Angstbarometer und Umsätze im Keller, Hochspannung bei Apple

Themen des Tages:  Impulse gesucht +++ Puts im Sonderangebot +++ Apple – was erwarten die Analysten – welche Signale sendet der Chart?

 

Die Lethargie an den Aktienmärkten stimmt doch ein wenig nachdenklich. Vor allem die Handelsumsätze fallen auf beiden Seiten des Atlantiks seit einigen Tagen äußerst mau aus. Dennoch steigen die Kurse weiter, aber das Fundament ist nicht sehr stabil. Ein Beispiel: Zieht man den kleinen Verfallstag am vergangenen Freitag nicht in die Berechnung ein, lagen die Umsätze auf Xetra in den vergangenen vier Tagen bei rund 2,3 Mrd. Euro. Der ein Monats-Durchschnitt liegt hingegen immer noch bei drei Mrd. Euro, der längerfristige Wert über das vergangene halbe Jahr bei 3,2 Mrd. Euro. Es stellt sich die Frage, mit was wir es zu tun haben – nur dem üblichen Sommerloch oder der Ruhe vor dem Sturm? Zumindest die „Alarmglocke“ des Marktes, das Volatilitätsbarometer VDAX New, ist in den vergangenen Wochen wieder ein wenig zurückgekommen und liegt mit aktuell 16,5 Punkten auf einem recht geringen Niveau. Eine zu große Sorglosigkeit ist aber auch gefährlich und war in der Vergangenheit häufig ein Vorbote für eine deutlichere Korrektur, wie der Kursverlauf von DAX und VDAX zeigen. Es empfiehlt sich daher, Stoppkurs entsprechend anzupassen oder Long-Positionen mit Put-Optionsscheinen abzusichern, zumal die implizite Volatilität derzeit noch eine günstige Versicherung ermöglicht.

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Zum heutigen Handelstag

Die Vorgaben fallen leicht freundlich aus. Während der Dow Jones wie der DAX sich kaum von der Stelle bewegte, legte der marktbreitere S&P 500 um 0,2 Prozent zu. Technologiewerte waren ebenfalls gefragt, der Nasdaq 100 rückte um 0,3 Prozent vor. Insgesamt verzeichneten 2400 der rund 4000 an der NYSE, Nasdaq und Amex gehandelten Papiere Kursgewinne, für 1473 Titel ging es abwärts. Passend dazu lag das Aufwärtsvolumen bei 63 Prozent, dem stand ein Abwärtsvolumen von 34 Prozent entgegen. Allerdings nimmt auch an der Wall Street die Überhitzungsgefahr zu: Inzwischen notieren 86 Prozent der Aktien über ihrem 20-Tage-Durchschnitt, im historischen Vergleich ein sehr hoher Wer, der kaum noch Luft nach oben lässt.

Höhepunkt des Tages sind die nachbörslich (22.15 Uhr) erwarteten Zahlen von Apple. Vorstandschef Tim Cook gab für das im Juni endende dritte Quartal eine Umsatzerwartung von 33,5 bis 35,5 Mrd. Dollar aus. Analysten reagierten bereits in den vergangenen Wochen und Monaten und passten ihre Ergebnisprognosen deutlich nach unten an. Im Konsens soll der Gewinn je Aktie bei 7,31 Dollar liegen, Flüsterschätzungen gehen derzeit aber noch von 7,71 Dollar aus. Sollten die Erwartungen aber zutreffen, wäre dies ein Rückgang von gut 21 Prozent. Cook gab angesichts der für Apple-Aktionäre ungewohnten Geschäftsentwicklung ein breites Dividenden- und Ausschüttungsprogramm bekannt. So soll die Quartalsdividende um 15 Prozent auf 3,05 Dollar seigen, dass Aktienrückkaufprogramm wird von zehn auf 60 Mrd. Dollar erhöht.

Charttechnisch drängt sich jedenfalls ein Einstieg nicht auf. Zumindest zeigt das Kursbild eine zuletzt nachlassende Abwärtsdynamik. Mehr „positive“ Signale sind aber nicht zu erkennen. Im Gegenteil. Seit Februar bildet der Tech-Wert eine Serie von fallenden Bewegungshochpunkten aus. Anders formuliert: Kurserholungen werden immer früher zum Verkauf bestehender Positionen genutzt, der Abgabedruck bleibt somit weiterhin hoch. Für ein erstes Kaufsignal müsste die Aktie mindestens das Niveau von 470 Dollar per Wochenschluss hinter sich lassen.

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Zur Verfügung gestellt von: Forexpros dem Aktien Portal

 

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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