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Daimler, K+S, Volkwagen – Ausblick 2016 nach dem Schock

Die Aktienmärkte gönnen sich keine Atempause, gleich in den ersten Tagen des Jahres stehen wieder die alten Probleme ganz weit oben auf der Agenda. China, der Ölpreis, Konjunktursorgen – es gibt viele Gründe, in sichere Häfen zu flüchten. Nur zwei Aktien aus dem DAX – Lufthansa und Fresenius Medical Care – liegen seit Jahresbeginn noch im Plus. Wie geht es weiter?

Deutlicher könnte die Bilanz kaum ausfallen: Seit dem Jahreswechsel sackte der DAX bereits um knapp sieben Prozent oder 700 Punkte ab, schneller als erwartet steht erneut das wichtige Dezember-Tief bei rund 10.150 Zählern auf dem Prüfstand. Rund die Hälfte der Blue Chips büßte seit Jahresbeginn um mehr als fünf Prozent ein, VW verzeichnet bereits prozentual zweistellige Verluste. Auch auf mittelfristiger Sicht sieht die Lage inzwischen alles andere als gut aus: Ausgehend vom 12-Monats-Hoch verloren bereits 17 DAX-Aktien um mehr als 20 Prozent und befinden sich somit im Bärenmarkt. Die Kursverluste in den vergangenen Wochen wirken sich nun zunehmend auch im langfristigen Trendverhalten negativ aus.

Größere Umschichtungen

Die Trenddynamik-Übersicht vom Börsendienst Index-Radar zeigt die aktuelle Ausgangslage: Mit Allianz, Adidas, Deutsche Börse, Fresenius, Infineon, Lufthansa und SAP weisen nur noch sieben Papiere einen übergeordneten Aufwärtstrend auf (grüner Balken). Eindeutig Richtung Süden geht bereits der Blick bei wichtigen Indexschwergewichten wie BASF, Bayer, Daimler und Siemens.

Quelle: index-Radar.de

Quelle: index-Radar.de

Zwar sind einige Papiere auf Basis statistischer Vergangenheitswerte bereits leicht überverkauft, weiteres Korrekturpotenzial besteht aber nach wie vor. Auch für den Gesamtmarkt kann noch längst nicht Entwarnung gegeben werden. Derzeit behaupten sich noch rund ein Drittel der DAX-Aktien über ihrer 200-Tage-Linie. Während der Tiefpunkte 2009 und 2011 lag die Quote hingegen bei weniger als zehn Prozent.

Aufgepasst bei KGV-Schnäppchen

Eher fundamental ausgerichtete Anleger können hingegen anführen, dass sich mit den fallenden Kursen auch die Bewertungsrelationen verbessern. Gute Orientierung liefern die langfristigen Durchschnittswerte für das KGV – berechnet vom Partnerportal boersengefluester.de.   In der abgebildeten Übersicht wurde zudem noch die Abweichung zwischen dem 2016er-KGV und dem 10-Jahres-Durchschnitt berechnet und farblich markiert. Ob die unterstellten Gewinnschätzungen allerdings auch tatsächlich erfüllt werden, steht auf einem anderen Blatt.

Quelle: boersengefluester.de

Quelle: boersengefluester.de

Von großer Bedeutung für den im internationalen Vergleich stark zyklisch ausgerichteten DAX ist besonders die Entwicklung der Weltwirtschaft. Sollte die globale Wirtschaft zur Schwäche neigen und damit die Nachfrage in vielen Absatzmärkten enttäuschen, wäre dies schlecht für konjunkturabhängige Firmen wie Daimler, BMW, Volkswagen, ThyssenKrupp, BASF, Infineon, Deutsche Bank und Commerzbank. Wichtig für die Papiere der Autobauer sowie für Infineon und Deutsche Telekom ist zudem die Entwicklung auf den Währungsmärkten.

Im Chart-Webinar „DAX-Aktien Spezial“ haben wir die fundamentalen und charttechnischen Signale noch genauer unter die Lupe genommen. Um die Aufzeichnung zu sehen, bitte auf das Bild klicken:

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Die weiteren Termine für die kommenden Chart-Webinare finden Sie in der hier in der Übersicht.

Posted in: Aktien, Deutschland

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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