By 15. Februar 2013 Read More →

DAX-Chartanalyse: abc-Formation lässt neues Kursziel erahnen

Die großen US-Indizes konsolidieren weiterhin über die Zeitachse – noch. Bisher hielt sich auch der DAX recht wacker, doch das könnte sich nun ändern. Die Chartanalyse für den 15. Februar 2012.

 

 

 

Die Agenda ist für heute noch einmal sehr gut gefüllt und verspricht einen durchaus volatilen Handelstag. Um 10:00 Uhr spricht EZB-Chef Draghi in Moskau und wird sich vielleicht auch zu den jüngsten Wechselkursentwicklungen äußern. Das Thema dürfte auf jeden Fall beim G20-Treffen auf der Agenda gestanden haben. Hier gilt es somit, einige Devisenpaare wie EUR/USD und EUR/JPY im Blick zu behalten. Gegen Mittag kommen schließlich noch Daten zum Volumen der wöchentlichen Rückzahlungen der ersten LTROs. Bis jetzt zahlten die Finanzhäuser 145,6 Mrd. Euro von insgesamt 489,2 Mrd. Euro zurück.

Kursbeeinflussende Konjunkturdaten werden in den USA erwartet. Der Empire-State-Index liefert die erste Stimmungsindikation aus der Industrie für den laufenden Monat und wird daher genau verfolgt. Wenig später folgen mit der Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung noch „harte“ Daten.

 


Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

Der Blick auf den Chartverlauf:

Da haben die Bären am Aschermittwoch mit ihrer Bullenfalle aber ganze Arbeit geleistet. Bereits kurz nach Handelsebginn ging es dynamisch abwärts und der DAX korrigierte einen Großteil der in dieser Woche mühsam erkämpften Gewinne. Letztlich bestätigte der Rücksetzer aber nur die nach wie vor sehr fragile Situation im DAX, der nach wie vor in einer Abwärtsbewegung gefangen bleibt.

Zum Wochenschluss wird es nun noch einmal spannend, denn gleich zu Handelsbeginn steht ein Test der in den vergangenen Tagen sehr zuverlässigen 55-Tage-Linie auf dem Programm. Ein intraday-Rücksetzer unter die Glättungslinie ist noch nicht dramatisch, erst wenn dies auch auf Tages- und damit Wochenschlusskursbasis vorliegen sollte, trüben sich die Aussichten ein. Bereits gestern verabschiedete sich der DAX wenn auch denkbar knapp erstmals seit dem 23. November 2012 wieder unterhalb des mittelfristigen Durchschnitts aus dem Handel.

Aus dem Stundenchart lässt sich bei 7600 Punkten die nächste schwache Unterstützung erkennen. Zuverlässiger ist aber erst der Bereich um das Jahrestief bei 7550 Zählern. Kippt der Index noch weiter zurück, kommt es doch noch zum Test der mittelfristig wichtigen Unterstützungszone 7435 bis 7480 Punkte. Dafür spricht auch eine inzwischen recht wahrscheinliche abc-Konsolidierung, die aktuell ausgebildet wird. Auf die erste Abverkaufswelle Anfang Februar (a), folgte die Erholung bis Aschermittwoch (b), bevor nun der zweite Rücksetzer folgt (c). Aus der Höhe der jeweiligen Bewegungen (Measured-Moves) ergibt sich ein Kursziel von 7420 Punkten. Sollte es auch an der Wall Street zu der bereits überfälligen Korrektur kommen, dürfte sich der Abwärtsdruck verstärken.

 

 

Kennzahlen:

DAX-Pivot-Punkte für den 15. Februar:

Für einige Anleger sind Pivot Punkte vielleicht noch Neuland. Kurz zur Erklärung: Die Pivot Punkte dienen der Kurszielbestimmung und haben ihren Ursprung in den Futures-, Termin- und Forexmärkten. Grundannahme ist, dass die Kursbewegungen des vorherigen Handelstages Einfluss auf den neuen Börsentag haben. Berechnungsgrundlage sind daher Tageshoch, Tagestief und Schlusskurs vom Vortag. Als Ergebnis erhält man drei Widerstandsmarken (Resist R 1-3) sowie drei Unterstützungsniveaus (Support S 1-3).

 

wichtige Chartmarken:

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

 



 

 

 

 

Wenn Sie keinen Beitrag mehr verpassen möchten – Chartanlysen Online ist auch auf Facebook. Einfach auf „Gefällt mir“ klicken und sofort informiert werden. Wer bei Twitter ist, darf mir gerne folgen.

 

Jahreshoch bleibt in Reichweite

Übergeordnet bleiben die mittelfristigen Aussichten für den DAX aber noch gut. Dies würde sich erst mit einem Rücksetzer unter das Dezember-Ausbruchsniveau bei 7400 bis 7500 Punkten ändern. Da hier auch die steigende 100-Tage-Linie verläuft und dem Bereich somit eine hohe Bedeutung zukommt, wären erst darüber hinausgehende Verluste als ein deutliches Warnzeichen zu werten.

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

 

 

Zähe Seitwärtsbewegung

Mit dem nachhaltigen Sprung über die Marke von 7500 Zählern legte der DAX zum Jahreswechsel die Basis für weiter steigende Kurse. Aktuell läuft eine Korrekturbewegung, die auch als Retest des Ausbruchs bewertet werden kann.

Bis an das im Sommer 2007 markierte Rekordhoch bei rund 8151 Zählern findet sich im Wochenschart nun keine nennenswerten Widerstände mehr. Ob allerdings die psychologisch wichtige Marke überhaupt noch erreicht wird, erscheint eher fraglich. Mindestens genauso wahrscheinlich ist auch eine Seitwärtsbewegung, wobei das Kursmuster ab der zweiten Jahreshälfte aus 2007 als Blaupause genutzt werden kann. Demnach wäre in den kommenden Wochen mit einer Fluktuation um die 7500 Punkte-Marke zu rechnen. Dazu passt auch das Bild bei den Indikatoren. Ähnlich wie im Tageschart deutet auch auf mittelfristige Sicht der überhitzte Zustand auf eine bevorstehende Atempause. Der reagiblere DSS Bressert liefert aktuell ein frisches Verkaufssignal, das sicherlich auch bald im MACD bestätigt wird.

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

 

 

DAX arbeitet an dem großen Ausbruch

Der Monatschart zeigt deutlich, welches Potenzial an den Aktienmärkten aus charttechnischer Sicht schlummert. Mit der Auflösung des symmetrischen Dreiecks liegt ein rechnerisches Kursziel in Reichweite, welches den Abschluss des im Monatskursverlauf eingezeichneten übergeordneten aufsteigenden Dreiecks zur Folge hätte. Fünfstellige DAX-Kurse sind somit auch charttechnischer Sicht durchaus möglich. Zwingende Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der DAX auch neue Rekordstände markiert.

Ob dies bereits während der laufenden Aufwärtsbewegung erfolgt oder erst nach einem Rücksetzer, lässt sich aktuell nicht vorhersagen. Immerhin spielt die zeitliche Komponente den Bullen in die Karten. Seit dem Jahr 2000 verkürzen sich die Hausse- und Baissephasen. So dauerte die erste Abschwungphase beginnend Anfang 2000 rund drei Jahre. Der scharfe Rücksetzer ab Anfang 2008 stoppte rund 15 Monate später, in 2011 kapitulierten die Bären nach 5 Monaten. Ähnlich verhält es sich auch mit den Aufwärtsbewegungen.

Auch von Seiten der Indikatoren ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Der trendfolgende MACD notiert aktuell noch deutlich unter den Extremwerten in 1998, 2000 und 2007, ab denen jeweils die Baissephasen einsetzten.

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

 

 

 

Posted in: Indizes

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

Comments are closed.

Werbung
Werbung banner ad
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch die weitere Nutzung der Seite www.chartanalysen-online.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.