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Apple – was hat das zu bedeuten?

Mit den Ende Januar gemeldeten Zahlen für den Zeitraum von Oktober bis Dezember erzielte Apple fast einen Erfolg für die Ewigkeit. Der Tech-Konzern ist dafür bekannt, selbst hohe Erwartungen der Analysten immer wieder zu übertreffen. In fünf Tagen kommen erneut Fakten auf den Tisch. Eine Tendenz ist bereits jetzt zu erkennen.

Für das erste Quartal meldete Apple einen Quartalsgewinn von 18 Mrd. Dollar oder 3,06 Dollar pro Aktie. Ein unglaublicher Wert, mit dieser Summe könnte der Konzern so manchen DAX-Wert kaufen. Bei einem Cash-Bestand von rund 155 Mrd. Dollar abzüglich 35 Mrd. Dollar Schulden sitzen die Amerikaner auf einem Netto Cash-Berg von rund 120 Mrd. Dollar oder gut 24 Dollar Netto-Cash je Aktie. Daraus errechnet sich ein KGV von 11,1 – verglichen mit dem S&P 500 mit 16,8 ist dies noch günstig.

Doch das ist längst Geschichte, der Blick ist auf den kommenden Montag gerichtet, wenn die Bilanz für das zweite Semester erwartet wird. Nach 1,66 Dollar im Vorjahr rechnet der Markt nun mit 2,14 Dollar je Aktie. Interessant: Während die Prognosen für den Gesamtmarkt zuletzt kräftig eingedampft wurden, ist die Messlatte für Apple gestiegen. Vor drei Monaten lagen die Konsensschätzungen noch bei 2,02 Dollar, Ende März waren es 2,11 Dollar. Analysten sind von der Aktie durchweg überzeugt. 32 Kaufempfehlungen stehen nur zwei Verkaufsempfehlungen gegenüber, dass durchschnittliche Kursziel liegt knapp zehn Prozent über dem aktuellen Niveau bei 140 Dollar.

Trend intakt

Die fundamentalen Vorgaben wären somit abgesteckt, was sagt der Chart? Bei Apple ist die Sache relativ einfach, denn die Aktie läuft seit Sommer 2013 in einem mustergültigen Aufwärtskanal. Von der längerfristigen Perspektive sind somit die Käufer am Drücker, wer auf fallende Kurse oder eine Enttäuschung setzt, handelt gegen den übergeordneten Trend und geht erhöhte Risiken ein. Die Kanalgrenzen dienen zugleich als gute Orientierungspunkte. Auf der Unterseite besteht für das Indexschwergewicht Luft bis rund 108 Dollar. Hier hätte Apple zugleich 23,6 Prozent der Aufwärtsbewegung seit Juli 2013 wieder nach unten korrigiert. Diese Fibonacci-Marke stellt häufig eine Art Mindestkorrekturniveau dar und wird besonders von Schnäppchenkäufern zum Einstieg genutzt.

Tradesignal Online. Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

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Dreieck in Arbeit

Allerdings gibt es derzeit keine Anzeichen, dass die Aktie bis in diese Regionen sinken sollte. Vorgelagert verläuft bei 115 Dollar eine innere Aufwärtstrendlinie, die seit gut zwölf Monaten besteht und mehrfach gute Dienste leistete sowie eine schwache horizontale Nachfragezone um 118,50 Dollar. Schaut man noch  etwas genauer auf die jüngste Entwicklung, sieht die Lage sogar sehr bullisch aus. Seit dem 12. März wurde eine kleine Serie von steigenden Tiefpunkten ausgebildet, während bei 129 Dollar Gewinnmitnahmen dominierten. Die Aktie arbeitet somit seit gut vier Wochen an einem kleinen aufsteigenden Dreieck, das jeden Tag nach oben aufgelöst werden könnte. Sollte es dazu kommen, kann aus der Höhe der Formation ein Kursziel von 138 Dollar abgeleitet werden – exakt hier verläuft auch die Oberseite des langfristigen Aufwärtskanals.

Auch der langfristige Taktgeber, die Differenz zur 200-Tage-Linie, lässt weitere Kursgewinne zu. Nach der jüngsten Konsolidierung hat sich die zeitweise überhitzte Markttechnik abgekühlt. Der Abstand von 16 Prozent ist vergleichsweise gering, erst ab 25 bis 29 Prozent nimmt die Korrekturwahrscheinlichkeit kräftig zu. Dies wäre ebenfalls bei 138 Dollar der Fall. Kursgewinne darüber hinaus und somit eine Trendbeschleunigung sind vorerst nicht zu erwarten.

Im heutigen Chart-Webinar werden wir uns natürlich mit den jüngsten (Fehl-)Ausbrüchen bei den US-Indizes beschäftigen. Einen kleinen Schwerpunkt bilden zudem Handelsstrategien für den DAX – anmelden können Sie sich wie immer kostenlos, einfach hier klicken. Unsere weiteren Webinare gibt’s hier in der Übersicht.

About the Author:

Franz-Georg Wenner ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare und referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Bei BÖRSE ONLINE war er sechs Jahre Online-Koordinator und Redakteur mit den Schwerpunkten Nebenwerte Deutschland, Zertifikate und Technische Analyse. Zusätzlich betreute er für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily. Bereits seine Diplomarbeit im Fachbereich BWL der Uni Düsseldorf beschäftigte sich mit der Intermarket-Analyse.

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