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Deutsche Bank – jetzt kann es ganz schnell gehen

In den vergangenen Monaten sind die Bank-Aktien etwas aus den Fokus gerückt. K+S sowie Volkswagen dominierten die Schlagzeilen bei den Blue Chips. Anleger die eher antizyklisch agieren, könnten sich aber schon bald richtig freuen.

Beginnen wir zunächst mit den schlechten Nachrichten. Auch 2015 setzte sich die Leidensphase bei den Finanzwerten fort. Nachdem die Aktien der Commerzbank im vergangenen Jahr um gut sechs Prozent und die der Deutschen Bank sogar um 24 Prozent verloren, stehen beide Papiere kurz vor Jahresschluss mit rund 13 Prozent in den Miesen. Nur für ThyssenKrupp, VW, E.ON und RWE lief es in den vergangenen knapp zwölf Monaten schlechter.

Sektor kämpft mit zahlreichen Herausforderungen

Nach den Gründen für die schwache Entwicklung muss man nicht lange suchen, die letzte Berichtssaison zeigte deutlich die Baustellen der Branche. Beispiel Deutsche Bank: Beim Branchenprimus drückten Abschreibungen auf Firmenwerte über 5,8 Mrd. Euro das Ergebnis, insgesamt beliefen sich die Sonderaufwendungen auf sieben Mrd. Euro. Nach neun Monaten blieb ein kräftiger Fehlbetrag in der Bilanz.

Auch wenn die Bankbilanzen seit Ausbruch der Finanzkrise deutlich geschrumpft sind, wird noch viel Zeit vergehen, bis die Geschäftsmodelle an das veränderte Marktumfeld und die immer strengeren Regulierungsvorschriften angepasst sind. Viele Bereiche wurden bereits abgewickelt oder verkauft, da ein enormer Eigenkapitalbedarf zur Erfüllung der Basel III-Vorschriften benötigt wird. Zugleich leidet das operative Geschäft unter dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld, dem geringen Wirtschaftswachstum und der schwachen Kreditnachfrage.

Chance-Risiko könnte nicht besser sein

Zwischenfazit: Die Perspektiven sind denkbar schlecht, andere Branchen bietet deutlich mehr Potenzial. Vor diesem Hintergrund ist die schwache Performance nicht überraschend. Antizykliker reiben sich hingegen die Hände.

Und hier kommt vor allem die Charttechnik ins Spiel. Schauen wir auf den Kursverlauf der Deutschen Bank. Mit gut 21 Euro gibt es die Papiere derzeit so günstig wie seit vier Jahren nicht mehr. Zuletzt notierte der Wert im Spätsommer 2011 auf einem vergleichbaren Niveau. Am Dienstag zeigt der US-Bankenindex die beste Tagesperformance seit zwei Monaten. Entscheidend für das Timing ist aber der Abstand zur 200-Tage-Linie. Zuletzt notierte die Aktie um mehr als 20 Prozent unter dem viel beachteten Durchschnitt. Ähnlich war die Ausgangslage auch im November 2012, Juli 2012 und August 2014 (s. grüne Markierungen). Anschließend kam es immer zu einer Erholung. Zudem zeigt die Aktie meist zum Jahreswechsel oder in den ersten Monaten des Jahres eine scharfe Rally (grüne Ellipsen).

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Trader können je nach Risikogeschmack über unterschiedliche Produkte und somit Strategien von der Ausgangslage profitieren. Inline-Optionsscheine mit einem unteren Level bei rund 19 Euro bieten derzeit attraktive Konditionen, wie die SE1KZS. Die obere Grenze von 35 Euro spielt kaum eine Rolle, der Schein lockt mit einer Rendite von 52 Prozent oder 334 Prozent p.a. bei einer Laufzeit bis Mitte März 2016. Eine etwas weniger risikoreiche Alternative ist der Capped-Call PB1T1N mit einem Cap bei 20 Euro und Laufzeit bis September 2016. Die Rendite liegt bei 35 Prozent oder 50 Prozent p.a. Wer hingegen aggressiver einsteigen will, setzt auf den Knock out Bull mit der WKN DE756N, Kursveränderungen werden um den Faktor 5,2 verstärkt.

Mit den Bank-Aktien sowie möglichen Kursreaktionen des Marktes auf die Fed-Entscheidung haben wir uns auch im Chart-Webinar beschäftigt. Die Aufzeichnung finden Sie hier.

Posted in: Aktien, Deutschland

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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