By 26. November 2013 Read More →

Chart-Show: 17jähriger Abwärtstrend auf dem Prüfstand

Der globale Abwertungswettlauf der Währungen läuft auf Hochtouren, mit entsprechenden Reaktionen an den Aktienmärkten. Nicht nur die Wall Street oder der DAX profitieren vom billigen Geld.

Wer nach Beispielen sucht, wie groß inzwischen der Einfluss der Notenbanken auf die Dividendenpapiere ist, braucht nur nach Tokio zu schauen. Zwischen Herbst 2012 bis Frühjahr 2013 schoss der seit 1996 in einem Abwärtstrend laufende Nikkei um rund 50 Prozent in die Höhe. Exakt an der Geraden stoppte im Mai die Aufwärtsbewegung, im Anschluss kam es zu einer Korrektur von 38 Prozent der vorherige Aufwärtsbewegung. Beim weltweiten Wettlauf um die Abwertung der heimischen Währung spielt die Bank of Japan ganz vorne mit, und daran wird sich wohl auch so schnell nichts ändern. Erst gestern betonte der Gouverneur der japanischen Notenbank (BoJ) Haruhiko Kuroda, dass die BoJ entschlossen sei, die Inflation innerhalb von zwei Jahren auf zwei Prozent zu heben. Eine klare Aussage die deutlich unterstreicht, dass die Japaner unter den großen Notenbanken derzeit wohl am wenigsten dazu neigen, den sehr expansiven Kurs zu reduzieren. Zudem überraschten die jüngsten Konjunkturdaten auf der negativen Seite und dürften somit die Meinung der Notenbanker bestärken, weiter Vollgas zu geben. Gegenüber dem Dollar rauschte der japanische Yen auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten. Im Gegenzug legten die Kurse am Aktienmarkt zu, der Nikkei notiert aktuell auf einem Sechsmonatshoch. Gefragt waren zuletzt vor allem Aktien von exportorientierten Unternehmen, die verstärkt von der Yen-Abwertung profitieren.

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Doch die Rally beim Nikkei steht jetzt vor einer ernsthaften Bewährungsprobe. Bei 16.000 Punkten verläuft nicht nur das bisherige Jahreshoch, sondern auch der seit 1996 bestehende Abwärtstrend. Sollte diese massive Barriere überwunden werden, dürfte einer Nikkei-Rally 2.0 nichts mehr im Wege stehen. Ob der Ausbruch gelingen wird, ist aber sehr fraglich und hängt nicht zuletzt auch von der weiteren Entwicklung im Streit mit China ab. In der Nacht verschärfte sich der Ton. Nach Aussagen eines Regierungssprechers würde die Errichtung einer eigenen Luftverteidigungszone in den umstrittenen Seegebiet durch China die Lage weiter eskalieren.

In den USA hielt ähnlich wie in Deutschland die Kauflaune am Aktienmarkt zunächst an. Der Dow Jones kletterte zeitweise auf ein weiteres Allzeithoch, auf Schlusskursbasis erreichte der Index bereits den zehnten Rekordstand im November. Ähnlich wie in Frankfurt spielt die Musik aber besonders bei den Nebenwerten sowie Tech-Papieren. Der Chart zeigt es deutlich. Die graue Linie bildet die Performance des Nasdaq Composite ab, schwarz ist der S&P 500 berücksichtigt, blau der Dow Jones und rot der DAX.

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Lässt man die wichtige Tatsache außen vor, dass der DAX ein Performance-Index ist, scheint der heimische Markt besonders seit Anfang Oktober den Rückstand gegenüber den US-Indizes aufzuholen. In einer anderen Liga spielen hingegen die Technologiewerte. Seit Mitte Juli zeigen die spekulativeren Aktien eine deutliche Outperformance. Am Montag kletterte der Nasdaq Composite erstmals seit 13 Jahren über die Marke von 4000 Punkten. Seit Jahresbeginn legte der Index rund 32 Prozent zu und damit gut zehn Prozentpunkte mehr als der Dow Jones. Aber schauen Sie sich den folgenden Kursverlauf an…so ganz allmählich zeigt die Rally Ähnlichkeiten mit der Übertreibung vor 13 Jahren.

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Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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