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DAX-Chartanalyse: Tesla, Facebook, Google als Wegweiser für den DAX?

Zum Wochenauftakt setzten Gewinnmitnahmen dem DAX zu. Eine wichtige Unterstützung hat bisher noch  gehalten. Weitere Verluste sollten die Bullen aber nicht mehr zulassen. Die DAX-Chartanalyse für den 25. März 2014.

Stundenanalyse:

Nach den deutlichen Gewinnen in der vergangenen Woche dominierten zum Wochenauftakt zunächst die Verkäufer. Besonders mit der schwachen Wall Street kippte auch der Markt in Frankfurt Richtung Süden. Der DAX-Handelsschluss entsprach nahezu dem Tagestief, ein klarer Punktsieg für die Bären. Auch der innere Markt kapitulierte gestern. Mit der Deutschen Post gab es nur einen Gewinner. Besonders deutlich drückten natürlich die überdurchschnittlichen Verluste bei Bayer und Siemens den Gesamtmarkt nach unten. Verkauft wurden zudem Werte, die zuletzt mit einer erhöhten Relativen Stärke glänzten wie Infineon, Lanxess und Deutsche Lufthansa.

Ebenfalls auffällig ist auch die zunehmend erhöhte Volatilität seit Dezember. Der erste Chart zeigt die Entwicklung von DAX und VDAX in den vergangenen Monaten. Das Angstbarometer fällt nicht mehr zurück, sondern behauptet sich auf einem leicht erhöhten Niveau. Allerdings zeigte die Vola bereits vor einem Jahr eine vergleichbare Entwicklung (s. rote Trendlinien).

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Auch an der Wall Street rumort es unter der Oberfläche. „Lieblinge“ der spekulativen Anleger wie Facebook, Tesla, Yahoo, Expedia, Google und besonders auch die in den vergangenen Wochen sehr starken Biotechwerte kamen deutlich unter die Räder. Die folgenden Charts zeigen dies deutlich: Sowohl der Nasdaq Internet-Index als auch der iShares Nasdaq Biotech-Index sind wieder bis auf ihre 100-Tage-Linie zurückgefallen. Vor allem beim Biotech-Index kam es in den vergangenen Monaten nach jedem Test zu einer Fortsetzung des Aufwärtstrends. Sollte dieses Muster nun nicht mehr Gültigkeit haben, wäre dies ein weiteres Schwächesignal.

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Eine Fortsetzung der Kursschwäche wäre ein Hinweis auf eine nachlassende Risikoneigung der Investoren. Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest weist zudem auf eine verstärkte Besonderheit im Intradayverhalten der US-Märkte hin. Indikatoren wie der Smart Money Flow Index (SMFI), der die Kursdifferenz des Dow zwischen dem Stand um 16 Uhr und dem Schlusskurs misst, zeigen eine signifikante Schwäche gegenüber dem Dow Jones. Bewegungshochs bilden sich meist sehr früh nach Handelsbeginn. In den letzten beiden Stunden kommt es dann häufig zu einem Abverkauf, einer sgn. „Sell the rallies“-Situation. Dies ist häufig ein Hinweise auf fallende Kurse.

Und damit zum DAX. Noch ist es zu früh, den mittelfristigen Trend infrage zu stellen. Weitere Schwächeanfälle sollten die Bullen aber nun vermeiden. Besonders ein Rücksetzer unter 9100 gilt es nun abzuwehren. Fällt der DAX unter die runde Marke, kippt die kurzfristige Einschätzung wieder auf Verkaufen mit Ziel 8900 / 9000. Behauptet sich der DAX über 9100 oder noch besser 9150, besteht nach wie vor die Chance auf einen Test der mittelfristig wichtigen Schwelle um 9380 bis 9400. Vorbörslich deutet sich mit Kursen von 9225 zumindest eine Stabilisierung an.

Fazit: Wer noch nicht investiert ist, kann sich die Entwicklung auch weiter von der Seitenlinie aus anschauen. Zwischen 9100 bis 9400 befindet sich der DAX in einer neutralen Zone, in der es fast zu willkürlichen Kursbewegungen kommen kann. Neue Handelssignale entstehen erst bei einem Ausbruch aus dieser Range.

DAXST1

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Tagesanalyse:

Trend ist noch eindeutig

Nach den deutlichen Verlusten in der ersten März-Hälfte kam es wie bereits mehrfach in den vergangenen Monaten zu einer V-förmigen Erholung. Investoren, die bisher noch nicht oder zu gering im Markt vertreten sind, nutzen nach wie vor die günstigen Kurse zum Einstieg oder Positionsaufbau. Solange dieses Muster Gültigkeit hat, sind größere Korrekturen eher unwahrscheinlich.

Die horizontale Unterstützung, der langfristige Aufwärtstrend und das 38 Prozent-Niveau der Aufwärtsbewegung seit dem letzten erwähnenswerten Rücksetzer im Sommer vergangenen Jahres sichern den Markt auf der Unterseite bei rund 8950 / 9000 ab. Solange das bisherige Jahrestief nicht unterboten wird, bleiben die mittelfristigen Aussichten bullisch. Sollten die Kurse tiefer zurückfallen, stellt die 200-Tage-Linie bei rund 8850 die letzte Haltemarke dar. Scheitert auch hier eine Stabilisierung, drohen größere Verluste bis 8400 und 8220 (abgeleitet aus der Höhe einer möglichen Umkehrformation).

Auf der Oberseite stellt die nördliche Kante des grau markierten Rechtecks bei 9600 die nächste Zielmarke dar. Dieses Niveau sollte der DAX nun zügig anlaufen, um im Anschluss auch das Februar-Hoch zu überwinden. Je höher die Dynamik ausfällt, desto besser stehen die Chancen auf ein neues Rekordhoch. Nimmt der Aufwärtsimpuls hingegen ab, verdichten sich die Signale auf eine mögliche Top-Bildung. Entsprechende Verkaufssignale auf charttechnischer Basis wären dann nur noch eine Frage der Zeit.

Aus Sicht der Indikatoren sind die Chancen auf eine Erholung wieder gestiegen. Zuletzt lieferten der MACD und DSS Bressert frühzeitig Hinweise auf eine Korrektur. Der überkaufte Zustand wurde nun komplett abgebaut, die Signale stehen auf Erholung.

DAXT

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Wochenanalyse:

DAX bestätigt Kanalgrenze

Seit dem letzten ernst zu nehmenden Crash im Sommer 2011 läuft der DAX in einer von nur kurzen Konsolidierungen gekennzeichneten Aufwärtsbewegung. Maßgeblich auf der Unterseite ist eine seit Herbst 2011 bestehende Haussegerade, die im Jahr 2013 mehrfach angelaufen und bestätigt wurde (hellgrüne untere Linie; s. auch Tageschart). Auch der jüngste Anlauf Mitte März verlief erfolgreich. Zusammen mit der bei rund 8850 verlaufenden  viel beachteten 200-Tage-Linie stellt der Bereich um 9000 eine massive Bastion der Käufer dar. Solange der DAX dieses Niveau behauptet, bleiben die Aussichten auf der mittel- bis langfristigen Zeitebene  bullisch.

Auf der Oberseite ist nach der jüngsten Konsolidierungsbewegung zunächst etwas Platz vorhanden. In den vergangenen Wochen kletterte die obere, dunkelgrün eingezeichnete Aufwärtstrendlinie weiter Richtung Norden und lässt dem Markt Luft bis ungefähr 10.200. Die runde 10.000er-Schwelle könnte also vom DAX genommen werden, ohne das die Trendlinie überwunden werden muss. Gegenüber der Ausgangssituation zu Jahresbeginn eine deutliche Erleichterung für die Käufer.

Eher Gegenwind kommt derzeit von den Indikatoren. Seit Ende Januar sendet der trendfolgende MACD ein Verkaufssignal und liefert ein Argument für eher schwache Notierungen in den kommenden Wochen. Der Indikator steht zudem derzeit auf einem ähnlich erhöhten Niveau wie im Jahr 2000 und 2007, als der Markt ebenfalls ein Top ausbildete.

DAXW

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Monatsanalyse:

Zwei Szenarien für die Zukunft

Im abgebildeten Monatschart seit 1960 wird vor allem die Bedeutung des Kursbereichs um 8000 / 9000 deutlich. Nach dem Ausbruch aus einer rund 20 Jahre andauernden Seitwärtsbewegung im Jahr 1983 zeigte der DAX bis zur Jahrtausendwende eine ausgeprägte Rally-Bewegung. Mit dem Platzen der Spekulationsblase wurde diese Aufwärtsbewegung in den vergangenen 13 Jahren konsolidiert. In dieser Zeit bildete der Deutsche Aktienindex deutlich steigende Bewegungstiefpunkte aus, was auf einen allmählich steigenden Kaufdruck deutet. Der Sprung über die Hochpunkte aus dem Jahr 2000 und 2007 bei 8200 war somit nur eine Frage der Zeit. Der DAX löste ein sehr bullish aufsteigendes Dreieck nach oben hin auf, aus dem theoretisch Notierungen deutlich jenseits der 10.000er-Marke abgeleitet werden können.

Nach dem nun erfolgten Ausbruch sind zwei grundsätzliche Szenarien denkbar. Aufgrund der Bedeutung der Zone um 8200 wäre eine Rückkehrbewegung und somit ein Retest des Ausbruchsniveau nicht überraschend. Ein möglicher Wendepunkt könnte an der psychologisch wichtigen Schwelle von 10.000 liegen. Ausgehend von einem kurzen Test der fünfstelligen Kursmarke wäre mit einer Korrektur bis in den Bereich von 8200 / 8500 zu rechnen, von dem aus dann eine nachhaltige Aufwärtsbewegung erfolgen würde. Zugleich eröffnet sich Anlegern, die den Einstieg bisher verpassten, auf langfristige Sicht noch einmal eine gute Einstiegsgelegenheit.

In einem zweiten Szenario bleibt ein Test der Zone um 8200 von oben aus. Stattdessen läuft der Markt nach einer recht wahrscheinlichen Konsolidierung bei rund 10.000 weiter aufwärts. Neue Widerstände müssten sich erst noch herausbilden. Unwahrscheinlicher erscheint hingegen ein Rücksetzer unter das Ausbruchsniveau von 8200.

Auf Basis der Indikatoren wäre noch ein wenig Luft nach oben vorhanden. Beachten Sie vor allem den trendfolgenden MACD, der in den vergangenen 13 Jahren eigentlich recht zuverlässig die Wendepunkte beim DAX antizipierte. Noch hat der Signalgeber nicht die Niveaus aus dem Jahr 2000 und 2007 erreicht (rote Linie).

DAXM

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Posted in: Deutschland

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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