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Auf die Plätze fertig, Rally

Nicht nur in den USA sorgt die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt für kräftige Bewegungen an den Finanzmärkten. Auch in Australien werden die Zahlen genau beachtet. Und bergen große Chancen für Anleger.

In der vergangenen Nacht war es mal wieder soweit, die offiziellen Arbeitsmarktdaten aus Australien liefern über den Ticker. Wohl nur sehr wenige Trader dürften das Ereignis in Europa vor ihren Bildschirmen verfolgt haben. Dabei sind die Kursreaktionen nicht zu unterschätzen. Wohl gemerkt an den Devisenmärkten. Gegenüber dem US-Dollar rauschte der australische Dollar, auch Aussie genannt, auf den tiefsten Stand seit Sommer 2010.  Zwar blieb die Arbeitslosenquote mit 5,8 Prozent unverändert, die Zahl der Beschäftigten in Down Under ging im Dezember aber überraschend um 22.600 zurück. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg von 10.300 gerechnet nach einem Zuwachs von 15.400 im November. Der unerwartete Stellenabbau schürte verstärkt Spekulationen, dass die australische Notenbank in den kommenden Monaten erneut an der Zinsschraube drehen wird. Weil sich das Wirtschaftswachstum wegen des nachlassenden Rohstoffbooms und der schwächelnden Industrie zusehends abschwächt, hat die Notenbank seit Ende 2011 die Zinsen um 225 Basispunkte auf ein Rekordtief von 2,5 Prozent gesenkt. Damit soll der Bausektor angekurbelt werden. Notenbankchef Glenn Stevens hat zuletzt gesagt, dass ihm ein niedrigerer australischer Dollar zur Ankurbelung der Wirtschaft lieber wäre als sinkende Zinsen. Dabei brachte er die Marke von 85 Cent zum US-Dollar ins Spiel. Aktueller Kurs: 0,88 US-Dollar. Die nächste Sitzung findet am 4. Februar statt. Gegen eine weitere Zinssenkung spricht eigentlich die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt. Allein im vergangenen Jahr legten die Preise in Syndey um rund 15 Prozent zu.

Allerdings dürfte der Arbeitsmarkt den Notenbankern größere Sorgen bereiten. Im Mai hatte Ford angekündigt, die Produktion im Land 2016 zu beenden. Kürzlich äußerte sich auch die General-Motors-Tochter Holden und ließ durchblicken, ab 2017 keine Autos mehr in Australien herzustellen. Nun bleibt nur noch Toyota Motor. Eine Zinssenkung auf der nächsten Sitzung Anfang Februar erscheint dennoch eher unwahrscheinlich. Dafür könnte die RBA im Mai aktiv werden, Zinsterminkontrakte weisen eine 40prozentige Wahrscheinlichkeit aus.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Notenbankchef Glenn Stevens dürfte aktuell jedenfalls erfreut auf den Chart schauen. Nachdem im vergangenen Jahr eine Erholung exakt an der Kombination aus 200-Tage-Linie und horizontalen Widerstand bei 0,97 USD scheiterte, läuft die nächste Abwertungswelle. Die langjährige Unterstützung um 0,88 USD steht aktuell schwer unter Druck. Fällt die Marke auf Wochenbasis, wäre der Weg bis zum ausgegebenen Ziel der RBA bei 0,85 USD frei. Aus charttechnischer Sicht könnte sich die Abwertung des Aussie sogar noch weiter ausdehnen, denn erst um 0,815 USD erscheint das Potential ausgereizt. Je nach Risiko können entsprechende Positionen bei 0,91 USD abgesichert werden. Wer keinen direkten Zugang zum Forexmarkt hat, kann alternativ auch über Knock-outs einsteigen. Die WKN DT1G7F hat einen Basispreis bei 0,93 USD, etwas sportlicher ist die WKN DT1CG0 mit KO- und Basispreis bei 0,92 USD.

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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