By 6. Februar 2013 Read More →

DAX-Chartanalyse: Aufgepasst wenn Perma Bären die Seite wechseln

Kann der DAX das bisherige Jahrestief und damit das Bollwerk um 7635 Punkte verteidigen oder nicht? Vielleicht liefert der Markt heute eine Antwort und damit auch eine kleine Richtungsentscheidung. Ein Kontraindikator spricht nun klar für Absicherung. Die DAX-Chartanalyse für den 6. Februar 2012.

 

 

Da war ich wohl gestern ein wenig zu hoffnungsvoll gewesen mit Blick auf die weitere Dynamik an den Märkten. Trotz eines leicht erhöhten Umsatzvolumens von rund 3,2 Mrd. Euro im DAX dümpelte der Index im Tagesverlauf nur in einer Spanne von rund 50 Punkten. Dennoch verteidigte die Vola, gemessen am VDAX-New, mit 17,4 Punkten den deutlichen Anstieg vom Montag. Vor allem Anleger, die bei Optionsscheinen investiert sind, sollten das Angstbarometer nun genau verfolgen. Zum Jahreswechsel notierte der Wert wegen dem Fiskalstreit in den USA bei knapp über 18 Punkten. Wird das Niveau nun überboten, ist mit einer schärferen Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten zu rechnen.

Dafür spricht auch die nach wie vor sehr bullische Börsenpresse. Die Experten von Jefferies verweisen heute auf den Hulberts Sentiment Index, der die Stimmung der Tagespresse sowie der verschiedenen Finanzblätter abbildet. Trotz der Risiken liegt die empfohlene Aktiengewichtung bei knapp 65 Prozent. Einen ähnlich hohen Wert gab es zuletzt am 23. April 2010 und 29. April 2011. Und was passierte im Anschluss – richtig, der Markt ging in die Grütze. Zur Erinnerung der Chart des S&P.

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Gekrönt wird die gute Stimmung durch überraschende Aussagen von Perma Bär Nouriel Roubini, der sich gestern in einem CNBC-Interview recht positiv zum Aktienmarkt äußerte. Weitere Infos gibt es hier.

 


Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

 

Viel passiert ist am Dienstag nicht. Nach dem saftigen Kursrutsch zu Wochenbeginn stabilisierte sich der DAX auf der Höhe des Jahrestiefs um 7635 Punkte und bestätigte bereits am Vormittag die Unterstützung. Allerdings etablierte sich auch im weiteren Tagesverlauf kein merklicher Nachfrageüberschuss. Nach der bescheidenen technischen Erholung ist der DAX nun in einer engen Spanne gefangen. Nach Süden sichert aktuell die Unterstützung um 7635 Zähler ab, während bei 7680 Punkten der nächste Widerstand auszumachen ist. Wird das Bollwerk bei 7635 auch auf Stundenschlussbasis unterschritten, liegen Haltepunkte bei 7600 Punkten und vor allem um 7550 Zähler. Die letztgenannte horizontale Unterstützungszone wird zugleich von der 55-Tage-Linie verstärkt. Behalten hingegen die Käufer heute die Oberhand und kommt es zum Ausbruch über 7680 Stellen, ist Platz bis an den 28-Tage-Durchschnitt bei 7730.

 

Ab sofort können Sie hier auch einen Realtime-Chart des DAX sehen. Zusammen mit den Handelsmarken und Terminen beste Voraussetzungen für einen guten Handelstag.

 

Kennzahlen:

DAX-Pivot-Punkte für den 6. Februar:

Für einige Anleger sind Pivot Punkte vielleicht noch Neuland. Kurz zur Erklärung: Die Pivot Punkte dienen der Kurszielbestimmung und haben ihren Ursprung in den Futures-, Termin- und Forexmärkten. Grundannahme ist, dass die Kursbewegungen des vorherigen Handelstages Einfluss auf den neuen Börsentag haben. Berechnungsgrundlage sind daher Tageshoch, Tagestief und Schlusskurs vom Vortag. Als Ergebnis erhält man drei Widerstandsmarken (Resist R 1-3) sowie drei Unterstützungsniveaus (Support S 1-3).

 

wichtige Chartmarken:

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Neue Trendlinien werden pulverisiert 

So schnell kann es gehen. Auch wenn sich im Tageschart nun eine sehr bearische Kerze bildete (schlechter geht es aus Sicht der Bullen kaum, denn die Candle weist fast keinen Docht und Lunte auf, d.h. mit der Eröffnung setzte bereits ein Abverkauf ein), wurde im mittelfristigen Kursverlauf noch nicht viel Porzellan zerschlagen.

Übergeordnet bleiben die mittelfristigen Aussichten für den DAX weiterhin gut. Dies würde sich erst mit einem Rücksetzer unter das Dezember-Ausbruchsniveau bei 7400 bis 7500 Punkten ändern. Da hier auch die steigende 100-Tage-Linie verläuft und dem Bereich somit eine hohe Bedeutung zukommt, wären erst darüber hinausgehende Verluste als ein deutliches Warnzeichen zu werten. Bei den Indikatoren deuten die Divergenzen sowie das frische Verkaufssignal im MACD zunächst auf Konsolidierung.

 

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Vorsicht Rückschlag

Mit dem nachhaltigen Sprung über die Marke von 7500 Zählern legte der DAX zum Jahreswechsel die Basis für weiter steigende Kurse. Bis an das im Sommer 2007 markierte Rekordhoch bei rund 8151 Zählern findet sich im Wochenschart nun keine nennenswerten Widerstände mehr. Ob allerdings die psychologisch wichtige Marke überhaupt noch erreicht wird, erscheint eher fraglich. Mindestens genauso wahrscheinlich ist auch eine Seitwärtsbewegung, wobei das Kursmuster ab der zweiten Jahreshälfte aus 2007 als Blaupause genutzt werden kann. Demnach wäre in den kommenden Wochen mit einer Fluktuation um die 7500 Punkte-Marke zu rechnen. Dazu passt auch das Bild bei den Indikatoren. Ähnlich wie im Tageschart deutet auch auf mittelfristige Sicht der überhitzte Zustand auf eine bevorstehende Atempause. Der reagiblere DSS Bressert liefert aktuell ein frisches Verkaufssignal, das sicherlich auch bald im MACD bestätigt wird.

 

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DAX arbeitet an dem großen Ausbruch

Der Monatschart zeigt deutlich, welches Potenzial an den Aktienmärkten aus charttechnischer Sicht schlummert. Mit der Auflösung des symmetrischen Dreiecks liegt ein rechnerisches Kursziel in Reichweite, welches den Abschluss des im Monatskursverlauf eingezeichneten übergeordneten aufsteigenden Dreiecks zur Folge hätte. Fünfstellige DAX-Kurse sind somit auch charttechnischer Sicht durchaus möglich. Zwingende Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der DAX auch neue Rekordstände markiert.

Ob dies bereits während der laufenden Aufwärtsbewegung erfolgt oder erst nach einem Rücksetzer, lässt sich aktuell nicht vorhersagen. Immerhin spielt die zeitliche Komponente den Bullen in die Karten. Seit dem Jahr 2000 verkürzen sich die Hausse- und Baissephasen. So dauerte die erste Abschwungphase beginnend Anfang 2000 rund drei Jahre. Der scharfe Rücksetzer ab Anfang 2008 stoppte rund 15 Monate später, in 2011 kapitulierten die Bären nach 5 Monaten. Ähnlich verhält es sich auch mit den Aufwärtsbewegungen.

Auch von Seiten der Indikatoren ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Der trendfolgende MACD notiert aktuell noch deutlich unter den Extremwerten in 1998, 2000 und 2007, ab denen jeweils die Baissephasen einsetzten.

 

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Posted in: Indizes

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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