Eine Pull-back Bewegung bis an das Ausbruchsniveau bei 7870 Punkten ist somit noch nicht vom Tisch und eröffnet für Investoren, die den Sprung des DAX aus der Range verpasst haben die Chance, noch einmal „günstig“ in den Markt einzusteigen. Die alte Obergrenze des Rechtecks sollte nun einen Rollentausch von einem Widerstand hin zu einer Unterstützung vollzogen haben. Allerdings ist die Zuverlässigkeit derzeit noch offen, da ein Test bisher noch nicht erfolgte.

Fällt der DAX hingegen wieder in die alte Schiebezone zurück, könnten sich einige kurzfristig ausgerichtete Anleger zügig wieder aus dem Markt verabschieden und den Abwärtsdruck verstärken. Eine etwas verlässlichere Haltezone liegt um 7700 Punkten. Aktuell verlaufen hier die 28- und 55-Tage-Linie sowie ein seit Juni 2012 bestehender Aufwärtstrend. Geht es noch eine Etage tiefer, rückt erneut die Zone um das Jahrestief bei 7560 Punkten auf die Agenda.

Diese eher bearische Sicht auf die Kursentwicklung ist derzeit aber nicht zu favorisieren. Da sowohl wichtige internationale Indizes neue Bewegungs- oder Rekordhochs markieren und auch im DAX die wichtigsten Trendlinien aufwärts zeigen, bleibt der Blick Richtung Norden gerichtet.

 

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Bis ins Frühjahr keine klare Trendbewegung

Auf den ersten Blick vermittelt der Wochenchart ein positives Bild, denn bis an das im Sommer 2007 erreichte Allzeithoch bei rund 8151 Zählern finden sich keine nennenswerten Widerstände. Solange der DAX die Range 7500 / 8200 Zähler aber nicht signifikant durchbricht, kann das Kursmuster ab der zweiten Jahreshälfte aus 2007 als Blaupause genutzt werden. Demnach wäre in den kommenden Wochen mit einer Fluktuation innerhalb der Spanne zu rechnen.

Ganz allmählich kommt zumindest von Seiten der Indikatoren wieder etwas Rückenwind. Nach der Winter-Rally wurde der deutlich überhitzte Marktzustand über die Zeitebene abgebaut. Der DSS Bresser notiert im leicht überverkauften Terrain und deutet nach den jüngsten Kurszuwächsen ein Kaufsignal an.

 

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DAX auf dem Weg in fünfstellige Regionen

Recht entspannt zeigt sich derzeit noch der Monatschart. So ganz allmählich robbt sich der DAX an die historischen Höchststände heran. Damit verbunden ist auch die Chance auf Auflösung eines sehr großen aufsteigenden Dreiecks. Fünfstellige DAX-Kurse sind somit auch charttechnischer Sicht durchaus möglich. Zwingende Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der DAX auch neue Rekordstände markiert.

Ob dies bereits während der laufenden Aufwärtsbewegung erfolgt oder erst nach einem Rücksetzer (bis maximal an die noch nicht bestätigte untere Trendlinie bei knapp 5000 Punkten), lässt sich aktuell nicht vorhersagen. Immerhin spielt die zeitliche Komponente den Bullen in die Karten. Seit dem Jahr 2000 verkürzen sich die Hausse- und Baissephasen. So dauerte die erste Abschwungphase beginnend Anfang 2000 rund drei Jahre. Der scharfe Rücksetzer ab Anfang 2008 stoppte rund 15 Monate später, in 2011 kapitulierten die Bären nach 5 Monaten. Ähnlich verhält es sich auch mit den Aufwärtsbewegungen.

Auch von Seiten der Indikatoren ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Der trendfolgende MACD notiert aktuell noch deutlich unter den Extremwerten in 1998, 2000 und 2007, ab denen jeweils die Baissephasen einsetzten.

 

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Posted in: Indizes

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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