By 19. Februar 2013 Read More →

DAX-Chartanalyse: Mehr als nur ein Funken Hoffnung

Bisher zeigt sich der DAX recht robust und verteidigte gestern das Jahrestief. Wie bereits im Januar könnten heute einige Stimmungsindikatoren für neuen Schwung sorgen. Die DAX-Chartanalyse für den 19. Februar 2012.

 

Fehlende Impulse aus den USA lassen auch in Frankfurt zunächst einen eher müden Handelsauftakt erwarten. Einige Unternehmensbilanzen aus der zweiten Reihe – Dürr, Pfeiffer Vacuum und Grammer – sorgen kaum für Bewegung. Der Blick richtet sich daher auf den ZEW-Index, der um 11 Uhr erwartet wird und den Startschuss liefert für die Stimmungsindizes in den kommenden Tagen (PIM, ifo-Geschäftsklima). Zumindest die Indikationen deuten auf ein weiterhin freundliches Bild. Der gestern veröffentlichte sentix Stimmungsindex notiert aktuell auf Rekordhoch und deutet für den Zeitraum von sechs Monaten auf eine gute Unterstützung für den Aktienmarkt. Industrie- und Chemiewerte werden aktuell klar bevorzugt, Versorger (E.ON, RWE) sowie Telekomwerte sind hingegen am unteren Ende im Sentimentranking zu finden.

Entsprechend könnte auch der ZEW-Index erneut positiv überraschen. Die Experten der Helaba verweisen auf den kräftigen Anstieg im Vormonat, der den DAX kurzfristig um rund 90 Punkten nach oben hievte. Am Nachmittag rückt mit dem NAHB-Hausmarktindex in den USA der wichtige Frühindikator für den Bau- und Immobiliensektor in den Fokus. Umfragen zufolge dürfte die seit Mitte 2011 laufende Erholung weiterhin anhalten.

 

 

 


Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

Zwei Beobachtungen vom gestrigen Handelstag: Nach einer schwachen Eröffnung zeigte sich erneut in der Nähe des Jahrestiefs und damit auch der nächsten wichtigen Unterstützungszone um 7560 Zählern ein merkliches Kaufinteresse. Bis zur Schlussglocke setzte sich der Index vom frühen Tagestief ab und schloss nahezu auf Tageshoch, was im Tageschart zu einer langen und damit bullischen weißen Kerze führte. Beides zusammen stimmt zuversichtlich, dass die an dieser Stelle zuletzt beschriebene abc-Konsolidierung mit Kursziel 7420 Punkte vielleicht doch nicht abgearbeitet wird. Für eine Entwarnung ist es aber noch zu früh. Der DAX befindet sich kurzfristig nach wie vor in einer Konsolidierung, eine Baissebewegung scheint es hingegen nicht zu sein. Letztlich wird die weitere Entwicklung ohnehin an der Wall Street entschieden. Einige Schwächesignal im US-Leitindex S&P 500 mahnen zur Vorsicht – ich werde am Mittag eine entsprechende Analyse vorstellen.

Solange der DAX kein neues Verlaufstief ausbildet, besteht die Chance, dass einige Widerstände abgearbeitet werden. Die  Hürden bei 7630, 7650 (55-Tage-Linie), 7660 und 7680 Zählern sind zwar einzeln als schwach einzustufen. Zusammen betrachtet würde ein Spurt des DAX über 7700 Punkte aber nach dem lustlosen Handel der vergangenen Tage sehr überraschen. Ohnehin stellt erst der Kursbereich um 7790 Punkte eine Schlüsselstelle dar. Sollte dem DAX das Kunststück gelingen, auch diesen Widerstand zu meistern, könnte der Startschuss für eine neue Aufwärtswelle fallen. Doch das ist noch Zukunftsmusik…

 

 

Kennzahlen:

DAX-Pivot-Punkte für den 19. Februar:

Für einige Anleger sind Pivot Punkte vielleicht noch Neuland. Kurz zur Erklärung: Die Pivot Punkte dienen der Kurszielbestimmung und haben ihren Ursprung in den Futures-, Termin- und Forexmärkten. Grundannahme ist, dass die Kursbewegungen des vorherigen Handelstages Einfluss auf den neuen Börsentag haben. Berechnungsgrundlage sind daher Tageshoch, Tagestief und Schlusskurs vom Vortag. Als Ergebnis erhält man drei Widerstandsmarken (Resist R 1-3) sowie drei Unterstützungsniveaus (Support S 1-3).

 

wichtige Chartmarken:

 

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Wichtige Unterstützung auf dem Prüfstand

Seit Anfang Februar lässt sich eine deutlich erhöhte Schwankungsbreite im DAX feststellen. Zwar halten sich die Kursverluste noch in Grenzen. Das Jahreshoch bei 7872 Punkten rückt aber ebenso wie eine seit Sommer 2012 zurück verfolgbare Aufwärtstrendlinie langsam aus dem Fokus. Aktuell ist der DAX eher in einer tertiären Abwärtsbewegung gefangen und scheint eine abc-Konsolidierung auszubilden.

In den Vordergrund rückt somit wieder die mittelfristig wichtige Unterstützungszone um 7450 Punkten, die auch von der 100-Tage-Linie verstärkt wird. Solange der DAX über diesem Areal notiert, bleiben die mittelfristigen Aussichten gut. Vorgelagert befindet sich auch eine mögliche, primäre Aufwärtstrendlinie, die ihren Ursprung im Juni 2012 hat. Allerdings weist die Gerade aktuell erst zwei Auflagepunkte auf und wurde somit noch nicht hinreichend bestätigt.

Kritischer wäre ein Rücksetzer unter das Dezember-Ausbruchsniveau bei 7400 bis 7500 Punkten zu werten. Zumindest aus Sicht der Indikatoren sieht es nicht ganz so düster aus. DSS Bressert als auch MACD befinden sich eher im unteren, überverkauften Bereich.

Kaufsignale zeichnen sich vorerst aber dennoch nicht ab. Erst mit einer Rückeroberung der 7800er-Marke würden die Bullen wieder Oberwasser bekommen.

 

 

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Widerholung der 2007er-Bewegung

Zuerst die gute Nachricht: Bis an das im Sommer 2007 erreichte Allzeithoch bei rund 8151 Zählern finden sich im Wochenschart nun keine nennenswerten Widerstände mehr. Ob allerdings die psychologisch wichtige Marke überhaupt noch erreicht wird, erscheint eher fraglich. Nachdem der DAX Ende 2012 über die letzte Hürde bei 7500 Punkten nach oben hin ausbrach, stoppte die Aufwärtsbewegung bereits deutlich unter 8000 Zählern. Aktuell läuft eine Rückkehrbewegung, die bei einem erfolgreichen Test der 7500 trendbestätigend und damit positiv zu werten wäre.

Solange der DAX nicht die Range 7500 / 8100 Zähler signifikant verletzt, kann das Kursmuster ab der zweiten Jahreshälfte aus 2007 als Blaupause genutzt werden. Demnach wäre in den kommenden Wochen mit einer Fluktuation innerhalb der Spanne zu rechnen. Dazu passt auch das Bild bei den Indikatoren. Der DSS Bressert baut aktuell den überhitzten Zustand ab und deutet auf eine Konsolidierung.

 

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Neue Rekorde und fünfstellige Kurse

Der Monatschart zeigt deutlich, welches Potenzial an den Aktienmärkten aus charttechnischer Sicht schlummert. Mit der Auflösung des symmetrischen Dreiecks liegt ein rechnerisches Kursziel in Reichweite, welches den Abschluss des im Monatskursverlauf eingezeichneten übergeordneten aufsteigenden Dreiecks zur Folge hätte. Fünfstellige DAX-Kurse sind somit auch charttechnischer Sicht durchaus möglich. Zwingende Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der DAX auch neue Rekordstände markiert.

Ob dies bereits während der laufenden Aufwärtsbewegung erfolgt oder erst nach einem Rücksetzer, lässt sich aktuell nicht vorhersagen. Immerhin spielt die zeitliche Komponente den Bullen in die Karten. Seit dem Jahr 2000 verkürzen sich die Hausse- und Baissephasen. So dauerte die erste Abschwungphase beginnend Anfang 2000 rund drei Jahre. Der scharfe Rücksetzer ab Anfang 2008 stoppte rund 15 Monate später, in 2011 kapitulierten die Bären nach 5 Monaten. Ähnlich verhält es sich auch mit den Aufwärtsbewegungen.

Auch von Seiten der Indikatoren ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Der trendfolgende MACD notiert aktuell noch deutlich unter den Extremwerten in 1998, 2000 und 2007, ab denen jeweils die Baissephasen einsetzten.

 

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Posted in: Indizes

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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