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Deutsche Bank, BASF: Jetzt die 2oo-Tage-Regel beachten

Mit Beginn des letzten Quartals zeichnet sich unter den 30 DAX-Mitgliedern ein kleiner Favoritenwechsel ab. Nachdem sich bis in den Spätsommer vor allem defensive Werte wie Fresenius und Deutsche Börse besser entwickelten als der Durchschnitt, scheinen nun auch hier Gewinnmitnahmen einzusetzen. Lufthansa und Adidas rücken in den Vordergrund.

Viele Anleger werden froh sein, wenn der September vorbei ist. Mit Ausnahme des TecDAX fällt die Bilanz für nahezu alle internationalen Indizes negativ aus. Bereits seit April geht der Trend bei den Blue Chips nach unten. Vom Rekordhoch am 10. April bei 12.390 Punkten hat sich der deutsche Leitindex um rund 23 Prozent nach unten abgesetzt. Ungefähr 350 Mrd. Euro an Marktkapitalisierung wurden seitdem vernichtet, zuletzt belasteten allein die kräftigen Abgaben bei den Autoherstellern den Index mit geschätzten 400 Punkten. Im Vergleich zu anderen Börsen kam der DAX sogar überdurchschnittlich kräftig unter die Räder, was an der Indexzusammensetzung liegt. Rund 55 Prozent der Aktien können zu den Zyklikern gezählt werden, deutlich mehr als beim Euro Stoxx 50, hier liegt die Quote nur bei rund 30 Prozent.

Goldener Herbst

Saisonal beginnt jetzt die beste Phase des Jahres, zumindest wenn man der Statistik glaubt. In den vergangenen 50 Jahren kletterte der DAX im Oktober durchschnittlich um ein Prozent. 31 Mal behielten die Käufer die Oberhand, wobei auch kräftige Gewinne keine Seltenheit waren. Prozentual zweistellige Zuwächse lieferte der Index in 2002, 2003 und 2011, 1997 und 2008 ging es allerdings auch deutlich in den Keller. Ähnlich sieht die Bilanz für den S&P 500 aus. Hier sind meist die ersten sieben Handelstage von Kursschwäche gekennzeichnet, anschließend geht es oft aufwärts. Der Oktober hat sich schon mehrfach als “Bären-Killer” bewährt, seit dem 2. Weltkrieg endeten 12 Bären-Märkte.

Quelle: Captimizer

Quelle: Captimizer

Clevere Auswahl

Chancen bieten aber natürlich nicht nur die Indizes, sondern auch zahlreiche Einzelwerte. Hier sollten Anleger für den Jahresschlussspurt auf einen Mix aus Aktien setzen, die sich bisher bewährt haben (Adidas, Beiersdorf, Deutsche Telekom liegen um weniger als zehn Prozent unter ihrem Jahresshoch) sowie auf Papiere mit Nachholpotenzial. Letztere sollten dabei zwingend ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis aufweisen. Hier sind Linde, Henkel oder auch BASF zu nennen, die an mehrfach bewährten, breiten Unterstützungszonen angekommen sind. Bei BASF verläuft der Nachfragebereich zwischen 62 bis 65 Euro und kann bis Ende 2012 zurückverfolgt werden. Wer beim Schwergewicht an schwächeren Tagen einsteigt, erkauft sich bereits mit einem Kursziel bis an das Hoch der jüngsten Erholung (72,50 Euro) ein positives Chance-Risiko-Verhältnis. Zudem ist die Aktie derzeit überverkauft.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Auch die Aktien der Deutschen Bank werden langsam wieder interessant. Hier hat sich besonders ein antizyklischer Ansatz bewährt. Im Frühjahr waren zahlreiche Analysen zu lesen, in denen die Papiere zum Kauf empfohlen wurden. Ein klassisches Warnsignal, denn bei rund 33 Euro notierte der Finanzwert gefährlich weit über seiner 200-Tage-Linie (rote Markierung). Inzwischen liegt der Abstand bei minus 16 Prozent, ab minus 20 Prozent eröffneten sich in den vergangenen Jahren immer gute Einkaufsgelegenheiten.

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Im gestrigen Chart-Webinar haben wir natürlich noch zahlreiche weitere Charts besprochen, die aktuell sehr aussichtsreiche Signale zeigen. Um die Aufzeichnung zu sehen, bitte auf das Bild klicken.

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About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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