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Barrick Gold und Nordex – was sagen die Charts?

Gold als Krisenwährung hat längst ausgedient, dies zeigte sich deutlich in den vergangenen Wochen, als das Edelmetall nicht von der Schuldenkrise in Athen profitierte. Der Schalter an den Finanzmärkten steht wieder auf “Risk On”. Während die Vola abstürzt, loten Technologieaktien ihre Grenzen aus.

Gefühlt bewegen sich die amerikanischen Aktienmärkte seit Jahresbeginn kaum vom Fleck. S&P 500 sowie Dow Jones laufen in einer breiten Seitwärtsbewegung, nur die Technologiewerte können halbwegs überzeugen. Schaut man aber auf den breiten Markt wie den Nasdaq Composite, fällt besonders deutlich die Schwäche der Marktbreite auf. Während Dickschiffe wie Google den Nasdaq 100-Index in die Höhe treiben und das Rekordhoch aus dem Jahr 2000 bei 4704 Punkten auf Schlusskursbasis bald fallen sollte, haben breite Barometer wie der Nasdaq Composite noch nicht einmal das Juni-Hoch zurückerobert. Auch bei den amerikanischen Nebenwerten halten sich Investoren derzeit zurück, der Russell 2000 kann sich vom Verlaufshoch von Anfang Juni nicht absetzen. Fazit: Einzelnen Trendaktien (Google) werden derzeit in den USA gespielt, oft handelt es sich dabei um Schwergewichte, die den gesamten Markt oben halten. Insgesamt ist die Marktbreite aber alles andere als überzeugend, im S&P 500 handeln nur noch die Hälfte der Aktien über ihrer 200-Tage-Linie – obwohl der Index am Rekordhoch steht.

BullebaerDeutliche Unterschiede zeigen sich auch bei der Branchenselektion. Versorger und Energiewerte sind mit minus neun Prozent seit Jahresbeginn die größten Verlierer und drücken wegen ihrer hohen Indexgewichtung spürbar den Gesamtmarkt. Zyklische Konsumaktien sind hingegen gefragt, noch besser läuft es mit 13 Prozent für die Gesundheitssparte.

Wir wichtig es ist, den übergeordneten Trend einer Aktie zu beachten, wird derzeit auch sehr gut deutlich am Kursverlauf von Barrick Gold und Nordex. Beide Werte sind mit vollkommen unterschiedlichen Voraussetzungen in das zweite Halbjahr gestartet. Während die Papiere des Minenunternehmens seit Ende 2011 in einer Abwärtsbewegung gefangen sind, weist der Trend bei den Norddeutschen seit Spätsommer 2012 stramm nach oben.

Nordex: Jetzt zählt es

Besonders pikant: Aktuell sind beide Titel aus Sicht der Markttechnik in Extrembereiche gelaufen. Bei Nordex steht die Oberseite der seit Ende 2014 bestehenden Handelsspanen bei 26,20 Euro auf dem Prüfstand. In den vergangenen Monaten scheiterten mehrere Versuche einer Trendbeschleunigung. Auch jetzt ist die Luft dünn, die Aktie hat sich mit 15 Prozent recht weit von ihrer 21-Tage-Linie nach oben abgesetzt. Heute könnte somit eine Vorentscheidung fallen: Bleibt Nordex gefragt und bricht aus dem Kanal, kommt es zu einer Trendbeschleunigung, die wir zuletzt im Frühjahr 2014 gesehen haben. Damals entfernte sich die Aktie um bis zu 22 Prozent von ihrem Monatsmittelwert. Dies würde auf einen Kursbereich von rund 27,70 Euro deuten.

Noch stärker ausnutzen lässt sich eine positive Entwicklung mit Bull-Scheinen wie der WKN XM5HBT. Kursveränderungen der Aktie werden um den Faktor sechs verstärkt, setzen Sie daher nur geringe Summen ein. Das entsprechende Pendant auf der Shortseite bietet die XM331L. Der Basispreis von 29,82 Euro liegt deutlich über dem statistischen Extremniveau. Mit dem Bear-Schein können Anleger auch bestehende Buchgewinne bei der Nordex-Aktie absichern und so etwas entspannter in den Urlaub fahren.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Bei Barrick Gold gelten hingegen umgekehrte Vorzeichen. Seit dem Bruch der wichtigen Unterstützung um zehn Dollar vor wenigen Tagen stürzte der Wert um rund 25 Prozent ab. Die Differenz von 28 Prozent zur 21-Tage-Linie deutet klar auf eine Übertreibung auf der Unterseite. Nur zwei Mal in den vergangenen zehn Jahren – im Oktober 2008 und April 2013 – war ein noch größerer Abstand messbar. Wir schauen uns die weiteren Aussichten der Aktie, zahlreicher anderer Rohstoffe und Rohstoff-Aktie sowie natürlich DAX & Co. am Abend im kostenlosen Chart-Webinar an. Anmeldung gerne hier.

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About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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