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By 11. Februar 2015 Read More →

DAX – sind 200 Prozent erst der Anfang?

Im täglichen Hin und Her an den Märkten verliert man als Anleger schnell den Überblick, welche Signale die übergeordneten, langfristigen Trends liefern. Gerade die vergangenen Wochen waren an den Aktienmärkten von einer erhöhten Volatilität geprägt. Erstaunlich ist vor allem die Entwicklung der Volatilität.  

Während der DAX seit Jahresbeginn eine beeindruckende Rally zeigte, behauptete der VDAX-New als klassisches Angstbarometer der Börse sein erhöhtes Niveau von rund 23 bis 27 Punkten. Normalerweise werden steigende Kurse von einer fallenden Volatilität begleitet. Die jüngste Rally stellt eine Ausnahme dar. Zur Einordnung: Eine ähnlich hohe Nervosität wie derzeit lag auch während der letzten kleineren Korrektur Mitte Dezember vor. Damals notierte der DAX aber rund 1400 Zähler tiefer.

Vielfach ist in Analysen zu lesen, dass die seit März 2009 laufende Rally sehr reif ist und eigentlich nicht weiter bestehen kann. Richtig ist, dass die Bullen bereits lange am Drücker sind und in den vergangenen Monaten und Jahren vor allem keine gesunde, marktbereinigende Korrektur von bis zu 20 Prozent stattgefunden hat. Rückschläge sind aber wichtig, weil nur so verlässliche Unterstützungen ausgebildet werden und das Risiko auf der Unterseite begrenzen. Steigen hingegen die Märkte ohne Verschnaufpause, reicht oft bereits eine eher unbedeutende Meldung und es kommt zu überraschend kräftigen Abwärtsbewegungen, weil viele investierte Anleger auf hohen Buchgewinnen sitzen und diese zügig realisieren wollen. Noch dramatischer wird es, wenn überraschende Ereignisse – sog. schwarze Schwäne – ihre Wirkung entfalten. Jüngstes Beispiel war die Aufhebung der Mindestkurses durch die Schweizer Nationalbank.

Um eine bessere internationale Vergleichbarkeit zu gewährleisten, bietet sich der DAX Kursindex an. Anleger die im Frühjahr 2009 zum Tiefpunkt eingestiegen sind, liegen nach knapp sechs Jahren derzeit mit rund 200 Prozent im Gewinn. Eine starke Performance, die aber im Rückspiegel betrachtet nicht für eine Platzierung unter den Top 3 reicht. Ausgehend vom Rezessionstief in 2003 schraubte sich der DAX in gut vier Jahren um 268 Prozent in die Höhe, die ab 1982 einsetzende Rally erreichte in der Spitze nach 7 1/2-Jahren sogar 313 Prozent. Ungeschlagen an erster Stelle ist die Aufwärtsbewegung ab 1992. In den folgenden gut sieben Jahren kletterte der DAX sogar um 468 Prozent.

Im gestrigen Chart-Webinar haben wir uns mit weiteren interessanten Performance-Vergleichen beschäftigt. Im Mittelpunkt standen aber die 30 DAX-Aktien – mit teils ungewöhnlichen Grafiken zeigen Analysen des inneren Marktes recht erstaunliche Erkenntnisse. Die Aufzeichnung können Sie sich noch einmal in Ruhe ansehen, dazu einfach auf das Bild klicken. In der kommenden Woche rücken die Indizes der zweiten Reihe in den Fokus.

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Posted in: Deutschland, Indizes

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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