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DAX-Chartanalyse: Startschuss zur Rally 2.0 – oder nicht?

Mit einem Schlussspurt am vergangenen Freitag löste der DAX endlich die nervige Seitwärtsbewegung nach oben hin auf. Die Bullen können jubeln, sollten aber nicht übermütig werden. Der DAX-Chart-Check für den 28. Januar 2013  – ab heute mit Real Time-Chart und Wirtschaftskalender.

 

 

 

Klarer Punktesieg für die Bullen. Nicht nur der DAX beendete die vergangene Woche mit einem klaren Kaufsignal, auch aus den USA kommt Rückendeckung. Der S&P 500 verabschiedete sich den achten Tag in Folge mit Aufschlägen in die Nacht – nach Angaben von Jefferies gab es eine solche Serie zuletzt im November 2004 oder nur 35 Mal in den vergangenen 50 Jahren. Der Dow Jones legte die beste Entwicklung in einem Januar seit 1994 auf Parkett. Und die Aussichten bleiben gut. Kam es in der Vergangenheit zu einer Serie von acht Tagen im Plus, kletterte der S&P im Durchschnitt in den kommenden zwei Monaten noch einmal um 3%.

 

Nachdem in der vergangenen Woche vor allem die US-Berichtssaison die Kurse bewegte (heute meldet nachbörslich Yahoo), richtet sich allmählich wieder der Fokus auf Konjunkturdaten. Gegen 14.30 Uhr dürften vor allem die US-Auftragseingänge der langlebigen Güter für eine kleine Richtungsentscheidung sorgen. Später kommen noch die schwebenden Hausverkäufe. Die Höhepunkte der Woche sind aber ganz klar die Fed-Sitzung am Dienstag und Mittwoch sowie der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Mit dem Live-Wirtschaftskalender verpassen Sie künftig keine wichtigen Daten:

 


Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

Der DAX startet zunächst wenig verändert in die neue Börsenwoche – die Pause haben sich die Bullen aber auch verdient. Mit dem Sprung aus der Schiebezone nach oben und damit auf ein Fünfjahreshoch wurde ein klares Kaufsignal generiert. Der ehemalige Widerstand vollzieht nun einen Rollentausch und dient nun als erste Unterstützung. Bleibt der DAX über 7790 Punkten, lässt sich aus der Höhe der Tradingrange ein Kursziel von rund 7945 Punkten ableiten. Oberhalb dieses Levels sollte die psychologisch runde Marke von 8000 Zähler für Anziehungskraft auf die Kurse sorgen. Hier verläuft auch eine innere Aufwärtstrendlinie, die zuletzt zum Jahreswechsel Avancen auf der Oberseite begrenzte. Darüber lockt dann das Rekordhoch vom Juli 2007 bei 8152 Punkten.

Ab sofort können Sie hier auch einen Realtime-Chart des DAX sehen. Zusammen mit den Handelsmarken und Terminen beste Voraussetzungen für einen guten Handelstag.

 

Kennzahlen:

DAX-Pivot-Punkte für den 28 Januar:

Für einige Anleger sind Pivot Punkte vielleicht noch Neuland. Kurz zur Erklärung: Die Pivot Punkte dienen der Kurszielbestimmung und haben ihren Ursprung in den Futures-, Termin- und Forexmärkten. Grundannahme ist, dass die Kursbewegungen des vorherigen Handelstages Einfluss auf den neuen Börsentag haben. Berechnungsgrundlage sind daher Tageshoch, Tagestief und Schlusskurs vom Vortag. Als Ergebnis erhält man drei Widerstandsmarken (Resist R 1-3) sowie drei Unterstützungsniveaus (Support S 1-3).

 

wichtige Chartmarken:

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Abstand zur 200-Tage-Linie erreicht kritisches Niveau

Auf Tagesbasis gibt es am Kursverlauf des DAX kaum Kritik zu üben. Mit dem Ausbruch über die robuste horizontale Hürde um 7450 Punkte Anfang Dezember legte das Aktienbarometer die Basis für die derzeit immer noch anhaltende Rally. Die Konsolidierung seit Jahresbeginn ist ebenfalls positiv zu werten, denn der überhitzte Zustand wurde lediglich über die Zeitachse abgebaut und nicht wie befürchtet über fallende Kurse. Als gute Nachkaufgelegenheit erwies sich zuletzt auch immer die stark steigende 28-Tage-Linie. Knapp darunter bietet zudem die 7600er-Marke Halt.

Die mittelfristigen Aussichten für den DAX bleiben gut, solange der Index über dem Ausbruchsniveau 7400 bis 7500 Punkte notiert. Da auf diesem Niveau auch die 55-Tage-Linie verläuft, ist der Unterstützungsbereich als sehr zuverlässig einzuschätzen. Entsprechend negativ wäre eine Unterschreitung auf Tages- und vor allem Wochenschlussbasis zu werten. Unterhalb von 7000 Punkten wechselt die Börsenampel auf Rot.

Beachtenswert ist aktuell der recht weite Abstand zur trägen 200-Tage-Linie. Seit Mitte November kletterte der DAX um rund 900 Punkte und liegt aktuell rund 12,6 Prozent (unterer Chart) über dem viel beachteten langfristigen Durchschnitt. In den vergangenen Jahren kam es ab einer Differenz von 15 Prozent häufig zu einer deutlichen Korrektur. Noch hat der DAX somit etwas Luft nach oben. Die Rally befindet sich aber im letzten Drittel und dürfte in den kommenden Wochen an Dynamik verlieren.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Freie Bahn für den DAX

 

Mit Blick auf den längerfristigen Chartverlauf auf Wochenbasis geht es für den DAX vor allem um das nachhaltige Überwinden des 2011er-Jahreshochs um 7600 Zähler. Inzwischen hat sich der Index deutlich von dieser Marke nach oben hin abgesetzt, so dass wohl von einer nachhaltigen Bewegung gesprochen werden kann. Bis an das im Sommer 2007 markierte Rekordhoch bei rund 8151 Zählern findet sich nun kein nennenswerter Widerstand mehr. Ob allerdings auch über dieser psychologisch wichtigen Marke noch genügend Anschlusskäufe für weiter steigende Notierungen erfolgen, erscheint eher fraglich. Mindestens genauso wahrscheinlich ist auch eine Seitwärtsbewegung, wobei das Kursmuster ab der zweiten Jahreshälfte aus 2007 als Blaupause genutzt werden kann. Nach einem Fehlausbruch oder Pullback um 8150 Zähler wäre eine Rückkehrbewegung bis 7500 Punkten zu erwarten, ehe der DAX unter Schwankungen den nach wie vor übergeordneten Aufwärtstrend fortsetzt und nach oben hin ausbricht.

 

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DAX arbeitet an dem großen Ausbruch

Der Monatschart zeigt deutlich, welches Potenzial an den Aktienmärkten aus charttechnischer Sicht schlummert. Mit der Auflösung des symmetrischen Dreiecks liegt ein rechnerisches Kursziel in Reichweite, welches den Abschluss des im Monatskursverlauf eingezeichneten übergeordneten aufsteigenden Dreiecks zur Folge hätte. Fünfstellige DAX-Kurse sind somit auch charttechnischer Sicht durchaus möglich. Zwingende Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der DAX auch neue Rekordstände markiert.

Ob dies bereits während der laufenden Aufwärtsbewegung erfolgt oder erst nach einem Rücksetzer, lässt sich aktuell nicht vorhersagen. Immerhin spielt die zeitliche Komponente den Bullen in die Karten. Seit dem Jahr 2000 verkürzen sich die Hausse- und Baissephasen. So dauerte die erste Abschwungphase beginnend Anfang 2000 rund drei Jahre. Der scharfe Rücksetzer ab Anfang 2008 stoppte rund 15 Monate später, in 2011 kapitulierten die Bären nach 5 Monaten. Ähnlich verhält es sich auch mit den Aufwärtsbewegungen.

Auch von Seiten der Indikatoren ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Der trendfolgende MACD notiert aktuell noch deutlich unter den Extremwerten in 1998, 2000 und 2007, ab denen jeweils die Baissephasen einsetzten.

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Posted in: Indizes

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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