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Doppelte Hiobsmeldung für K+S

In den deutschen Städten werden wieder die Weihnachtsmärkte aufgebaut, pünktlich zum Auftakt wird auch das Wetter spürbar kälter. Schnee und Eis kündigen sich an, und damit gute Geschäfte für K+S. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht, denn der Kalimarkt bereitet Kummer.

 

Knapp neun Prozent Gewinn seit Jahresanfang und fünf Prozent im November – die Aktionäre von K+S können eigentlich ganz zufrieden sein. Doch die Zahlen sind nur die halbe Wahrheit. Der Sommer verlief äußerst turbulent, die geplatzte Übernahme durch Potash hinterließ deutliche Spuren im Chart.

 

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Inzwischen konzentriert man sich wieder stärker auf die eigenen Projekte, eine drohende Übernahme ist vorerst vom Tisch. Für das Management bleibt aber kaum Zeit um Luft zu holen. Am Montag meldete der russische Düngemittelkonzern Uralkali Einbußen bei Produktion, Absatz und Umsatz im dritten Quartal. Bei den Erlösen verzeichnete der Konkurrent einen vergleichsweise starken Rückgang von neun Prozent auf 819 Mio. Dollar. Für 2015 sind die Prognosen daher verhalten, Uralkali rechnet mit einem globalen Absatz von Pottasche von 58 Millionen Tonnen, rund acht Prozent weniger als im Vorjahr.

Doch damit nicht genug, Ärger droht K+S auch von der Politik. Ab 1. Dezember darf der Konzern keine Abwässer mehr in den Boden leiten. Nach Angaben der Wirtschaftswoche haben die hessischen Behörden die entsprechende Genehmigung nicht verlängert. Ob vor Weihnachten noch eine Übergangslösung erzielt wird, ist offen. „Die Kaliproduktion in Hessen und Thüringen ist in Abhängigkeit von der Wasserführung der Werra dadurch in wenigen Tagen möglicherweise nur noch eingeschränkt gewährleistet“, sagte Ralf Diekmann, Geschäftsführer der K+S Kali GmbH – weitere Infos gibt es hier.

Der Markt reagiert dennoch eher gelassen auf die jüngsten Berichte. Nach wie vor pendelt die Aktie in der seit Anfang Oktober bestehenden Range zwischen 22,50 Euro bis 25 Euro. Erst wenn die Zone an einer Seite durchbrochen wird, dürfte der nächste Impuls deutlicher ausfallen und Tradern neue Chancen bieten. Die Aussichten für die Aktie  beleuchten wir genauer in den Webinaren, anmelden können Sie sich hier (Dienstag) und hier (Mittwoch).

 

Posted in: Aktien, Deutschland

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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