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By 30. April 2013 Read More →

DAX-Chartanalyse: Nur noch eine Hürde bis zum Jahreshoch

Die unmittelbar bevorstehenden Widerstände sollten dem DAX keine Probleme bereiten. Zwar steigt die Wahrscheinlichkeit von Gewinnmitnahmen. Verteidigt der Markt aber wichtige Unterstützungen, sind neue Jahreshochs nur eine Frage der Zeit.  Die DAX-Chartanalyse für den 30. April 2013.  

 

Neue Woche, unveränderte Machtverteilung an der Börse: Trotz einer Rally von 400 Punkten in nur drei Tagen und der Gefahr von verstärkten Gewinnmitnahmen behielten die Käufer das Heft in der Hand und trieben den DAX am Montag auf Xetra um 0,75 Prozent auf 7873 Zähler nach oben. Ein weiterer Beleg für den Stimmungsumschwung und auch die Nachhaltigkeit der Aufwärtsbewegung.

Im Tageshoch wurde mehrfach vergeblich der nächste Widerstand bei 7870 Punkten angelaufen. Die horizontale Zone kann bis Ende Januar zurückverfolgt werden und bremste den DAX bereits bei der letzten technischen Erholung Mitte März aus. Nachdem der DAX die massive Hürde um 7750 Zähler mit Bravour knackte, sollte der Markt weiter zulegen und ein neues Bewegungshoch etablieren. Auch wenn die Aufwärtsbewegung in den vergangenen Tagen ein wenig an Schwung verloren hat, ist kurzfristig mit weiter steigenden Kursen zu rechnen. Für den heutigen Tag sollten sich daher die unmittelbar bevorstehenden horizontalen Widerstande bei 7860 und 7900/7920 Punkten nicht als zähe Hürden erweisen, zumal die vorbörslichen Indikationen bereits eine Eröffnung deutlich über der 7900 erwarten lassen. Im Idealfall verteidigt der DAX das erhöhte Niveau auch bis zum Handelsschluss und legt den Grundstein für eine Rückeroberung der 8000 in der zweiten Wochenhälfte. Auf dem Weg bis zum Jahreshoch bei 8075 Punkten stellt sich den DAX-Bullen nur noch die ehemalige Aufwärtstrendlinie bei aktuell 8045 Punkten in den Weg.

Zugleich steigt aber auch die Gefahr von Gewinnmitnahmen nun deutlich an. Solange aber nicht die gleitenden Durchschnitte um 7750 Zähler oder im äußersten Fall der Abwärtstrend bei 7700 Punkten unterschritten wird, ist jeder Rücksetzer als gesunde Korrektur anzusehen und eröffnet Nachkaufchancen für Späteinsteiger.

 

 
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Kennzahlen:

DAX-Pivot-Punkte für den 30. April:

 

Für einige Anleger sind Pivot Punkte vielleicht noch Neuland. Kurz zur Erklärung: Die Pivot Punkte dienen der Kurszielbestimmung und haben ihren Ursprung in den Futures-, Termin- und Forexmärkten. Grundannahme ist, dass die Kursbewegungen des vorherigen Handelstages Einfluss auf den neuen Börsentag haben. Berechnungsgrundlage sind daher Tageshoch, Tagestief und Schlusskurs vom Vortag. Als Ergebnis erhält man drei Widerstandsmarken (Resist R 1-3) sowie drei Unterstützungsniveaus (Support S 1-3).

 

wichtige Chartmarken:

 

 

 



 

Abwärtstrend scheint überwunden

Mit dem jüngsten Spurt hat der DAX das erste Ziel, den kurzfristigen Abwärtstrend, bereits geknackt. Auch das Handelsvolumen zog in der abgelaufenen Börsenwoche spürbar an, was als Zeichen für eine nachhaltigere Bewegung gedeutet werden kann. Lediglich die Hanging Man-Formation im Tageschart trübt ein wenig das Bild. Die DAX-Bullen sind daher gut beraten, gerade zu Wochenbeginn am Ball zu bleiben, um ein negatives Signal zu vermeiden. Richtung Norden gilt es nun, das letzte Bewegungshoch bei 7885 Zählern aus dem Markt zu nehmen, um die Avancen in Richtung 8000 zu untermauern. Darüber käme das Jahrshoch und später das Rekordhoch in Schlagdistanz.

Auf Tagesbasis lohnt sich aktuell vor allem ein Blick auf die Indikatoren. Das frische Einstiegssgnal des MACD spielt aktuell den Käufern in die Karten. Zuvor drehten bereits der DSS Bressert und der RSI ausgehend vom unteren Extremniveau wieder nach oben und bestätigen somit die nun wieder deutlich konstruktivere Charttechnik.

 

 
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Wiederholt sich die Geschichte?

Das Kursverhalten des deutschen Leitindizes seit dem letzten wichtigen Kaufsignal Ende vergangenen Jahres (Rückeroberung der 7500/7550er-Marke) erinnert stark an die Situation aus 2007. Vor rund sechs Jahren lief der DAX zunächst bis an die 8000er-Marke, scheiterte aber und fiel kurzzeitig sogar unter die 7500 zurück. In den Folgemonaten pendelte das Aktienbarometer zwischen 7500 bis 8000 Zähler, ehe Anfang 2008 der Crash einsetzte.

Übertragen auf das Jahr 2013 wäre somit in den kommenden Monaten mit steigenden Kursen zu rechnen, wobei der DAX nicht nachhaltig über die 8000er-Schwelle ausbrechen würde. Im Spätsommer ist mit kurzen Gewinnmitnahmen zu rechnen, ehe eine kleine Jahresendrally zu erwarten wäre.

Dieses Szenario bleibt vorerst übergeordnet intakt, solange der DAX per Wochenschlusskurs die Ober- oder Untergrenze (7500 / 8100) nicht signifikant durchbricht.

Freundliche Signale senden auch die Indikatoren. Nach der Winter-Rally wurde der deutlich überhitzte Marktzustand über die Zeitebene abgebaut. Der DSS Bresser verläuft ausgehend vom überverkauften Niveau wieder ansteigend.

 

 
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DAX über 10.000 möglich, wenn…

Der Monatschart weckt viel Kursfantasie, denn sehr langfristig betrachtet besteht durchaus die Chance auf Auflösung eines sehr großen aufsteigenden Dreiecks. Fünfstellige DAX-Kurse sind somit auch charttechnischer Sicht durchaus in Reichweite. Zwingende Voraussetzung dafür ist aber, dass der DAX auch neue Rekordstände markiert.

Ob dies bereits während der laufenden Aufwärtsbewegung erfolgt oder erst nach einem Rücksetzer (bis maximal an die noch nicht bestätigte untere Trendlinie bei knapp 5000 Punkten), lässt sich aktuell nicht vorhersagen. Immerhin spielt die zeitliche Komponente den Bullen in die Karten. Seit dem Jahr 2000 verkürzen sich die Hausse- und Baissephasen. So dauerte die erste Abschwungphase beginnend Anfang 2000 rund drei Jahre. Der scharfe Rücksetzer ab Anfang 2008 stoppte rund 15 Monate später, in 2011 kapitulierten die Bären nach 5 Monaten. Ähnlich verhält es sich auch mit den Aufwärtsbewegungen.

Auch von Seiten der Indikatoren ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Der trendfolgende MACD notiert aktuell noch deutlich unter den Extremwerten in 1998, 2000 und 2007, ab denen jeweils die Baissephasen einsetzten.

 

 
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Posted in: Indizes

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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