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Lanxess, Lufthansa, K+S – innerhalb von nur zwei Tagen…

Ausverkauf bei den Edelmetallen und am Ölmarkt, dazu die Turbulenzen am chinesischen Aktienmarkt und der drohende Grexit – der DAX musste in den vergangenen Monaten viele Herausforderungen meistern. Dennoch fällt die Bilanz bisher recht gut aus, vor allem im Vergleich zum großen Bruder an der Wall Street.

Mit VW, Lufthansa, E.ON und RWE notieren nur vier der 30 Indexmitglieder seit Januar im Verlust. RWE als Schlusslicht im Ranking büßte mit 26 Prozent überdurchschnittlich ein, beim Versorger ist die Bilanz auch über vier Wochen, 6 Monate, ein Jahr und drei Jahre negativ. Keine andere DAX-Aktie zeigt ähnlich schwache Performance-Daten. Mehr als die Hälfte der Werte legte hingegen prozentual zweistellig zu. Deutsche Börse stehen mit 40 Prozent auf dem Bronzerang, Fresenius rückte um 45 Prozent vor und die K+S-Aktie dank der Übernahmefantasie um 63 Prozent.

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Quelle: Captimizer

Im heutigen Chart-Webinar stehen die Verlierer des ersten Halbjahres im Mittelpunkt – und ihre zahlreichen Fragen vom letzten Webinar ;-). Anmelden können Sie sich gerne hier.

Dickschiffe mit mäßiger Bilanz

Entscheidend für den DAX ist aber vor allem die Kursentwicklung der sechs schwersten Papiere. Hier ist lediglich Bayer mit 19 Prozent weit oben zu finden, auch Daimler lieferte mit 18 Prozent Zuwachs viele Punkte für den Gesamtmarkt. Allianz mit acht und vor allem Siemens mit vier Prozent bremsen hingegen den DAX aus. Im Ergebnis reicht es bisher nur zu Gewinnen von 14 Prozent seit Jahresbeginn beim international vergleichbaren Kursindex. Der Euro Stoxx 50 legte um 15 Prozent zu, der französische CAC 40 sogar um 20 Prozent.

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Quelle: Captimizer

Den Anschluss verloren haben der britische und amerikanische Aktienmarkt. Lediglich der Nasdaq 100 als sehr zyklischer Index kann mit acht Prozent Gewinn seit Jahresanfang punkten, der breite S&P 500 aber auch der Dow Jones treten hingegen auf der Stelle.

Schwaches Fundament – Crash-Signal?

Bereits seit dem Frühjahr können die US-Aktienindizes nicht mehr restlos überzeugen. Zwar befinden sich die großen Barometer langfristig gesehen in einem Aufwärtstrend, der aktuell auch noch nicht zur Disposition steht. Die anhaltende Schwäche beim Dow Jones Transport-Index ließ aber schon früh berechtigte Zweifel aufkommen, ob nachhaltig neue Bestmarken erreicht werden. Im Mai markierte der S&P 500 noch Rekordstände, allerdings kam es nicht zu Anschlusskäufen. Grund dafür ist die kontinuierlich nachlassende Marktbreite.

Zur Jahreswende lag die Anzahl der Aktien im Index, die über ihrer 200-Tage-Linie notieren, noch bei 75 Prozent. Obwohl der S&P anschließend noch seine Rekordmarke verbesserte, sank die Quote kontinuierlich und lag zuletzt nur noch bei 45 Prozent. Vergleichbare Werte wurden zuletzt Mitte Oktober 2014 und im November 2012 gemessen. Nach beiden Zeitpunkten kam es zu einer dynamischen Erholung. Die zuletzt in den Börsenmedien stark kritisierte schwache Marktbreite in den US-Indizes ist zwar gefährlich, muss aber nicht zwingend als ein Signal für eine bevorstehende Korrektur interpretiert werden. Die Vergangenheit lässt eher das Gegenteil erwarten.

Verliereraktien – bitte einsteigen

Wichtige Voraussetzung für eine positive Entwicklung wären breit angelegte Käufe von Investoren. Nicht nur die Gewinner müssen gekauft werden, sondern auch die bisherigen Verlierer. Gesundheit und zyklische Konsumwerte waren in den vergangenen Monaten gefragt, beide Branchen rückten um elf Prozent vor. Ausgebremst wird der US-Aktienmarkt hingegen von der Versorgern (minus sechs Prozent), Industriewerten und vor allem dem Energiesektor (minus 14 Prozent). Chevron verloren seit Jahresbeginn als schwächster Wert im Dow Jones rund 22 Prozent, Exxon Mobil 14 Prozent. Vor allem Exxon bremste zuletzt den S&P 500 aus. In den vergangenen zwei Tagen sank die Marktkapitalisierung um rund 19 Mrd. Euro. Dies entspricht dem Börsenwert von Lufthansa, K+S und Lanxess. Auch Apple befindet sich auf dem absteigenden Ast. Zu Wochenbeginn fiel die Aktie erstmals seit Mitte September 2013 wieder unter ihre 200-Tage-Linie, nun droht sogar der langfristige Aufwärtskanal zu brechen.

Was bedeutet die Schwäche der US-Aktien für den DAX? Hier ist eindeutig festzustellen, dass die in den vergangenen Jahren sehr enge Korrelation seit Anfang 2015 deutlich geringer ausfällt. Nachdem mit 0,7 bis 0,9 lange Zeit ein hoher Gleichlauf vorlag, sank der Wert zuletzt markant und liegt nur noch bei 0,35 (s. Chart). Natürlich kann sich auch der DAX der Entwicklung in den USA nicht vollkommen entziehen. Noch aber zeigt der Chartanalysen Online-Indikator ein Kaufsignal auf kurz- und langfristiger Ebene an (hier). Für Trader sind zudem passende Hebelpapiere für steigende und fallende Kurse angegeben.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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