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Barrick Gold und Dialog Semiconductor im Tiefenrausch – der große Test steht noch aus

Aktionäre von Goldminen-Aktien werden froh sein, wenn das Börsenjahr 2015 vorbei ist. Die Bilanz der Edelmetalle fällt mal wieder enttäuschend aus, Gold büßte seit Jahresbeginn um rund neun Prozent ein, Silber sogar 14 Prozent. Aber auch einige Hoffnungsträger aus der zweiten Reihe mussten zuletzt Federn lassen. Aixtron sackte um 40 Prozent ab, Dialog steht ebenfalls kräftig unter Druck.

Zum Jahresschluss brauchen Anleger noch einmal gute Nerven. Die EZB-Sitzung von Anfang Dezember sollte sich eigentlich als Auftakt für die zweite Jahresendrally erweisen. Doch oft kommt es anders als mancher Investor denkt. Mario Draghi hatte mit seinen Aussagen zu hohe Erwartungen geweckt, die Reaktion an den Märkten fiel eindeutig aus. Am Mittwoch steht nun die lang ersehnte Fed-Zinsentscheidung auf der Agenda. Eine Erhöhung der Leitzinsen ist nahezu sicher, die Reaktion an den Börsen kann aber niemand vorhersehen. Halten sich die Märkte an das Muster (s. Chart) der vergangenen Jahre, sollte in dieser Woche der Startschuss für die Weihnachtsrally fallen.

Unsicherheit belastet bekanntlich die Börsen – die Voraussetzungen für eine deutlich positive zweite Monatshälfte sind somit gegeben. Ob davon allerdings auch die Goldminenaktien profitieren werden, ist derzeit noch offen. Der seit Jahren sinkende Goldpreis macht nicht nur Anlegern zu schaffen, der Preisrückgang hat auch die Aktienkurse der Produzenten unter Druck gesetzt. Als gutes Barometer dient der NYSE Arca Gold BUGS-Index (HUI), der die Minenunternehmen enthält, die keine umfassenden Absicherungsgeschäfte an den Terminmärkten tätigen. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 33 Prozent in den Büchern, deutlich mehr als beim Goldpreis.

Grenze auf dem Prüfstand

Goldminenaktien weisen eine starke Hebelwirkung auf den Goldpreis auf. Ein Goldminenunternehmen, das 1.000 US-Dollar pro Feinunze an Gesamtförderkosten hat, erzielt bei einem Goldpreis von 1.200 US-Dollar rund 200 US-Dollar Gewinn. Sinkt der Goldpreis um zehn Prozent (auf 1.080 US-Dollar), dann sinkt der Gewinn der Minengesellschaft um 60 Prozent (auf 80 US-Dollar). Aber dieser Hebel wirkt auch umgekehrt bei steigendem Goldpreis. Durch den zuletzt steigenden Euro kommt zumindest von der Währungsseite Rückenwind für das Edelmetall.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Der Chart verdeutlicht den Zusammenhang: Kursrückgänge und -erholungen beim Goldpreis (unten) führen zu kräftigen Bewegungen bei der Aktie von Barrick Gold (oben). Seit einigen Monaten pendelt der Wert in einer engen Range zwischen 6,90 Dollar bis 8,30 Dollar. Mit den gestrigen Verlusten von neun Prozent notiert die Aktie wieder an der unteren Grenze der Spanne. Hier können Trader auf eine erneute Erholung setzen, sollten die Position aber eng absichern. Wer noch mutiger agieren möchte, setzt auf den Bull-Schein UT4HZH mit Hebel 6,4. Dabei gilt es auch immer den Goldpreis im Blick zu behalten. Hier ist der Trend unverändert abwärts gerichtet mit Ziel 1000 Dollar je Feinunze. Erst oberhalb von 1250 Dollar wäre aus charttechnischer Sicht eine Wende möglich. Für Short-Spekulationen auf Barrick eignet sich der Bear UT419Z.

Dialog vor Rückschlag

Im heutigen Chart-Webinar (Anmeldung hier) werden wir uns ausführlich mit den zu erwartenden Auswirkungen der Fed-Entscheidung beschäftigen. Natürlich stehen auch viele Einzelwerte im Blickpunkt, die zuletzt mit hoher Volatilität aufgefallen sind wie Dialog Semiconductor. Die als sicher geglaubte Übernahme von Atmel ist noch lange nicht in trockenen Tüchern, zudem trüben sich nun auch die Geschäftsperspektiven ein. Für das vierte Quartal wurde die Umsatzprognose von bisher 430 bis 460 auf 390 bis 400 Mio. Dollar nach unten genommen. Die Aktie dürfte noch einmal die Tiefpunkte der vergangenen Monate bei 29 Euro testen, die nächste gute Unterstützung verläuft aber erst bei 26 Euro.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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