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Chart-Check Alcoa – Tanz auf der Klinge

Alcoa ist zwar am 20. September nach US-Börsenschluss aus dem Dow Jones abgestiegen, die Quartalssaison im S&P 500 wird der Wert dennoch eröffnen. Wie sind die Prognosen und welche Chancen bietet der Kursverlauf?

 

Nach Handelsschluss an der Wall Street muss der Aluminiumriese Farbe bekennen. Ähnlich  wie für den gesamten Markt stutzten die Analysten auch für Alcoa ihre Erwartungen in den vergangenen Monaten. Die Prognose liegt bei einem Gewinn je Aktie von 0,06 Dollar für das dritte Quartal, vor drei Monaten lagen die Schätzungen noch bei 0,10 Dollar. Viel wichtiger als die vergangenen Zahlen ist aber der Ausblick. Wegen der breiten Aufstellung gilt Alcoa als Barometer für die Weltwirtschaft. Ob das Management aber eine Prognose abgeben wird, erscheint angesichts der Unsicherheit hinsichtlich der Budget-Streitigkeiten in Washington sehr fraglich.

 

Im Juni rutsche die Aktie unter den Haltebereich bei acht Dollar und lieferte eigentlich ein klassisches Verkaufssignal. Ein größerer Ausverkauf blieb aber aus, der Rohstoffwert stabilisierte sich in den Sommermonaten bei 7,65 / 7,70 Dollar. Grund für die überraschende Entwicklung war der Fehlausbruch bei Aluminium. Der Rohstoff fiel zwar ebenfalls auf ein neues Verlaufstief, drehte aber oberhalb von 1700 Dollar wieder nach oben und zeigte im August eine deutlichere Erholung. Mit einer Verzögerung von rund vier Wochen kam es auch bei der Alcoa-Aktie zu einer Gegenbewegung, die exakt bis an einen seit Anfang 2012 bestehenden Abwärtstrend reichte. Inzwischen notiert der Wert erneut bei rund acht Dollar.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Übergeordnet dominiert somit ein intakter Abwärtstrend, wobei die Dynamik in den vergangenen Monaten spürbar nachgelassen hat. Antizyklische Long-Positionen erscheinen nicht ratsam, denn die fallende Trendlinie bei aktuell 8,50 Dollar begrenzt das Potenzial auf rund sechs Prozent. Signale für einen Sprung über die Begrenzungslinie sind derzeit nicht zu erkennen, zumal auch der Aluminiumpreis fallende Bewegungshochpunkte aufweist. Auf der Short-Seite können mutige Anleger einen Versuch starten, wenn die Aktie ein neues Verlaufstief ausbilden sollte und dies auch durch den Rohstoffpreis untermauert wird. Für alle anderen Anleger stellt die Aktie zumindest aus charttechnischer Sicht aktuell kein attraktives Investment dar.

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About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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