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Charts mit viel Potential

Während die Aktienmärkte weiterhin auf der Suche nach Orientierung sind, fällt das Bild an den Devisenmärkten deutlich klarer aus. Bestes Beispiel ist der Euro gegenüber dem Dollar. Aber auch in anderen Währungspaaren wird es nun spannend.

Innerhalb von gut einer Woche kletterte die Gemeinschaftswährung von 1,36 bis an das Jahreshoch bei 1,38 Dollar. Ein steiler Anstieg, der zunächst bei vielen Anlegern wohl Befürchtungen vor einem Doppel-Top hervorrufen könnte, zumal der weitere Weg Richtung Norden nun deutlich schwerer fallen dürfte. Denn um Bereich um 1,39 Dollar verläuft eine seit Juli 2008 bestehende Abwärtstrendlinie, die zusammen mit einer durch Parallelprojektion an den 2008er- und 2010er-Tiefs gespiegelte Trendlinie eine langfristige Abwärtsflagge aufweist. Die Ausgangslage ist somit klar: Sollte der Euro weiter Aufwerten und über 1,40 Dollar steigen, eröffnet sich aus der Formation kräftiges Potential auf der Oberseite.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Technisch wäre dies ein deutliches Kaufsignal, allerdings reicht es nicht aus, nur den Chart zu beachten. Denn die EZB würde einer solchen Entwicklung nicht tatenlos zusehen. In den vergangenen Wochen war durchgesickert, dass Notenbank-Chef Mario Draghi einen Eurokurs von über 1,30 Dollar angeblich als schädlich für die Wettbewerbsfähigkeit der Eurozonen-Länder in Südeuropa bezeichnet. Einige Kritiker weisen bereits darauf hin, dass der zuletzt stärkere Euro die mühsam erkämpften Reformerfolge zunichte macht und fordern daher ein stärkeres Eingreifen der EZB. Zwischenfazit: Sollte der Euro über die psychologisch wichtige Marke von 1,40 Dollar steigen, hellen sich zwar die charttechnischen Aussichten deutlich auf. Zugleich dürften aber auch verbale Attacken durch zahlreiche EZB-Mitglieder deutlicher schärfer werden. Heute spricht EZB-Präsident Draghi vor dem Europa-Parlament, Hinweise auf das weitere Vorgehen der Notenbank sind durchaus möglich.

Kurzfristig ist der Blick zunächst auf einige amerikanische Daten gerichtet. So stehen am Nachmittag die US-Einzelhandelsumsätze für November auf der Agenda. Wegen der starken Pkw-Verkäufe erscheint ein kräftiges Monatsplus durchaus möglich, die Konsensschätzungen (+0,6%) könnten übertroffen werden und somit die starken Daten der vergangenen Tage fortführen. Zugleich dürften auch die Erwartungen, dass die Fed bereits in der kommenden Woche eine Rückführung der Anleihekäufe ankündigt, steigen. Als Zünglein an der Waage sieht die Helaba in ihrem Tagesausblick die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Ein weiterer Rückgang oder auch nur ein Wert unter 300.000 dürfte die Wahrscheinlichkeit für einen Fed-Beschluss erhöhen. Allerdings haben die Fed-Mitglieder in der Vergangenheit auch immer nach einem Grund gesucht, den Start der Rückführung zeitlich nach hinten zu legen. Als Argumentationshilfe dienen zum Beispiel die Inflationsdaten. Die Importpreise dürften im Monatsvergleich weiter sinken, hier bestehen nach wie vor eher deflationäre Tendenzen.

Austral-Dollar ist zu hoch beweret

Abseits von EUR/USD lohnt es sich aktuell aber auch, andere Devisenpaare genau im Blick zu behalten. In einigen Chart kam es oder könnte es bald zu wichtigen Ausbrüchen über Widerstände oder unter Unterstützungen kommen. Dazu zählt der Euro gegenüber dem australischen Dollar. Vor knapp zwei Wochen bestätigte die Reserve Bank of Australia wie erwartet den Leitzins bei 2,5 Prozent. Zudem bekräftigen die Notenbanker erneut ihre Meinung, dass der Austral-Dollar nach wie vor zu hoch bewertet sei. Auch der heute vorgestellte Arbeitsmarktbericht passt in das derzeit schwache Bild, die Arbeitslosenquote stieg von 5,7 Prozent auf 5,8 Prozent.

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Schweizer in Bedrängnis

Nicht minder spannend ist das Bild des Schweizer Franken, sei es gegenüber dem Euro, Japanischen Yen oder US-Dollar. Auf der heutigen Zinssitzung der Schweizer Notenbank wird eine Beendigung des Mindestkurses von 1,20 CHF (gegenüber dem Euro) genauso wenig bekannt gegeben wie eine Anhebung. Allerdings könnten die Inflationsprogosen leicht nach oben genommen werden. Sollte die angespannte Lage auf dem Schweizer Immobilienmarkt die Teuerung anheizen, wird es spannend, wie die SNB reagieren wird.  Für ein Einfamilienhaus müssen inzwischen vielfach mehr als 6 Jahreseinkommen aufgewendet werden, der Durchschnitt liegt bei 5,2 Jahren. In den vergangenen zwei Wochen fiel der Kurs in Richtung 1,22 CHF, der Mindestkurs von 1,20 Euro rückt allmählich näher. Bei einer anziehenden Inflation steht die Notenbank vor der Wahl zwischen Mindestkurs und Preisniveaustabilität.

Euro / Schweizer Franken

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Japanischer Yen / Schweizer Franken:

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US-Dollar / Schweizer Franken:

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About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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