By 23. Januar 2015 Read More →

Nach der Party droht der Kater

Seit dem Zwischentief vom vergangenen Oktober ist der DAX um gut 2000 Punkte oder rund 25 Prozent gestiegen. Besonders seit Jahresbeginn hat die Dynamik wieder spürbar zugenommen. Nach dem gestrigen Kurszauber wächst nun aber das Risiko einer Konsolidierung.       

 

Im Gegensatz zu den US-Indizes, die noch knapp unter ihren zuletzt erreichten Rekordhochs notieren, sind die deutschen Indizes wieder im Rally-Modus. Sowohl MDAX als auch TecDAX und DAX markierten zuletzt frische Bestmarken in Serie. Allein die Tatsache, dass nun keine charttechnisch bereits bestätigten Widerstände auf dem Weg nach oben lauern, begünstigt einen weiteren Anstieg. Orientierungsmarken für Gewinnmitnahmen sind nicht vorhanden – in einem solchen Umfeld kann es dann auch schnell zu Übertreibungen kommen. Besonders wenn viele Investoren zu Jahresbeginn eher skeptisch und noch nicht investiert waren, müssen diese nun zügig auf den fahrenden Zug aufspringen, um nicht frühzeitig in Performancerückstand zu geraten.

Entsprechende Signale sendet die Volumenentwicklung. Gestern lagen die Umsätze auf Xetra bei 6 Mrd. Euro und damit deutlich über dem 3-Monatsdurchschnitt von 3,4 Mrd. Euro. Der nachfolgende Chart zeigt die DAX-Entwicklung auf Basis von Volumen-Kerzen. Je höher die Umsätze, desto dicker die Kerze. Zuletzt bildeten sich mehrere größere Kerzen aus, offensichtlich strömt derzeit viel Kapital in den Markt (oder wird in den Markt gezwungen). Verfallstage an den Terminbörsen (jeder dritte Freitag im Monat) sind als Sonderereignisse zu berücksichtigen.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Auf Basis bewährter Indikatoren wie dem Abstand zur 21-Tage-Linie wird eine Konsolidierung nun aber immer wahrscheinlicher. Der DAX notiert zum Wochenschluss um 5,5 Prozent über seiner 21-Tage-Linie. Seit Sommer 2012 wurden nur an zwei, drei Tagen Differenzen von mehr als 5,5 Prozent gemessen (Mai 2013 und November 2014). Im Anschluss kam es immer zu Kursverlusten.

Schwache Unterstützungen liegen um 10.300 und 10.200. Selbst ein Rücksetzer bis an das Ausbruchsniveau um 9900 bis 10.100 würde noch nichts an der kurzfristig positiven Einschätzung ändern. Erst darunter müsste die jüngste Bewegung als Fehlausbruch interpretiert werden.

 

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Posted in: Deutschland, Indizes

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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